30.06.2025
EXPANSIONSPLÄNE

Mymense: Vegane und biozidfreie Periodenunterwäsche aus Österreich

Isabelle Doczy und Regina Girgis sind Geschäftspartnerinnen – aber in erster Linie sind sie Freundinnen – und das schon seit über 15 Jahren. Mit ihrem 2023 gegründeten Startup mymense haben sie nicht nur in Österreich große Pläne.
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Nach ihrem Schulabschluss entschieden sich Isabelle Doczy und Regina Girgis, in den medizinischen Bereich zu gehen: Doczy arbeitet als Krankenpflegerin, Girgis ist Ärztin, beide sind 24 Jahre alt. Mymense ist nicht ihr erstes gemeinsames Projekt: Bereits während des Studiums starteten die beiden den Instagram-Account „medicinexcare“ – der mittlerweile über 230.000 Follower:innen hat. Auf dem Account leisten die beiden Aufklärung zu jeglichen Belangen des Körpers: Von der Schilddrüse bis hin zu den Eierstöcken.

Als Doczy und Girgis nach einer Alternative zu herkömmlichen Periodenprodukten wie Tampons oder Binden suchten, kamen sie auf Periodenunterwäsche. Viele Marken wurden probiert, keine hat gepasst. Mal war die Passform nicht gut, mal waren sie nicht auslaufsicher. Kurzerhand wurde der Entschluss gefasst: „Wir probieren das jetzt einfach selber“, so die beiden Founder:innen im brutkasten-Gespräch. Das war die Geburtsstunde von mymense – das Startup wird demnächst zwei Jahre alt.

Vegan & Biozidfrei

„Einen Hersteller zu finden, der alle unsere Sonderwünsche berücksichtigt, war gar nicht so einfach“, erzählen die beiden Founderinnen. „Die sind wirklich mit uns verzweifelt, weil wir bei den ersten Modellen so lange herumprobiert haben, bis auch wirklich alles perfekt gepasst hat“. Aber auch jetzt wird oft monatelang an einem neuen Modell getüftelt, bis es im Shop angeboten wird. „Wir haben alle unsere Produkte immer sehr viel an Freundinnen und Verwandten ausprobiert und uns Feedback eingeholt“, erzählen Doczy und Girgis weiter zum Entstehungsprozess.

Besonders wichtig sei den beiden Gründerinnen gewesen, dass ihre Periodenunterwäsche ohne Biozide auskommt und zudem noch vegan ist. Das ist auch der Punkt, an dem sich mymense von anderen Periodenunterwäschen unterscheidet. Zudem achten die Founderinnen auf nachhaltige Herstellung ihrer Unterwäsche.

Von Anfang an gebootstrapped

Das Jungunternehmen war von Anfang an selbst finanziert. Mittlerweile trage sich mymense von selbst so gut, dass bis jetzt keine Fremdfinanzierung nötig gewesen sei.

Aber die beiden Founderinnen haben große Pläne: „Noch 2025 wollen wir nach Frankreich expandieren – da ist der Hype um Periodenunterwäsche gerade besonders groß. Dann stehen auch noch die Niederlande und Italien auf der Liste“. Für die Expansion jedenfalls sei es durchaus denkbar, eine Finanzierungsrunde zu starten. Ein weiteres Szenario, für das Fremdkapital nötig sei, ist die Ausweitung auf den B2B-Bereich. Der Plan sei es, bald auch im Einzelhandel gelistet zu sein. Zudem arbeitet ab Juli auch die erste feste Mitarbeiterin auf Teilzeitbasis bei mymense. Bisher waren zusätzliche Arbeitskräfte auf Freelance-Basis beschäftigt. Große Pläne also für das Startup und 2025.

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Synfia.ai Gründer René Mähr und Simon Rutar sitzen auf einer Couch und lachen in die Kamera.
Synfia.ai Gründer-Duo René Mähr und Simon Rutar (c) Cecilia Capri

Daten und Wissen bilden in Unternehmen die Entscheidungsgrundlagen für Transformationen. Dabei scheitern eben diese Transformationen laut Synfia Labs gerade auf der menschlichen Ebene. Viel Wissen bleibe ungenutzt, weil es in den Erfahrungen, Beobachtungen und Einschätzungen der Mitarbeiter:innen stecke. Dem möchte das Wiener Technologieunternehmen mit seiner neu entwickelten „Transformation Intelligence“ entgegenwirken.

Wie brutkasten bereits berichtete, führt eine Künstliche Intelligenz von Synfia Labs Gespräche mit Mitarbeitenden und anderen beteiligten Personen, fragt individuell nach und analysiert. Dadurch soll authentisch sichtbar werden, wie Veränderungen erlebt werden, wo  Unsicherheiten oder Widerstände entstehen und welche Ursachen dahinterliegen. Laut Synfia Labs entscheide sich der Erfolg einer Transformation nicht allein im Projektplan, sondern darin, ob Menschen die Veränderung verstehen, mittragen und im Arbeitsalltag umsetzen.

Der Vorteil gegenüber einem Fragebogen

Fragebögen seien durch die vorgegebenen Fragen und Antwortmöglichkeiten begrenzt. Das Gegenteil sind persönliche Interviews, die jedoch in großen Organisationen nicht möglich sind. Laut Synfia Labs verbinde ihre KI beides, nämlich „die Tiefe eines Gesprächs mit der Skalierbarkeit digitaler Datenerhebung und KI-gestützter Analyse“.

„Viele Transformationen werden mit sehr guten Daten gesteuert und trotzdem mit unvollständigem Verständnis. Das Management weiß, ob ein Meilenstein erreicht wurde, aber oft nicht, warum eine Maßnahme in einem Bereich funktioniert und in einem anderen nicht. Genau dieses Wissen machen wir für Entscheidungen zugänglich“, sagt Gründer René Mähr.

Der Ablauf der Datenerhebung

Das Gespräch mit der KI läuft ähnlich ab wie bei einem persönlichen Interview. Sie stellt individuelle Folgefragen und geht auf relevante Themen ein. Anschließend werden u.a. die Gespräche analysiert, Muster identifiziert und die Ergebnisse aufbereitet.

Entscheidend ist, dass qualitative Gespräche heute in einer Größenordnung geführt und ausgewertet werden können, die bisher wirtschaftlich kaum möglich war. So wird das Wissen hunderter oder tausender Menschen zu einer nutzbaren Entscheidungsgrundlage“, erklärt Mitgründer Simon Rutar. Die Gespräche können mündlich oder schriftlich in über 70 Sprachen geführt werden. Dabei sei es möglich, neben Mitarbeiter:innen auch Kund:innen, Partner, Lieferanten etc. zu befragen.

Vom Lagebild bis zu Veränderungsprogrammen

Der Einsatzbereich von „Transformation Intelligence“ ist dabei breit gefächert. Die KI kann zu Beginn einer Transformation ein Lagebild erstellen oder Veränderungsprogramme über mehrere Monate begleiten. Dabei kann gezeigt werden, wie sich Wahrnehmungen verändern, ob Maßnahmen wirken und wo neue Herausforderungen entstehen. So werde z.B. sichtbar, dass ein System technisch erfolgreich eingeführt wurde, die Mitarbeitenden aber die neuen Prozesse nicht verstehen. Laut Synfia Labs soll ihre KI „nicht mehr Feedback erzeugen. Sie soll bessere Entscheidungen ermöglichen“.

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