24.08.2021

MyTap: Größte Covid-Gastro-Tracking-Lösung kommt von 4 Studenten

Das MyTap-Team vermeldete nun die millionste Registrierung über die rein spendenfinanzierte Covid-Registrierungssoftware.
/artikel/mytap
MyTap
(c) MyTap

Sie ist zu einer Gewohnheit geworden, die man nicht unbedingt schätzt, aber in Kauf nimmt, um ein weiteres Stück Normalität in der Coronakrise zurückzugewinnen: Die Registrierung in der Gastronomie. Für diese gibt es eine ganze Reihe von digitalen Lösungen, die teils kostenpflichtig, teils gratis sind. Die am meisten genutzte kommt von einem Team aus vier Studenten in Wien und Krems: MyTap.

MyTap: 3300 Gastronomen nutzen spendenfinanzierte Gastro-Tracking-Lösung

Insgesamt rund 3300 Gastronomen in Österreich und Deutschland würden die komplett spendenfinanzierte Lösung bereits nutzen, schreiben Matthias Schaider, Markus Leimer, Ahmed Zeyd Aytac und Philipp Fock in einem Blog-Beitrag. Nun habe man die Grenze von einer Million Regisitrierungen geknackt. „Das ist eine unglaubliche Zahl für uns. Das wir so vielen Menschen helfen konnten, unkompliziert und ohne Stress einzuchecken, freut uns nicht nur, es macht uns auch ein wenig stolz“, schreiben die Gründer.

Dabei hatten die vier ein gutes Timing: „Aus einer Idee, einen Service für die Kleingastronomie in Österreich anzubieten, entwickelten wir mehrere Lösungen. Als die verpflichtende Registrierung plötzlich Gesetz wurde, waren viele damit schlicht überfordert. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt unsere Lösung bereits parat und konnten sie sofort kostenfrei anbieten“, so die MyTap-Gründer, „unzählige Gespräche mit Gastronom:innen, laufenden Anpassungen, Zusammenarbeiten mit großen Vereinen wie dem Österreichischen Museumsbund und Berichten in der Österreichischen nationalen Presse später, ist MyTap, einst unser Baby, nun die größte Registrierungssoftware in Österreich. Ein Social Service, der ein Ausmaß angenommen hat, von dem wir nichtmal träumen konnten“.

Weiter Features hinzugefügt

Inzwischen habe man zahlreiche weitere Features wie etwa die digitale Speisekarte hinzugefügt und sei zum „Victorinox unter der Gastrosoftware“ geworden. Mittlerweile komme MyTap auch bei Unternehmen, Veranstaltungen, Feuerwehrfesten und Parteitagen zur Anwendung. Und man habe vor, die Gratis-Software stetig weiterzuentwickeln, schreiben die Gründer.

Deine ungelesenen Artikel:
21.08.2026

Nach Steilvorlage aus Deutschland: Zehetner fordert offen Beteiligungsfreibetrag

Ins Regierungsprogramm hat er es bekanntlich nicht geschafft, nun fordert Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner den Beteiligungsfreibetrag aber offen ein. Im Hintergrund steht eine wohl unverhoffte Schützenhilfe aus Deutschland.
/artikel/zehetner-fordert-beteiligungsfreibetrag
21.08.2026

Nach Steilvorlage aus Deutschland: Zehetner fordert offen Beteiligungsfreibetrag

Ins Regierungsprogramm hat er es bekanntlich nicht geschafft, nun fordert Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner den Beteiligungsfreibetrag aber offen ein. Im Hintergrund steht eine wohl unverhoffte Schützenhilfe aus Deutschland.
/artikel/zehetner-fordert-beteiligungsfreibetrag
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Er ist seit vielen Jahren einer der obersten Punkte auf der politischen Wunschliste der heimischen Startup-Szene: der Beteiligungsfreibetrag. Das Prinzip ist schnell erklärt: Man kann mit ihm Startup-Investments bis zu einem gewissen jährlichen Betrag von der Steuer absetzen. Das soll einen starken Anreiz schaffen, Risikokapital anderen Veranlagungsformen vorzuziehen und somit mehr privates Kapital für Startups mobilisieren.

Die genaue Ausgestaltung wäre bei einer möglichen Umsetzung Gegenstand politischer Verhandlungen. Die Forderungen aus dem Ökosystem gehen bis zu einem Betrag von 500.000 Euro pro Jahr, wie etwa in der „Vision 2030“ von invest.austria, AustrianStartups, Junge Wirtschaft und StartupNOW aus dem Jahr 2024. Großes internationales Vorbild ist das Vereinigte Königreich, das unter anderem dank eines solchen Modells konstant die mit Abstand höchsten Startup-Investment-Volumina Europas vorweist.

Bei der SPÖ nicht durchzubringen

Doch im Gegensatz zur anderen großen Forderung des heimischen Startup-Ökosystems, dem Dachfonds, der mittlerweile im Entstehen ist, schaffte es der Beteiligungsfreibetrag 2025 nicht ins schwarz-rot-pinke Regierungsprogramm. Hinter vorgehaltener Hand wird der Grund dafür in ÖVP-Kreisen klar benannt: Der Vorschlag sei beim Koalitionspartner SPÖ nicht durchzubringen. Im Frühling 2024, also noch in der Opposition, äußerte sich SPÖ-Chef Andreas Babler, konkret auf das Thema angesprochen, gegenüber brutkasten knapp, aber deutlich: „Steuerbegünstigungen für private Investoren, die in der Regel zu den Top 1 Prozent der Einkommens- und Vermögensverteilung zählen, sind keine Priorität der SPÖ.“

Für Zehetner „nächster logischer Schritt“

On the record ging man dem Thema in der ÖVP seit der Regierungsbildung 2025 dagegen mit Verweis auf die Koalitionsvereinbarung lieber aus dem Weg. Bis jetzt. Denn Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner forderte den Beteiligungsfreibetrag nun via LinkedIn-Posting offen ein. Nach dem Dachfonds wäre dieser, „der nächste logische Schritt“, schreibt sie und führt eine EcoAustria-Studie und internationale Vorbilder ins Treffen.

Unverhoffte Schützenhilfe in der Diskussion

Doch woher kommt der plötzliche Mut zur offenen Forderung entgegen dem koalitionären Konsens? Zehetner bekam Anfang dieser Woche eine Steilvorlage aus Deutschland, über die auch brutkasten berichtete. Dort war es nicht etwa CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, sondern mit Lars Klingbeil der amtierende SPD-Chef, Vizekanzler und Finanzminister, der Steuererleichterungen für Startup-Beteiligungen aufs Tapet brachte.

„Deutschland will mehr privates Kapital für Startups mobilisieren. Österreich sollte das auch tun“, schreibt Zehetner und verweist direkt auf die Ankündigung des SPD-Chefs. Das argumentative Kalkül dahinter liegt auf der Hand: Gegen den Vorstoß des deutschen Parteigenossen, dessen Schützenhilfe für Zehetner wohl unverhofft kam, lässt sich in der österreichischen Sozialdemokratie deutlich schwerer argumentieren, als gegen die Dauerforderung aus der liberalen Ecke. Ob dadurch tatsächlich eine offene Diskussion innerhalb der Koalition angestoßen wird, ist freilich zu bezweifeln.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

MyTap: Größte Covid-Gastro-Tracking-Lösung kommt von 4 Studenten

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

MyTap: Größte Covid-Gastro-Tracking-Lösung kommt von 4 Studenten

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

MyTap: Größte Covid-Gastro-Tracking-Lösung kommt von 4 Studenten

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

MyTap: Größte Covid-Gastro-Tracking-Lösung kommt von 4 Studenten

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

MyTap: Größte Covid-Gastro-Tracking-Lösung kommt von 4 Studenten

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

MyTap: Größte Covid-Gastro-Tracking-Lösung kommt von 4 Studenten

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

MyTap: Größte Covid-Gastro-Tracking-Lösung kommt von 4 Studenten

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

MyTap: Größte Covid-Gastro-Tracking-Lösung kommt von 4 Studenten

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

MyTap: Größte Covid-Gastro-Tracking-Lösung kommt von 4 Studenten