01.09.2025
INVESTMENT

mypaperwork: Wiener Startup rund um Maggie Childs holt 500.000 Euro Investment

Das Wiener Startup Fresh Labs holt sich für den Ausbau seiner KI-Plattform mypaperwork ein Pre-Seed-Investment von 500.000 Euro.
/artikel/mypaperwork-wiener-startup-rund-um-maggie-childs-holt-500-000-euro-investment
Das Founderteam (l.n.r.): Vít Lichtenstein, Maggie Childs, Benjamin Wolf. | © Fresh Labs

Das 2024 gegründete Startup Fresh Labs will mit seiner Technologie den oft mühsamen Prozess rund um Aufenthalts- und Arbeitstitel in Europa vereinfachen. Seine KI-Plattform mypaperwork automatisiert dabei Migrationsprozesse und soll so den Umzug für Fachkräfte, Studierende und Geflüchtete erleichtern (brutkasten berichtete).

Nun holen sich die Gründer:innen Maggie Childs (CEO), Vít Lichtenstein (CPO) und Benjamin Wolf (COO) ein Pre-Seed-Investment in Höhe von 500.000 Euro. „Dieses Pre-Seed-Investment ist ein Vertrauensbeweis. Es zeigt, dass Europa ein Magnet für globale Talente werden kann – und das auf menschliche, transparente und effiziente Art. Während die USA sich zunehmend abschotten, kann Europa Fachkräfte und Forscher:innen aus aller Welt anziehen. mypaperwork baut die digitale Infrastruktur, um dieses Versprechen einzulösen“, kommentiert Childs das Investment.

Expansion geplant

Angeführt wurde die Finanzierungsrunde von Angels United, hinter dem die Business Angels Karl Büche, Markus Ertler, Hermann und Niki Futter sowie Michael Edtmayer stecken. Bisher finanzierte sich Fresh Labs ausschließlich aus Eigenmitteln, unterstützt von Förderprogrammen wie dem aws First Incubator und dem Technology-Incubation-Programm von Czech Invest.

Das Investment soll laut Presseaussendung in den Ausbau des Teams, die Weiterentwicklung der Plattform und den Markteintritt in Tschechien im vierten Quartal 2025 fließen. Weitere europäische Märkte seien im kommenden Jahr geplant.

„Der Mangel an Top-Personal ist ein riesiges Problem für die Wirtschaft und das Wachstum – und durch sinkende Geburtenraten wird es noch massiver. Mypaperwork ist eine skalierbare Antwort auf ein echtes Problem, basierend auf einem soliden Geschäftsmodell. Digitalisierung ist die richtige Antwort auf überbordende Bürokratie”, sagt Investor Markus Ertler.

mypaperwork verspricht 100% Erfolgsquote

Bereits im April 2025 brachte Fresh Labs sein erstes Produkt auf den Markt: den RWR+ Card Application Assistant, der ukrainische Geflüchtete beim Antrag auf die Rot-Weiß-Rot-Plus-Karte unterstützt. Laut Unternehmensangaben wurden seither alle Anträge ukrainischer Nutzer:innen erfolgreich abgeschlossen. Inzwischen deckt die Plattform auch weitere Aufenthalts- und Arbeitstitel ab, darunter die Rot-Weiß-Rot-Karte für Fachkräfte aus Drittstaaten, die EU Blue Card sowie Studentenvisa.

Langfristig will das Startup mypaperwork zur digitalen Migrationsinfrastruktur Europas ausbauen. Unterstützung erhält das Startup dabei auch von österreichischen Behörden: Die in Wien für Einwanderung zuständige MA35 sehe die Plattform als hilfreichen Leitfaden, um vollständige und korrekte Unterlagen einzureichen, heißt es in der Aussendung. Alle zwei Wochen finden demnach gemeinsame Produkt-Refinement-Sessions mit den Behörden statt, um das System kontinuierlich zu verbessern.

Deine ungelesenen Artikel:
10.09.2026

Howie: Wiener PropTech-Startup meldet Konkurs an

Vergangenes Jahr holte sich Howie zwei sechsstellige Investments. Nun musste das KI-gestützte Wiener PropTech-Startup Konkurs anmelden.
/artikel/howie-wiener-proptech-startup-meldet-konkurs-an
10.09.2026

Howie: Wiener PropTech-Startup meldet Konkurs an

Vergangenes Jahr holte sich Howie zwei sechsstellige Investments. Nun musste das KI-gestützte Wiener PropTech-Startup Konkurs anmelden.
/artikel/howie-wiener-proptech-startup-meldet-konkurs-an
Howie
© Suchart Wannaset - Ewa Lenart von Howie.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde nachträglich (11.9.2026) nach Erhalt eines Statements von Gründerin Ewa Lenart ergänzt.

„Ein Unternehmen mit 300 Ingenieurinnen und Ingenieuren gibt im Durchschnitt zwischen 1,8 und 36 Millionen Euro pro Jahr für die manuelle Informationsbeschaffung aus“, erklärt Ewa Lenart, Gründerin des Wiener Startups Howie, vergangenes Jahr. Ihr Unternehmen könne helfen, die Kosten dafür zu halbieren.

„AI Copilot for the Built Environment“

Dazu positionierte Howie sich als „AI Copilot for the Built Environment“. Die KI-gestützte Plattform für die Bau- und Immobilienbranche bereitet unter anderem Texte, Bilder und Konstruktionszeichnungen mit großen Datenvolumina auf. Dabei nutzt sie LLMs, um Muster in den Daten, etwa auch aus Berichten, E-Mails, Bildern und Zeichnungen, zu erkennen.

Zwei Investmentrunden 2025

Mit dem Konzept konnte Howie vergangenes Jahr mehrere Investoren überzeugen. Im März und im November 2025 verkündete das Unternehmen jeweils eine sechsstellige Finanzierungsrunde. Dabei dürfte es sich um Wandeldarlehen gehandelt haben: In den öffentlich einsehbaren Firmenbuch-Daten sind die Finanzierungsrunden nämlich in den Beteiligungsverhältnissen nicht ablesbar. Zudem holte Gründerin Lenart vergangenes Jahr den zweiten Platz in der Kategorie Startups beim brutkasten „Innovator of the Year“.

Konkursantrag – keine Details von Kreditschutzverbänden

Doch nun brachte das Startup einen Konkursantrag ein, wie die heimischen Kreditschutzverbände übereinstimmend berichten. Konkrete Informationen dazu liegen aktuell bei keinem der Verbände vor. Sollten die Investments tatsächlich in Form von Wandeldarlehen erfolgt sein, würde ihre Summe in die Passiva fallen.

Gründerin Lenart: Zwei Investments nicht rechtzeitig abgeschlossen

Auf brutkasten-Anfrage meldete sich Gründerin Ewa Lenart mit einem Statement zur Insolvenz. Man sei in einem „technisch sehr anspruchsvollen und noch relativ jungen Markt“ tätig, und habe in den vergangenen zwei Jahren ein starkes, wachsendes Interesse von weltweit führenden Architektur-, Ingenieur- und Beratungsunternehmen verzeichnen können. „Gleichzeitig erwiesen sich die Entwicklungs- und Implementierungszyklen in der Bau- und Immobilienbranche als länger und kapitalintensiver, als wir ursprünglich geplant hatten. Wir waren daher auf eine zusätzliche Finanzierung angewiesen, um die nächsten kommerziellen Meilensteine zu erreichen“, so die Gründerin.

Während der jüngsten Finanzierungsrunde habe man zwei Term Sheets mit etablierten Investoren unterzeichnet. „Letztendlich wurde jedoch keine der beiden Transaktionen innerhalb des Zeitrahmens abgeschlossen, den das Unternehmen benötigte“, schreibt Lenart. „Wir haben zudem ein deutlich schlankeres und stärker kundenfinanziertes Betriebsmodell geprüft, konnten die daraus resultierende Liquiditätslücke aber nicht rechtzeitig schließen.“

Weiterführung steht noch im Raum

Doch Lenart fügt an: „Die zugrunde liegende Marktthese ist aus meiner Sicht nach wie vor sehr stark. Als wir Howie gründeten, befanden sich KI-native Workflows für die Baubranche noch in einer sehr frühen Phase. In den letzten zwei Jahren haben sich die Investitionen und die Adaption in diesem Bereich deutlich beschleunigt.“ Man sehe weiterhin Interesse von Kunden und Branchenakteuren an Howie und seiner Technologie. „Ob und in welcher Form Teile des Unternehmens oder des Produkts fortbestehen werden, hängt nun vom Insolvenzverfahren ab“, so die Gründerin.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

mypaperwork: Wiener Startup rund um Maggie Childs holt 500.000 Euro Investment

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

mypaperwork: Wiener Startup rund um Maggie Childs holt 500.000 Euro Investment

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

mypaperwork: Wiener Startup rund um Maggie Childs holt 500.000 Euro Investment

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

mypaperwork: Wiener Startup rund um Maggie Childs holt 500.000 Euro Investment

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

mypaperwork: Wiener Startup rund um Maggie Childs holt 500.000 Euro Investment

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

mypaperwork: Wiener Startup rund um Maggie Childs holt 500.000 Euro Investment

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

mypaperwork: Wiener Startup rund um Maggie Childs holt 500.000 Euro Investment

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

mypaperwork: Wiener Startup rund um Maggie Childs holt 500.000 Euro Investment

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

mypaperwork: Wiener Startup rund um Maggie Childs holt 500.000 Euro Investment