17.05.2021

mysleepmask: Mit dieser Startup-Maske Migräne bekämpfen

Es gibt verschiedene Varianten, Intensitäten und diverse Auslöser dafür: Kopfschmerzen. Das Startup mysleepmask von einem Gründer, der seit seiner Jugend an Migräne leidet, versucht hier Abhilfe zu schaffen.
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(c) mysleepmask/FB - Eine Maske als Hilfe gegen Migräne vom deutschen Startup mysleepmask.

Es gibt Spannungs-, Cluster und sekundäre Kopfschmerzen. Weitere seltene Varianten sind Münz-, Donnerschlag oder sogar Sexkopfschmerzen, bei denen die Ursache entweder noch nicht geklärt ist, als Symptom einer anderen Krankheit zählt oder die vom plötzlichen Blutdruck-Anstieg abhängen. Eine der wohl gängigsten Arten ist die Migräne. Das Startup mysleepmask möchte mit seiner Maske dafür sorgen, das sich Leidende leichter entspannen können.

myleepmask-Founder kämpft selbst mit Migräne

Gründer Fabian Karau leidet seit seiner Jugend an Migräne. Wenn früher die Kopfschmerz-Attacken einsetzten, suchte er nach Ruhe und vollkommener Dunkelheit, um entspannen zu können und die Symptome etwas zu lindern. Aufgrund von Straßenlärm und vielen Lichtquellen gelang ihm das jedoch nur bedingt. Der Founder griff zu einem Wickelschal zur Abdunkelung, den er sich um die Augen band, hielt sich einen Kühlakku an die Stirn und verwendete Ohrstöpsel. Schal und Akku verrutschten jedoch beim Liegen; beim Wechsel der Liegeposition fielen zudem oft die Ohrstöpsel aus den Ohren. Für den Gründer oft mehr Stress als Entspannung. Schlaf war nicht möglich.

Gegen die Reizüberflutung

Daher entwickelte er seine eigene Lösung, die komplette Ruhe und vollständige Dunkelheit kombinieren soll: mysleepmask. Durch ihre Gestaltung soll sie stets eine Licht- und Geräuschdämmung bieten. Der blickdichte Schnitt verhindere, dass Licht an der Nase vorbei unter die Schlafbrille eindringt. Gegen die Reizüberflutung sind neben der Maske auch zwei Ohrstöpsel beinhaltet, welche die Geräuschdämmung zusätzlich zu den Ohrpolstern noch effektiver machen sollen. Die integrierten Taschen im Nacken und der Stirn sind für Gelpads gedacht, die je nach Bedarf kühlen oder wärmen können.

Wer sich vom Gründer oder der mysleepmask ein Bild machen möchte, hat heute Abend in der „Höhle der Löwen“ die Gelegenheit dazu. Weiters dabei: Marschpat aus Niederösterreich, SMINNO, mellow Noir und Winemaster Bottle.

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V.l.n.r. LH Stv. Stephan Pernkopf, COO Gate Space Johannes Pammer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher | © NLK Filzwieser

Die Zukunft des ESA-Phi-Lab Austria ist bis 2031 sicher. Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) finanzieren den Space Hub in Schwechat mit 4,4 bzw. 5,2 Millionen Euro, wie bei den Austrian Space Days bekanntgegeben wurde. Somit können weitere Unternehmen gefördert werden. Ziel für die Förderperiode ab 2028 ist, neuartige Raumfahrttechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Produktion zu bringen.

Unabhängigkeit und Wertschöpfung

Aufgrund der geopolitischen Lage sei es zentral, mit der „Konkurrenz aus den USA und Asien mithalten zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie präzisiert: „Wenn wir die Schlüsseltechnologien nicht in der Hand haben, dann steigt unsere Abhängigkeit sowohl politisch, aber vor allem auch wirtschaftlich. Was das heißt, haben wir in den letzten Jahren hautnah zu spüren bekommen.“

Außerdem sieht sie eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Wir erwarten uns neue Jobs, neue Unternehmen und dadurch auch neue Wertschöpfung, aber vor allem auch Wohlstand in der Zukunft.“ Während andere Branchen laut Mikl-Leitner wegen der wirtschaftlichen Lage verloren gingen, habe die Raumfahrt Potential. „Es gibt in der Raumfahrt ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Raumfahrttechnologie und auch Bahntechnologie sind die am schnellsten wachsenden Bereiche weltweit und da wollen wir natürlich auch mit dabei sein.“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Die Verlängerung des ESA-Phi-Lab ist wichtig, um zu zeigen, dass wir auch in angespannten Budgetzeiten in Zukunftstechnologien investieren.“

Vier Ausschreibungen, mehr als 150 Einreichungen

Seit seiner Einführung im Jahr 2024 gab es vier Ausschreibungsrunden, in denen insgesamt über 150 Projekte eingereicht wurden. Einreichungen seien weiterhin laufend möglich. Die Förderung betrage zwischen 200.000 und 500.000 Euro die Projekte würden 12 bis 24 Monate begleitet werden. Der Schwerpunkt liege auf Upstream-Technologien, also der Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge und ihren Betrieb. Das Programm verbindet die Finanzierung mit Unterstützung u. a. bei Geschäftsmodellen, Marktanalyse und Skalierung.

Im ESA Phi-Lab Austria werden aktuell 13 Projekte umgesetzt. Dabei sind Firmen wie Peak Technology, R-Space oder auch Gate Space beteiligt. Letztere designte einen Satelliten, der im Februar nächsten Jahres von SpaceX in den Orbit geschossen werden soll. Der Beaconsat ist Österreichs erster Militärsatellit und soll Angriffe auf Navigationssignale sichtbar machen.

Der Beatconsat (Bildmitte) wurde von Gate Space im Auftrag des Verteidigungsministeriums entwickelt. | © brutkasten

Auf Space Factory folgt Ausbau von Space Hub

Im Sommer dieses Jahres wurde die Space Factory, eine Infrastruktur für Prototyping und Tests, gegründet (brutkasten berichtete). Nun folgt der Ausbau des Space Hubs, um Platz für mehr Firmen zu schaffen. Aktuell sind dort zehn Unternehmen tätig. „Als österreichischer Generaldirektor bin ich wirklich sehr beeindruckt, wie dynamisch die Szene hier ist, wie schnell sich das aufbaut und wie vorwärtsschauend die Region Niederösterreich, aber Österreich insgesamt ist. Die Industrie ist aufgewacht und sehr aktiv. Das rennt jetzt“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.

Space Region Lower Austria

In Niederösterreich möchte man „Raumfahrt weiterdenken“ und arbeitet daher an der Initiative „Space Region Lower Austria“. Von Seibersdorf über Wiener Neustadt bis zum Flughafen Wien-Schwechat sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen besser vernetzt werden und unter einer Dachmarke auftreten. „Wir stehen für Raumfahrttechnologie, wir wollen im internationalen Wettbewerb auch mitspielen können. Wir wollen uns von den USA und letztendlich auch von Asien abheben können“, sagt Mikl-Leitner.

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