09.08.2018

Moveeffect: sechsstelliges Investment für Startup aus OÖ

Das Startup Moveeffect erhält mit seiner Motivationsplattform ein sechsstelliges Investment von primeCrowd Angels. Moveeffect soll die Gesundheit und den Gemeinschaftssinn durch Inspiration zu gemeinsamen Aktivitäten in Betrieben verbessern.
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Moveeffect aus Oberösterreich erhält ein sechsstelliges Investment.
2018 erhielt moveeffect ein sechsstelliges Investment. (v.l.n.r.) Georg Pollak, Stefan Kainz, Roman Heinzle, Markus Kainz, Johannes Eichmeyer (c) primeCROWD

Die beiden Gründer von Moveeffect, Roman Heinzle (CEO) und Klaus Raggl (Marketing & Sales), haben sich über das Startup-Investoren-Netzwerk primeCROWD einen sechsstelligen Eurobetrag für ihr weiteres Wachstum gesichert. Vorrangig soll in die Produktweiterentwicklung und die Geschäftskundenakquise investiert werden. Als Investoren konnten Georg Polak (Timeless Soft, Minteraction), Robert Kovar (Privatinvestor) und die Growth Ninjas rund um Stefan Greunz, Johannes Eichmeyer und Stefan Kainz gewonnen werden. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass es sich um ein niedriges sechsstelliges, größtenteils aus Cash bestehendes Investment handelt. Die genaue Höhe wollte man nicht nennen.

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Motivationsplattform soll Belegschaft gesünder machen

„Moveeffect versteht sich als das erste soziale Netzwerk für Bewegungs- und Gesundheitsförderung in Unternehmen“, erklärt Roman Heinzle. „Unsere Motivationsplattform hilft die Krankenstandstage von Mitarbeitern zu senken, das Betriebsklima durch verbesserte interne Kommunikation und gemeinsame sportliche Aktivitäten zu steigern sowie soziales Engagement in Firmen zu fördern.“ Denn das kalorienbasierte Punktesystem belohnt z.B. für jeden gelaufenen Kilometer, jede Yoga-Stunde oder jede andere sportliche Aktivität von Mitarbeitern. Die Plattform hilft beim Definieren persönlicher oder gemeinsamer Gesundheitsziele und inspiriert zu einem nachhaltigen und gesunden Lebensstil. Über den firmeninternen Blog und ein integriertes Terminmanagement entsteht eine Gesundheits-Community mit wertvollen Informationen für die Mitarbeiter. Optional steht es Unternehmen frei, das sportliche Engagement ihrer Mitarbeiter in Punkten zu honorieren, die dann in Unternehmensspenden für einen guten Zweck umgewandelt werden.

Moveeffect bereits von Wiener Stadtwerken und Liebherr in Benutzung

Moveeffect funktioniert auf allen Geräten – Handy, Tablet oder PC – via Web-Interface ohne Installation oder App. Die Aktivitäts-Messung beschränkt sich nicht auf innerbetriebliche Aktivitäten, sondern berücksichtigt auch die Bewegung in der Freizeit und im Urlaub. Zahlreiche Organisationen (z.B. Wiener Stadtwerke, Liebherr, Takeda, Oberösterreichische Gebietskrankenkasse) aus unterschiedlichen Branchen nutzen Moveeffect bereits. Roman Heinzle beschreibt die Vorzüge von Moveeffect: „Mitarbeitern zu einem nachhaltig gesunden Lebensstil zu verhelfen, ist unser oberstes Ziel. Viele Unternehmen bieten zwar punktuelle Angebote zur Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter an, stehen hier aber oft vor großen Herausforderungen, da sie nur von einer Minderheit angenommen werden. Moveeffect animiert zum Mitmachen und senkt die Einstiegsbarrieren. Mit Hilfe von Analyse-Tools kann der Nutzen für Mitarbeiter und Unternehmen messbar gemacht und kontinuierlich optimiert werden.“

Über primeCrowd

primeCrowd ist Österreichs größtes Startup-Investoren-Netzwerk. Das Unternehmen vernetzt Investoren mit ausgewählten Startups und begleitet sie während des gesamten Investitionsprozesses. Ab 10.000 Euro können sich Investoren direkt an Jungunternehmen beteiligen. primeCrowd wurde im Dezember 2015 gegründet und umfasst aktuell über 800 Investoren, die bisher Beteiligungen in der Höhe von über 6 Millionen Euro finanziert haben.

(PA/red)


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DiLT Analytics
© DiLT Analytics

DiLT Analytics hat eine siebenstellige Finanzierungsrunde abgeschlossen. Sie setzt sich aus einem Equity-Investment von Noctua Science Ventures und einer Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) im Rahmen des Programms Seedfinancing – Deep Tech zusammen. Mit dem Geld möchte das 2021 gegründete Spinoff der TU Graz sein Team ausbauen und FaciliMind, seine Software zur automatisierten Fehlerdiagnose in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, zu weiteren Betreibern großer Gebäudeportfolios bringen

DiLT Analytics: „Substanziell wachsen“

Noctua Science Ventures ist ein Wiener Deep-Tech-Fonds und ein Joint Venture von Speedinvest und den Technischen Universitäten Österreichs. Der Fonds investiert gezielt in Ausgründungen, deren Produkt auf langjähriger Forschung beruht.

„Die aws-Förderung ergänzt das Investment und ist auf genau diese Phase zugeschnitten: den Schritt von einer erprobten Technologie zu einem Produkt, das sich über viele Standorte hinweg ausrollen lässt“, heißt es per Aussendung. Um im Sinne des Programms aws Seedfinancing – Deep Tech als Deep Tech zu gelten, muss das Vorhaben auf einer „anspruchsvollen technologischen und wissenschaftlichen Herausforderung“ basieren und einen klaren Technologiesprung gegenüber bestehenden Lösungen oder rein inkrementellen Weiterentwicklungen ermöglichen.

„Mit Noctua Science Ventures haben wir einen Partner gefunden, der beides kennt: die technischen Herausforderungen eines Deep-Tech-Produkts und den Weg in die Kommerzialisierung. Für ein junges Spinoff ist das der Best Case. Dass parallel auch die aws-Förderung zugesagt wurde, bestätigt uns, dass FaciliMind und unser Team auf dem richtigen Weg sind. Jetzt geht es darum, substanziell zu wachsen“, sagt Theresa Kohl, CEO von DiLT Analytics.

Philipp Stangl, Managing Director von Noctua Science Ventures, ergänzt: „Von unseren vielen Gesprächspartnern erhielten wir ein sehr einheitliches Bild zu DiLT: ein glaubwürdiger, technisch differenzierter Ansatz, umgesetzt von einem Team, mit dem Immobilienprofis gerne zusammenarbeiten. Genau diese Kombination aus Forschungsvorsprung und starker Kundenorientierung ist es, wonach wir in der Pre-Seed-Phase suchen.“

2021 gegründet

DiLT Analytics wurde Ende 2021 von Franz Wotawa und Gerald Schweiger als Spinoff des Instituts für Softwaretechnologie der TU Graz gegründet und ging aus der Forschungsgruppe „Intelligent Systems“ hervor. Erstes größeres Projekt war „Inframonitor“, eine herstellerunabhängige IoT-Datenplattform für den Campus Inffeldgasse der TU Graz.

Seither ist DiLT an mehr als 20 Forschungsprojekten mit über 15 Partnern beteiligt, einige davon FFG-gefördert und gemeinsam mit österreichischen und europäischen Universitäten. Die Ergebnisse fließen über den Forschungszweig DiLT Research direkt in die Produktentwicklung. Geführt wird das Unternehmen heute von Theresa Kohl (CEO), Christopher Gray (Business Development & Strategy), Thomas Hirsch (CTO), Reinhard Pertschy (CPO) und Thomas Schwengler (Head of Software).

Die entwickelte Software FaciliMind analysiert Betriebsdaten von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, erkennt dabei versteckte Fehler und Optimierungspotenziale und liefert Technikteams eine nach Dringlichkeit sortierte Maßnahmenliste, so der Claim. Die Software von DiLT Analytics arbeitet herstellerunabhängig und lässt sich über ein einzelnes Gerät an die bestehende Gebäudeleittechnik anbinden. Dank eines knowledgegraphbasierten Softwarestacks soll sie das digitale Abbild komplexer Anlagen weitgehend automatisiert innerhalb weniger Tage statt monatelanger Handarbeit erstellen können. Zielgruppe sind Betreiber großer Gebäudeportfolios, etwa in der öffentlichen Hand, an Flughäfen sowie in Industrie und Gesundheitswesen.

DiLT Analytics erhielt Preise

Zu den Kunden zählen u.a. die Technischen Universitäten Graz und Wien, Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), IG Immobilien Management GmbH und Industriekunden. 2025 wurde DiLT Analytics mit dem DREA Award und dem ÖGUT Umweltpreis ausgezeichnet. Und ist seit September 2026 nach ISO 27001 zertifiziert.

„Wissen über Anlagenbetrieb soll im Unternehmen bleiben“

Neben der Verstärkung des Teams und dem geplanten Rollout möchte DiLT Analytics künftig ein Übersetzungswerkzeug für den BACtwin-Standard als Open Source veröffentlichen und die Diagnose künftig auf weitere Technologien wie Wärmepumpen, Photovoltaik und Batteriespeicher ausweiten

„Ein Gebäudeportfolio überdauert seine Dienstleister und oft auch seine erfahrensten Mitarbeitenden“, sagt Kohl. „Unser Ziel ist, dass das Wissen über den Anlagenbetrieb im Unternehmen bleibt und dass Entscheidungen auf verifizierter Datengrundlage statt auf Bauchgefühl und Erinnerung beruhen.“

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