09.09.2025
PAKETZUSTELLUNG

myflexbox und DPD bauen Partnerschaft aus

Das als Corporate-Startup der Salzburg AG gestartete Unternehmen myflexbox betreibt mittlerweile 660 Paketbox-Standorte in Österreich. DPD sichert sich in einer Erweiterung der Kooperation fast ein Viertel der Fächer.
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DPD-Österreich-Geschäftsführer Rainer Schwarz und myflexbox-CEO Jonathan Grothaus | © myflexbox / Lukas Mühlleitner
DPD-Österreich-Geschäftsführer Rainer Schwarz und myflexbox-CEO Jonathan Grothaus | © myflexbox / Lukas Mühlleitner

Die Österreichische Post, FedEx, UPS, DHL, GLS und DPD – die großen Namen in der Paketzustellung in Österreich sind alle unter den Logistikpartnern von myflexbox angeführt. Als Corporate-Startup der Salzburg AG gestartet und seit einer 75-Millionen-Euro-Kapitalrunde im Jahr 2023 im Mehrheitsbesitz eines Investorenkonsortiums, betreibt das Unternehmen mittlerweile fast 1.400 Paketstationen in Deutschland und Österreich. Damit ist das Last-Mile-Angebot natürlich für alle großen Player relevant.

Fast ein Viertel der myflexbox-Fächer nun exklusiv für DPD

Ein besonders großes Stück vom Kuchen sicherte sich nun DPD zu. Österreichs führender privater Paketdienst (laut Branchenradar aus dem Februar 2025) mietet nun ca. 9.000 Fächer in den 660 myflexbox-Paketstationen in Österreich dauerhaft. Das entspricht fast einem Viertel aller hierzulande verfügbaren Fächer. Insgesamt hat DPD damit österreichweit laut eigenen Angaben 3.200 Pickup-Standorte.

„Wichtiger Partner, der unsere Expansion im Bereich Out-of-Home maßgeblich unterstützt“

„Myflexbox ist für uns in diesem Zusammenhang ein wichtiger Partner, der unsere Expansion im Bereich Out-of-Home maßgeblich unterstützt und die wachsenden Anforderungen im Markt bestens abdecken kann“, kommentiert DPD-Österreich-Geschäftsführer Rainer Schwarz in einer Aussendung. Die Partnerschaft per se ist dabei nicht neu. „DPD war unser erster Paketdienst am österreichischen Markt“, betont myflexbox-CEO Jonathan Grothaus.

Gemeinsames Branding

Die Paketstationen werden im Zuge der Partnerschaft gemeinsam gebrandet, wie es etwa auch in der Kooperation mit der Österreichischen Post der Fall ist. Zudem können Empfänger:innen in der myDPD-App eine myflexbox als präferierte Paketstation definieren und ihre Sendungen direkt dorthin zustellen lassen.

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Beyond Gravity Austria, verdoppelt seine Produktionsfläche in Berndorf (Niederösterreich). © Beyond Gravity, Martin Steiger

Der globale Space-Sektor verzeichnet starkes Wachstum und die heimische Industrie profitiert. Der Weltraumzulieferer Beyond Gravity Austria, reagiert auf die steigende internationale Nachfrage mit einem Kapazitätsausbau am Standort Berndorf (Bezirk Baden). Der Österreichische Arm des internationalen Unternehmen mit Sitz in Zürich ist bereits am Ariane-6-Programm beteiligt, das Amazon-Internetsatelliten ins All bringt.

Verdoppelte Fläche, neuer Maschinenpark

Für insgesamt 4,5 Millionen Euro wird ausgebaut.Beyond Gravity mietet eine Nachbarhalle der Berndorf AG und verdoppelt die eigene Produktionsfläche auf rund 5.000 Quadratmeter, inklusive neuem Maschinenpark. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2027 geplant. Bis dahin soll in Berndorf laut Unternehmensangaben der größte Weltraum-Reinraum Österreichs entstehen.

Fertigung von Steuermechanismen kommt nach Berndorf

Bisher lag der Fokus des Standorts auf Thermalisolation für Satelliten und Trägerraketen. Künftig wird dort auch die Serienfertigung von Steuermechanismen für elektrische Triebwerke von Telekommunikationssatelliten angesiedelt. Geschäftsführer Wolfgang Pawlinetz erklärt: „Wir haben im vergangenen Jahr einen bedeutenden Auftrag erhalten, um Steuermechanismen für elektrische Triebwerke von Telekommunikationssatelliten zu bauen.“

Kleinere Serien sollen weiterhin im 2024 eröffneten Wiener Reinraum gefertigt werden. Entwicklung und Design verbleiben am Hauptsitz in Wien-Meidling.

50 neue Jobs, 20 Prozent Wachstum

Aktuell beschäftigt Beyond Gravity Austria in Berndorf rund 30 Personen. Mit dem Ausbau sollen in den nächsten drei Jahren 50 neue Industriearbeitsplätze entstehen. „Wir wachsen in den nächsten drei Jahren um mehr als 20 Prozent“, so Pawlinetz und Co-Geschäftsführer Kurt Kober. Insgesamt beschäftigt Beyond Gravity Austria rund 250 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von rund 57 Millionen Euro.

Weltraumminister Peter Hanke unterstreicht die strategische Bedeutung: „Die Raumfahrtindustrie zählt zu den am stärksten wachsenden heimischen Wirtschaftssektoren.“ Hanke erhöhte zuletzt den österreichischen ESA-Beitrag von 260 auf 340 Millionen Euro.

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