11.09.2019

Münchner Startupgeflüster vernetzt Innovatoren auf kreative Weise

Am Donnerstag, 12. September, findet das zweite "Startupgeflüster" statt, als Location steht wieder der Münchner „P1 Club“ zur Verfügung. Dort sollen und werden sich innovative Köpfe auf kreative Weise vernetzen.
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Die Terrasse des P1 ist einer der chilligsten Orte der Stadt. (c) P1
kooperation

Geht man nach dem Erfolg des ersten „Startupgeflüsters“, das am Juni 2019 stattfand, dann geben sich auch am morgigen Donnerstag wieder zumindest 800 Innovatoren die Klinke in die Hand und tauschen sich in betont ungezwungener Atmosphäre aus.

+++Das Startupgeflüster in München geht in die zweite Runde+++

Genau diese Atmosphäre ist bei alledem zentral, denn das Netzwerken von Startups, Corporates und sonstigen Akteuren aus dem näheren und erweiterten Startup-Kosmos soll beim Startupgeflüster nicht zur steifen Pflichtübung werden.

Es soll nämlich womöglich das zusammenwachsen, was im Startup-Umfeld noch getrennt oder nebeneinander ohne Kenntnis voneinander existiert. Gründer treffen im P1 Club (Prinzregentenstraße 1) jedenfalls auf alte Hasen, Keynote-Speaker sollen darüber hinaus Ideen beflügeln und neue Wege aufzeigen, Konzepte oder fix-fertige Geschäftsmodelle können zudem dem kritischen Blick von bereits erfolgreichen Unternehmern und Startup-Kollegen ausgesetzt werden.

Mit Keynotes und Matches

Das Konzept des Abends ist dabei so einfach wie wirkungsvoll: Bereits im Vorfeld werden „Matches“ identifiziert, damit garantiert die richtigen Menschen ins Gespräch kommen. Zuvor dürfen sich die Gäste noch ein wenig zurücklehnen – bei zwei spannenden Keynotes.

Um 20:00 bringen dann 40 Startups, Corporates und Akzeleratoren in kurzen Pitches ihre Produkte, Services und Programme an die Anwesenden. Im Anschluss stehen die „Roundtables“‚ auf dem Programm. Fünf erfolgreiche Unternehmer und Entscheidungsträger von gewichtigen Konzernen treten dann in Austausch mit den Teilnehmern des Abends.

Networking und Party: Der Brutkasten ist mit dabei

Ab 22:15 bleibt im Anschluss noch genügend Zeit zum Networking und Partymachen. Auch der brutkasten wird sich unter das vernetzungs-, plauder- und partyfreudige Startup-Volk mischen.

Es darf davon ausgegangen werden, dass wir dabei wieder, wie beim ersten Event, spannende Eindrücke sammeln können und sich diverse Innovatoren oder Gründer mit ihren Ideen künftig ausführlicher auf unserer Plattform wiederfinden.

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Aus dem Archiv: Das war das erste Startupgeflüster

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Mehrere Menschen lachen für ein Gruppenbild in die Kamera und zeigen sich fröhlich
Das TEB Forum fand am zweiten und dritten Juni in Wien statt. (c) TEB

Die Diagnose steckte schon im Leitthema: „Why Coordination, not Capacity, is CEE’s Real Energy Challenge“. Denn die Akteur:innen, die Netzausbau, Speicherintegration und den Abschied von fossilen Importen gemeinsam lösen müssten, sitzen selten am selben Tisch.

Hier setzt The Energy Bridge an. Die Wiener Plattform will Informationssilos in der CEE-Energiewende aufbrechen und die Partnersuche über Sektorgrenzen hinweg erleichtern, neben dem Forum auch über einen Podcast und AI-gestützte Intelligence-Tools. Die Co-Founder Rahul Mishra und Daniel Schaub eröffneten die zweitägige Konferenz am 2. Juni, die Keynote aus dem Energieressort hielt Karoline Narodoslawsky, Fachkoordinatorin in der Energiesektion des Wirtschaftsministeriums (BMWET), zu Österreich als regionalem Vorbild für die Energiewende.

Zwei Geschwindigkeiten bei Batteriespeichern

Eines der zentralen Ergebnisse: Bei der Bankability von Energiespeichern (BESS) zeichnet sich ein „Two-Speed CEE“ ab. Länder mit Zugang zu Mitteln aus der EU-Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) wie Polen, Bulgarien, Ungarn und Rumänien profitieren von Förderungen und Differenzverträgen (CfDs). Langfristiges Marktwachstum werde jedoch von reifen Merchant-Strukturen jenseits der ersten Subventionsfenster abhängen.

Das TEB Forum 2026 fand im weXelerate in Wien statt | (c) TEB

Thomas Rosenzopf von Enervis Austria präsentierte dazu den Austria BESS Index: Während Day-Ahead-Erlöse in Österreich allein nicht ausreichen, erscheinen Märkte wie Bulgarien und Rumänien aufgrund günstiger Netzgebühren-Strukturen hochgradig investierbar.

Öffentliche Akzeptanz als fehlendes Glied

Für eine der pointiertesten Wortmeldungen sorgte Energieexperte Markus Fischer (NEOS), der öffentliche Akzeptanz als fehlendes Glied zur europäischen Energiesouveränität bezeichnete: Österreich habe enormes Potenzial bei Erneuerbaren, bleibe aber wegen verzögerter Netzgenehmigungen an fossile Importe gebunden. Wer echte Energiesouveränität wolle, müsse faire, transparente und frühzeitige Bürger:innenbeteiligung zur politischen Priorität machen.

Auf der Projektbühne zeigten Startups und Forschungseinrichtungen konkrete Lösungen: von grid-freundlicher Wärmepumpen-Optimierung (Austrian Energy Agency) über fortgeschrittene Netzplanung des AIT bis zu Flexibility-as-a-Service-Ansätzen von Flexa, Podero und CyberGrid rund um Multi-Market Revenue Stacking und Batterieflexibilität.

Rechenzentren, Wärmewende und Ukraine

Tag zwei widmete sich der Wärmewende: Andrea Edelmann (EVN, Green Energy Lab) präsentierte die Alliance for Heating and Cooling, Expert:innen unter anderem von Wien Energie und Energie AG diskutierten den Sprung von Pilotprojekten zur flächendeckenden Umsetzung. Ein eigenes Panel beleuchtete das „Data Centre Dilemma“: Europäische Colocation-Investments sollen bis 2030 die Marke von 100 Milliarden Euro übersteigen, während der Stromverbrauch von Rechenzentren von 1,8 auf 3,4 Prozent des globalen Verbrauchs wächst. Ein Spezialsegment zeigte außerdem Resilienz- und Low-Carbon-Technologien aus der Ukraine.

Rahul Mishra (r.) ist Co-Founder und Community Builder bei The Energy Bridge. (c) TEB

„Koordinationslücke schließen“

TEB-Co-Founder Rahul Mishra zog eine klare Bilanz: „Das Forum hat gezeigt, dass die Energiewende-Herausforderung in CEE kein Mangel an Kapital oder Technologie ist, sondern eine Koordinationslücke. TEB existiert, um diese Lücke zu schließen“, so Mishra. Mit zwei Bühnen, acht Keynotes und 91 Speaker-Auftritten will sich das Forum als zentrale Cross-Sector-Plattform für die Energiewende in der Region etablieren.


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