06.10.2023

myMonsi: Geschichten-App will Kindern Fantasie zurück geben

In Zeiten von Smartphones, Tablets und Fernseher fehlt vielen Kindern die Fantasie zum Selberspielen. Das will die App myMonsi nun ändern.
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Das Gründerteam hat eine Mission - nämlich Kindern Kreativität zurückzugeben (c) myMonsi.com

Das Startup myMonsi wurde „für Kinder gemacht, an Eltern gedacht“. Die Gründer:innen Marc Hertel und Michaela Kasper wollen Kinder wieder mit ihrer eigenen Kreativität verbinden. Aus diesem Grund entwickelte der Film- und Hörspielregisseur Hertel gemeinsam mit der zweifachen Mutter Kasper die myMonsi Mitmach-Geschichten – und integrierte sie in eine App.

„Wenn ich an die Kindheit meiner Tochter und meines Sohnes zurückdenke, sehe ich Kartons, Decken und jede Menge fantasievolle Rollenspiele“, so die zweifache Mutter Kasper. „Doch diese Art zu spielen, ist Kindern heute fast gänzlich abhanden gekommen.“ Zwischen Spielzeug und Videogames sei die Fantasie verloren gegangen, meint die Gründerin.

App für Kreativität

Über die myMonsi App können Nutzer:innen ein eigenes Profil anlegen, anschließend kann aus einer Vielzahl an Geschichten ein Thema ausgewählt werden. Im ersten Kapitel werden Requisiten zum Spielen vorgeschlagen, welche die Kinder sich im Haus zusammensuchen können. Dazu zählen unter anderem das Sofa als Schiff, eine leere Papierrolle als Fernrohr oder ein Kissen als Steuerrad.

Die App liefere zu jedem Spiel-Setting eine passende Geschichte und führe die spielenden Kinder wie beim Vorlesen in Geschichten hinein. MyMonsi bietet verschiedene, mehrteilige Abenteuer, wie „Du auf der Pirateninsel“, „Du auf der Dinosaurier-Insel“ oder „Du im Ballett“. Dazu gibt es passende Hintergrundgeräusche wie Meeresrauschen oder Möwenlaute.

Spielen für Entwicklung von zentraler Bedeutung

Mit myMonsi können Kinder selbst bestimmen, wann das Spiel zu Ende ist. Die mehrteiligen Mitmach-Geschichten eigenen sich für Kinder zwischen vier und neun Jahren. „Spielen in der Kindheit ist von zentraler Bedeutung und wichtig für die Bildung mentaler Gesundheit“, so Gründer Hertel. Mit myMonsi will das Gründerteam Kindern die Lust am Spielen zurückgeben und eine „sinnvolle Alternative zu Fernsehern und Computern“ schaffen.

Erhältlich ist der myMonsi-Monatspass ab 5,99 Euro auf der Website des Startups. Sieben Tage können Interessierte die Geschichten-App kostenlos testen. Auch mehrere Profile seien pro Konto nutzbar, so die Website.


Mehr zu myMonsi gibt es in der kommenden Folge der Höhle der Löwen am 09.10. um 20:15 Uhr auf VOX. Weiters dabei sind: Loggä, JobSwop.io, Racemates und BIOTherma-Pad.

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Das fonio.ai Team © fonio.ai

fonio.ai, die Wiener Plattform für KI-gestützte Kundenkommunikation, hat nach eigenen Angaben binnen zwölf Monaten die Marke von 10 Millionen Dollar an jährlich wiederkehrendem Umsatz (ARR) überschritten. Damit zählt das 2024 von Daniel Keinrath und Matthias Gruber gegründete Unternehmen laut eigenen Angaben zu den am schnellsten wachsenden KI-Startups Europas. Der Meilenstein folgt auf eine Seed-Runde über 17 Millionen Dollar, die fonio.ai im Juni 2026 unter Führung von 20VC bei einer Bewertung von 140 Millionen Dollar abschloss.

Eine „Fully Loaded CAC Payback Time“ als Geheimrezept

CEO und Mitgründer Daniel Keinrath begründet das Tempo im Gespräch mit brutkasten unter anderem mit einer internen Grundregel: „Wir machen extrem viel Zeugs manuell und repetitiv, bis wir merken, das können wir automatisieren und dann automatisieren wir es richtig“, so Keinrath. Neue Produkte würden zudem gemeinsam mit Kund:innen entwickelt, statt sie fertig zu bauen und erst danach zu verkaufen.

Ausschlaggebend für die aktuelle Investitionsstrategie sei eine Kennzahl: Die „Fully Loaded CAC (Customer Acquisition Cost) Payback Time“. Also die Zeit, bis sich die Kosten für die Kund:innen-Akquise amortisieren, wobei neben den reinen Werbekosten auch Activation-Kosten, Churn und Marge eingerechnet werden, liege laut dem Gründer bei fonio.ai konstant unter zwölf Monaten. Solange das der Fall sei, wolle man das frische Kapital so schnell wie möglich in Produkt, Marketing und Sales stecken: „Ich versuche tatsächlich im Moment so viel Geld auszugeben wie möglich, weil alles andere wäre im Moment irrational“, so Keinrath.

Neue Standorte in Europa und den USA

Nach zehn Märkten, in denen fonio.ai bereits aktiv ist, sollen im September physische Büros in Barcelona und Warschau folgen. Noch heuer sollen laut Keinrath London und München dazukommen, abhängig von der Entwicklung des US-Geschäfts womöglich auch ein Standort an der US-Ostküste, etwa in New York.

„Irgendwann wird es uns fett auf die Schnauze hauen“

Auf die Frage, ob das Wachstum so weitergehen könne, entgegnet Keinrath, man hätte die Risiken auf alle Fälle am Schirm. Intern rät Keinrath zu Vorsicht: „Irgendwann wird es uns fett auf die Schnauze hauen“, sagt er lachend. Man wolle daher innerhalb des Wachstums Risiken minimieren und keine Firma mit unkontrolliertem Kund:innen-Verlust aufbauen. Langfristig rechnet Keinrath mit einer Marktkonsolidierung, vergleichbar mit der Entwicklung im Telekommarkt Anfang der 2000er-Jahre. Man müsse schnell genug wachsen, um kleinere Konkurrenten zu übernehmen, bevor man am Ende womöglich selbst zum Übernahmeziel werde, meint er.

Kein Kompromiss beim Hiring

fonio.ai wuchs von der ersten Einstellung im Juni 2025 auf mittlerweile 81 Mitarbeiter:innen, aktuell sind laut Unternehmen 52 weitere Positionen offen. Bei knapp 10.000 Bewerbungen pro Monat liege die Annahmequote bei etwa 0,2 Prozent, so Keinrath: „Es tut so weh innerlich“, trotzdem Absagen zu erteilen, die Unternehmenskultur habe aber Priorität.

Zusätzlich sucht fonio.ai laut Keinrath aktuell intensiv nach einer Head of Growth-Person mit entsprechender Skalierungserfahrung, dotiert mit bis zu 250.000 Jahresgehalt plus „Significant Equity“, betont Keinrath. Man nehme hier viel Geld in die Hand, weil es sich um ein sehr spezielles Profil handle, nach dem man suche. „Dafür kommen nur eine Handvoll Personen in Europa in Frage“, meint der Gründer. Das nächste Ziel sei ein ARR von 100 Millionen Dollar innerhalb von 18 bis 24 Monaten.

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