10.03.2020

my beauty LINE: Schönheitsdrink, der nicht für alle geeignet ist

Mit "my beauty LINE" wird in der Puls4-Gründershow "2 Minuten 2 Millionen" ein "Schöhnheitsdrink" präsentiert, der für Diabetiker, Jugendliche und Menschen mit bestimmten Nahrungsmittelintoleranzen ungeeignet ist.
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my beauty LINE: Der fertige Shake
(c) my beauty LINE

In Folge 6 der aktuellen Folge der Puls4-Gründershow „2 Minuten 2 Millionen“ ist unter anderem Sabine Pittner mit ihrem Startup „my beauty LINE“ zu Gast. Bei dem Produkt handelt es sich um eine Ersatz-Mahlzeit in Form eines Shakes. In den FAQ des Startups wird my beauty LINE als eine „Schönheitsmahlzeit“ bezeichnet, die „gleichzeitig alle Nährstoffe einer gesunden Mahlzeit und bioaktives Kollagen zur Faltenreduktion und Hautstraffung enthält“.

my beauty LINE-Shake unterstützt beim Abnehmen

Weiters heißt es dort, dass der Shake „bioaktives Kollagen“ enthält und „das Bindegewebe von innen heraus aufbaut“. So sollen Fältchen reduziert, die Haut gestrafft und Cellulite gemildert werden. „Außerdem enthält der my beauty LINE Shake nur wenige Kalorien und trotzdem alle Nährstoffe, die in einer gesunden Mahlzeit enthalten sein müssen“, heißt es weiters auf der Website zum Produkt.

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Dementsprechend soll der Schönheitsdrink auch beim Abnehmen unterstützen, wenn täglich zwei Shakes anstatt einer Hauptmahlzeit eingenommen werden. Zusätzlich soll man auf Zwischenmahlzeiten verzichten und nur eine weitere Mahlzeit pro Tag essen. Bis zu zehn Kilo, beziehungsweise bis zu einen Kilo pro Woche kann man dadurch abnehmen, heißt es in den FAQs der Website.

Es wird aber auch darauf verwiesen, dass man sich für eine kontrollierte Gewichtsreduktion an eine Arzt oder eine Ärztin, beziehungsweise eine Diätologin oder eine Diätologin wenden sollte.

Bessere Haut nach acht Wochen dank Schönheitsdrink

Eine Reduktion der Fältchen und eine straffere Haut sollen die Kundinnen und Kunden wiederum nach acht Wochen spüren. Für die Verbesserung von Cellulite soll der Shake zwölf Wochen lang täglich eingenommen werden.

Generell enthält der Shake alle Bestandteile einer gesunden Mahlzeit, heißt es außerdem – weshalb der Drink auch über diese Dauer hinaus eingenommen werden kann.

Nicht geeignet für Diabetiker und Menschen mit Intoleranzen

Generell wird der Shake mit Milch oder auch Joghurt zubereitet. Auch eine Zubereitung mit Sojamilch oder mit Wasser ist möglich – wobei das Produkt bei Zubereitung mit Wasser nicht mehr als vollwertige Mahlzeit, sondern nur noch als Schönheitsdrink verwendet wird. Auch bei Laktoseintoleranz kann der Drink eingenommen werden, wenn dafür laktosefreie Milch, beziehungsweise lakotosefreies Joghurt verwendet wird, heißt es auf der Website.

Gesundheitliche Einschränkungen gibt es in den FAQ aber dennoch: „Der my beauty LINE Shake kann leider nicht bei Fruktoseintoleranz verwendet werden“, heißt es dort.

(c) Screenshot aus den FAQ von my beauty LINE

 

Das Gleiche gilt für Menschen mit Glutenunverträglichkeit und Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen.

(c) Screenshot aus den FAQ von my beauty LINE
(c) Screenshot aus den FAQ von my beauty LINE

Auch für Diabetiker ist der Shake nicht geeignet.

(c) Screenshot aus den FAQ von my beauty LINE

 

Nicht geeignet für Jugendliche, Einschränkungen für Schwangere

Der my beauty LINE Shake ist schließlich nicht als Ersatz für eine Mahlzeit während der Schwangerschaft und Stillzeit geeignet, kann aber sehr wohl als Schönheitsdrink für Zwischendurch verwendet werden.

(c) Screenshot aus den FAQ von my beauty LINE

 

Abschließend heißt es zudem noch, dass der Shake nicht für Jugendliche unter 18 Jahren geeignet ist.

my beauty LINE
(c) Screenshot aus den FAQ von my beauty LINE

Preise und Verfügbarkeit von my beauty LINE

Zu den Preisen für die einzelnen Shakes war zu Redaktionsschluss noch nichts bekannt. Auch der entsprechende Online-Shop war am 10. März nachmittags noch offline. Hier heißt es lediglich, dass man die Produkte ab 10. März 2020 um 21:40 bestellen kann – pünktlich zu Ausstrahlung von „2 Minuten 2 Millionen“ also.

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Junior Developer
(c) True Agency via Unsplash

„Wer glaubt, mit Künstlicher Intelligenz ließen sich Einstiegspositionen einfach streichen, verwechselt das Werkzeug mit der Person, die es sinnvoll einsetzt“, warnt André Holhozinskyj, CEO der europäischen Cloudflight Group. Die Warnung des Branchenexperten stützt sich auf eine aktuelle Befragung, die das Unternehmen durchgeführt hat. Unter den 1.119 Teilnehmenden – mehrheitlich Studierende und Berufseinsteiger:innen aus Deutschland, Österreich und Rumänien – zeigt sich eine weite Verbreitung, aber auch eine spürbare Reglementierung von KI-Tools im Arbeitsalltag.

Während 99 Prozent der befragten Nachwuchskräfte angeben, KI-Werkzeuge regelmäßig zu nutzen, stoßen sie in der Praxis häufig an organisatorische Grenzen. Rund zwei Drittel der Befragten berichten von Einschränkungen bei der Nutzung, die überwiegend organisatorischer Natur sind. Als Haupthindernis nennen 46 Prozent regulatorische Vorgaben wie Richtlinien von Schulen, Universitäten oder Unternehmen. Weit dahinter folgen Kosten und Lizenzgebühren mit 24 Prozent sowie ethische, rechtliche und datenschutzrechtliche Bedenken mit 23 Prozent. Mangelndes Interesse spielt mit nur zwei Prozent praktisch keine Rolle.

Risiko durch Schatten-IT und Compliance-Verstöße

Die restriktive Haltung in vielen Organisationen birgt nach Einschätzung der Studienautor:innen jedoch Risiken: Wird die Nutzung im Unternehmen untersagt oder komplett eingeschränkt, weichen Mitarbeiter:innen häufig auf private Geräte und nicht freigegebene Consumer-Tools aus – ohne Wissen oder Zustimmung der IT-Abteilung.

Gernot Molin, CTO der Cloudflight Group, warnt vor den unmittelbaren Gefahren für die Datensicherheit: „Tools wie ChatGPT, Gemini oder Claude sind nicht für Unternehmenssicherheit oder Compliance konzipiert, sondern für einfachen Zugang, und das schafft unmittelbare Risiken.“ So könnten etwa proprietäre Algorithmen durch das Einfügen von Code-Schnipseln abfließen, oder Entwickler:innen könnten unbeabsichtigt Kundendaten bei der Analyse von Log-Dateien offenlegen. Unternehmen, die an Richtlinien wie DSGVO, HIPAA oder SOC 2 gebunden sind, riskieren laut Molin bei der Verwendung nicht autorisierter Dienste empfindliche Verstöße. Er plädiert daher für eine kontrollierte Freigabe von KI-Werkzeugen, die direkt in bestehende Entwicklungsumgebungen integriert und durch Sicherheitskontrollen sowie Audit-Trails abgesichert sind.

Vielseitige Nutzung abseits von reinem Code

Die Befragung räumt zudem mit dem Vorurteil auf, KI diene primär dem Schreiben von neuem Programmcode. Der Einsatz zur reinen Code-Generierung liegt bei 18 Prozent und ist damit fast gleichauf mit dem Debugging und Code-Reviews (19 Prozent), administrativen und organisatorischen Aufgaben wie Recherche (19 Prozent) sowie der Code-Optimierung (17 Prozent). Dokumentation (12 Prozent) und Testautomatisierung (10 Prozent) folgen mit etwas Abstand.

Den größten Nutzen sehen die Befragten in der Entlastung bei Routinearbeiten. Fast jede:r Zweite (48 Prozent) nutzt KI vor allem zur Bewältigung repetitiver, zeitaufwändiger Aufgaben wie dem Erstellen von Boilerplate-Code oder dem automatisierten Organisieren von Daten. Ziel sei es, so heißt es aus den offenen Antworten der Teilnehmenden, sich dank der KI auf die interessanten Teile der Arbeit konzentrieren zu können. Zudem schätzen 42 Prozent die Tools als eine Art rund um die Uhr verfügbaren Tutor, der komplexe Konzepte erklären kann. Dieser Effekt könnte nach Einschätzung der Studienautoren vor allem in Regionen mit schwächerer Bildungsinfrastruktur den Zugang zu hochwertiger Programmierausbildung demokratisieren.

Zukunftssorgen und die Rolle der Nachwuchskräfte

Trotz der intensiven Nutzung blickt die junge Generation keineswegs sorgenfrei in die Zukunft. Lediglich 12 Prozent der Befragten geben an, keinerlei Sorge hinsichtlich der Auswirkungen von KI auf ihre eigene Karriere zu haben. Die überwiegende Mehrheit von 88 Prozent äußert leichte bis extreme Besorgnis. Neben der allgemeinen Karriereentwicklung sorgt sich ein Teil der Entwickler:innen auch um den eigenen Lernfortschritt: Es besteht die Befürchtung, durch eine zu starke Abhängigkeit von der KI das eigene Weiterkommen zu bremsen und durch die automatisierten Lösungen „dümmer“ zu werden. Viele wünschen sich daher Erklärungen anstelle von fertigen Antworten.

Für Cloudflight-CEO Holhozinskyj zeigt die Untersuchung, dass Unternehmen umdenken müssen. Künstliche Intelligenz müsse wie eine „virtuelle Mitarbeiterin“ verstanden werden, die ein geregeltes Onboarding benötigt. Wer Juniorstellen aus Gründen der kurzfristigen Kostenersparnis streicht, begehe laut Holhozinskyj einen strategischen Fehler: „Urteilsvermögen entsteht nicht am Reißbrett, sondern über Jahre praktischer Erfahrung, auch aus eigenen Fehlern, und genau diese Erfahrung bauen Unternehmen gerade systematisch ab, wenn sie ihre Juniorstellen kürzen.“ Langfristig drohe den Unternehmen dadurch der Verlust der „Senior-Kompetenz von morgen“ an die Konkurrenz, was sich schnell zum mittelfristigen Wettbewerbsnachteil entwickeln könne.

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my beauty LINE: Schönheitsdrink, der nicht für alle geeignet ist

  • In Folge 6 der aktuellen Folge der Puls4-Gründershow „2 Minuten 2 Millionen“ ist unter anderem Sabine Pittner mit ihrem Startup „my beauty LINE“ zu Gast.
  • Bei dem Produkt handelt es sich um eine Ersatz-Mahlzeit in Form eines Shakes.
  • In den FAQ des Startups wird my beauty LINE als eine „Schönheitsmahlzeit“ bezeichnet, die „gleichzeitig alle Nährstoffe einer gesunden Mahlzeit und bioaktives Kollagen zur Faltenreduktion und Hautstraffung enthält“.
  • Für die Verbesserung von Cellulite soll der Shake zwölf Wochen lang täglich eingenommen werden.
  • Der my beauty LINE Shake ist nicht als Ersatz für eine Mahlzeit während der Schwangerschaft und Stillzeit geeignet, kann aber sehr wohl als Schönheitsdrink für Zwischendurch verwendet werden.
  • Für Diabetiker, Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen und Menschen mit bestimmten Nahrungsmittelintoleranzen ist der Shake ungeeignet, heißt es weiter in den FAQ.
  • Abschließend heißt es zudem noch, dass der Shake nicht für Jugendliche unter 18 Jahren geeignet ist.

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