24.10.2025
KOOPERATION

Mut zur Zukunft: Wie die WKÖ mit der BOLD Community und der Innovation Map Österreichs Innovationskraft stärkt

Die BOLD Community und die Innovation Map der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zeigen, wie gemeinsames Denken und Handeln über Grenzen hinweg den Wirtschaftsstandort Österreich zukunftsfit machen.
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Réka Artner (Head of BOLD Community) und Florian Moosbeckhofer (Abteilungsleiter Innovation & Digitalisierung der WKÖ
Réka Artner (Head of BOLD Community) und Florian Moosbeckhofer (Abteilungsleiter Innovation & Digitalisierung der WKÖ) | © WKÖ

Österreich gilt laut European Innovation Scoreboard 2025 als „strong innovator“. Doch in einer Welt, in der Technologien, Märkte und Talente zunehmend global vernetzt sind, reicht es nicht, nur stark zu sein. Man muss zunehmend auch sichtbar sein. 

Genau hier setzt die BOLD Community, eine Initiative der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), an. Ihr Ziel: Zukunftsgestalter:innen weltweit miteinander und mit Österreich zu vernetzen, um Innovation über Grenzen hinweg zu ermöglichen. „Innovation entsteht nicht isoliert im Labor“, sagt Réka Artner, Head of BOLD Community, im Interview mit brutkasten. “Innovation braucht den Blick über den Tellerrand, Inspiration und neue Impulse. In einer zunehmend vernetzten und schnelllebigen Welt, in der Herausforderungen immer komplexer werden, sind internationale und interdisziplinäre Antworten entscheidend”. Denn innovative Ideen würden da entstehen, wo “Menschen zusammenkommen, gemeinsam an morgen denken und mutige Ideen entwickeln – und diese dann auch umsetzen”, so Artner. 

Unerwartete Verbindungen

Der Name BOLD wurde ganz bewusst für die Community gewählt“, erklärt Artner. „Denn wir sind überzeugt: Es braucht genau diesen Mut, um in die Zukunft zu gehen.“

Dieses Mindset zieht sich durch alle Aktivitäten der BOLD Community – von internationalen Events bis hin zu gezielten Matchmaking-Formaten, die Kooperationen ermöglichen. Ein Paradebeispiel ist „The BOLD Experience“. Das Innovationsfestival in Wien feiert am 5. November seine Premiere. Dort treffen österreichische und internationale „BOLD Minds“ aufeinander, um gemeinsam Ideen, Projekte und Perspektiven weiterzudenken.

„Wir nennen das manufactured serendipity“, erklärt Artner. „Das ist für uns eine Strategie, um gezielt eine Umgebung zu schaffen, die unerwartete Verbindungen und neue Ideen fördert. Dabei verlassen wir uns nicht auf Zufall.“ Das sei nämlich die Essenz der BOLD Community: “Die Überzeugung, dass Innovation an der Schnittstelle von Kulturen, Branchen und Disziplinen entsteht”.

Gemeinsame Gestaltung der Zukunft

Während die BOLD Community Menschen verbindet, liefert die Innovation Map der WKÖ den inhaltlichen Kompass. Sie wurde von der Abteilung “Innovation & Digitalisierung” gemeinsam mit über 50 nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen und Universitäten entwickelt.

„Die Innovation Map ist ein Radar für 105 Zukunftstechnologien“, erklärt Florian Moosbeckhofer, Abteilungsleiter Innovation & Digitalisierung der WKÖ. „Sie ist im Rahmen eines Open-Innovation-Prozesses entstanden und bietet Unternehmen Orientierung, Inspiration und konkrete Handlungsfelder.“

Die Innovation Map zeigt, wie Technologien wirtschaftliche, soziale und ökologische Herausforderungen adressieren können – von der Kreislaufwirtschaft über KI bis hin zu erneuerbaren Energien. „Unser Ziel ist es, Lust auf Zukunft zu machen und zu zeigen, wie Technologien und Innovationen einen positiven Beitrag zur Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft leisten können“, so Moosbeckhofer. “Als Plattform für Entdeckung, Orientierung und Inspiration unterstützt die Innovation Map Unternehmen dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, zukunftsfähige Strategien zu entwickeln und den Wirtschaftsstandort Österreich nachhaltig zu fördern”.

Die neue Version der Innovation Map, die am 5. November bei “The BOLD Experience” vorgestellt wird, enthält erstmals einen KI-Assistenten, der Nutzer:innen hilft, relevante Technologien für die eigene Branche zu identifizieren.

Zukunft ist kein Zufall

Innovation ist für Moosbeckhofer nicht nur eine Frage der Technologie, sondern vor allem eine Frage des Mindsets. „Uns geht es stark darum, diese Haltung aufzubrechen, dass alles den Bach runtergeht und die Zukunft schon vorbestimmt ist“, sagt er. 

Dieses Denken prägt sowohl die Arbeit der WKÖ als auch das Selbstverständnis der BOLD Community: „Zukunft ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gemeinsamer Gestaltung. Wer Neues wagen will, braucht das richtige Umfeld und den Mut, loszulegen“, so Moosbeckhofer.

Interdisziplinarität und Internationalität

Beide Initiativen – die BOLD Community und die Innovation Map – basieren auf einem gemeinsamen Prinzip: Interdisziplinarität und Internationalität. Österreich dürfe sich auf seinem Innovationsstatus nicht ausruhen. „Wir müssen täglich daran arbeiten, dass Österreich als Wirtschafts- und Innovationsstandort sichtbar bleibt und global wettbewerbsfähig ist. Internationaler und interdisziplinärer Austausch schaffen neue Ideen, Synergien und Perspektiven – und genau das beschleunigt Innovation”, so Moosbeckhofer.

Die WKÖ schafft mit diesen Projekten Räume – physisch, digital und gedanklich -, in denen Zusammenarbeit über Branchen hinweg möglich wird. „Ein echter Innovationsraum lebt von Vertrauen, Offenheit und gemeinsamer Zielorientierung. So entstehen Kooperationen, in denen Ideen nicht nur geteilt, sondern gemeinsam weiterentwickelt und umgesetzt werden“, sagt Moosbeckhofer. „Manchmal braucht es auch einen kleinen Anstoß, um über die eigenen Grenzen hinauszugehen – genau dafür bieten die BOLD Community als Netzwerk und die Innovation Map als Tool den richtigen Rahmen.“

Mehr Sichtbarkeit

Mit der BOLD Community und der Innovation Map entsteht ein wachsendes Innovationsökosystem, das Österreich international auf die Innovationslandkarte setzt und Unternehmen neue Chancen eröffnet.

„Jede:r kann Teil davon werden“, sagt Artner. Über die digitale Plattform kann man sich vernetzen, auf exklusive Inhalte zugreifen und bei Events wie der “The BOLD Experience” direkt in den Austausch gehen. “Zusammenschließen, Matches finden, kollabieren“, sagt sie abschließend. Jetzt der Community beitreten!


Werde jetzt Teil der BOLD Community!

Die BOLD Community ist eine Innovationsinitiative der Wirtschaftskammer Österreich. Sie vernetzt Zukunftsgestalter:innen weltweit mit österreichischen Unternehmen, um Innovation zu fördern und Österreich als führenden Innovationsstandort zu positionieren.


Disclaimer: Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer Medienkooperation mit der BOLD Community. Beim Innovationsfestival The BOLD Experience wird brutkasten den „Innovator of the Year 2025“-Award vergeben (mehr Infos hier).









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Isabell Claus, Ashley Zvaniashvili, Eva Reder (v. l.) | (c) xchannels.ai

Das Wiener KI-Startup xchannels.ai setzt seinen internationalen Expansionskurs fort. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, geht es eine strategische Partnerschaft mit der im Silicon Valley ansässigen Marketingagentur GrowthMasters.io ein. Für das von Isabell Claus und Ashley Zvaniashvili geführte Startup ist die Kooperation der nächste Schritt seiner internationalen Wachstumsstrategie. „Die Präsenz im Silicon Valley ist für uns keine symbolische Geste, sondern essentieller Teil unserer Strategie“, sagt Ashley Zvaniashvili, Co-Geschäftsführerin von xchannels.ai.

Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht der Wissenstransfer zwischen dem Silicon Valley und Europa. Xchannels.ai will die lokale Marktkenntnis und das Netzwerk von GrowthMasters.io nutzen, um neue Entwicklungen rund um KI, digitales Marketing und AI Visibility direkt im US-Markt aufzugreifen. AI Visibility bezeichnet die Sichtbarkeit von Unternehmen in KI-gestützten Such- und Antwortsystemen wie ChatGPT.

„Im Silicon Valley entstehen nahezu alle Trends, die später weltweit Marketingstrategien und digitale Geschäftsmodelle bestimmen. Europäische Unternehmen – insbesondere KMU – haben häufig erst mit starker Verzögerung Zugang zu diesem Wissen“, sagt Co-Geschäftsführerin Isabell Claus. Die gewonnenen Erkenntnisse aus den USA will xchannels.ai in konkrete Marketinglösungen übersetzen, die die europäischen Kunden nutzen können.

US-Marketingagentur mit österreichischen Wurzeln

Mit GrowthMasters.io holt sich xchannels.ai einen Partner an Bord, der bereits seit mehreren Jahren im US-amerikanischen Marketingmarkt tätig ist. Die Agentur wurde von der Oberösterreicherin Eva Reder gegründet und ist auf LinkedIn-Content, digitales Marketing und bezahlte Werbekampagnen spezialisiert.

Der Kontakt zwischen den beiden Unternehmen entstand durch ein anderes österreichisches Startup. GrowthMasters.io sei auf der Suche nach einer technischen Lösung gewesen, wie sie xchannels.ai anbietet, erklärt Claus. Die Zusammenarbeit soll dabei in beide Richtungen funktionieren: Während GrowthMasters.io seine Erfahrung und sein Netzwerk im US-Markt einbringt, stellt xchannels.ai seine KI-basierte Marketingplattform zur Verfügung. Diese unterstützt Unternehmen dabei, Marketinginhalte automatisiert zu erstellen und über verschiedene digitale Kanäle zu verbreiten. GrowthMasters.io will die Plattform künftig auch für seine eigenen Kunden in den USA einsetzen.

Erste US-Kunden über GrowthMasters.io erwartet

Die Partnerschaft markiert laut Claus erst den Beginn der US-Expansion. Das Startup, dass in Kürze erste Bestandskunden von GrowthMasters.io auch die Plattform von xchannels.ai nutzen werden.

Darüber hinaus plant das Unternehmen noch vor Jahresende eine Reise in die USA, um potenzielle Geschäftspartner zu treffen, die eigene Plattform vorzustellen und sein Netzwerk weiter auszubauen. Neben dem Silicon Valley steht dabei auch New York im Fokus. Vor allem die dort stark vertretene Kreativ- und Werbeindustrie mache den Standort für xchannels.ai interessant.

Von acht auf zehn internationale Märkte

Auch in Europa setzt xchannels.ai seinen Wachstumskurs fort. Bereits im August war das Startup nach eigenen Angaben mit rund 50 Unternehmenskunden in acht Ländern aktiv. Mittlerweile zählt das Unternehmen laut Claus 86 Kunden und zehn Mitarbeitende. Die Zahl der internationalen Märkte ist auf zehn gestiegen, zuletzt kamen Lettland und Italien hinzu.

Beim internationalen Wachstum setzt xchannels.ai weiterhin auf strategische Partnerschaften. Unter anderem arbeitet das Startup bereits mit der Deutschen Telekom zusammen. Die nun geschlossene Kooperation mit GrowthMasters.io soll diesen Ansatz auf den amerikanischen Markt ausweiten.

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