02.05.2022

MOTION: Das muss man über die Mobilität der Zukunft wissen

Was sind die großen Zukunftsthemen in der Mobilität? Im Video-Magazin MOTION präsentiert der ÖAMTC spannende Fakten und Usecases.
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MOTION - ÖAMTC-Innovationsmanagerin Martina Tagunoff moderiert das Magazin
ÖAMTC-Innovationsmanagerin Martina Tagunoff moderiert das Magazin MOTION | (c) ÖAMTC
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Container-Schiffe mit Segeln, CO2-neutrale Flugzeuge und das gute alte Fahrrad. Oder Meetings im Metaverse und 5G-Konnektivität. Oder vielleicht sogar autonome Raumschiffe? Das alles sind nicht unbedingt Themen, mit denen man den ÖAMTC primär assoziiert. Doch der Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touring Club – dafür steht die Abkürzung – sieht sich längst als Mobilitätsclub und hat somit einen umfassenden Ansatz. Eine zentrale Rolle spielt dabei auch die Beschäftigung mit der Zukunft der Mobilität. Unter anderem um die oben genannten Beispiele geht es in den ersten drei Folgen des ÖAMTC-Innovationsmagazins MOTION -> hier ansehen

„Mit MOTION wollen wir ein breites Publikum begeistern“

„Als größter Mobilitätsclub Österreichs beschäftigen wir uns laufend mit innovativen und nachhaltigen Lösungen. Mit MOTION wollen wir ein breites Publikum dafür begeistern“, erklärt ÖAMTC-Innovationsmanagerin Martina Tagunoff, die die Sendung auch moderiert, gegenüber dem brutkasten. Wert wird dabei auf eine sehr breite und unvoreingenommene Betrachtung der Themen in kurzweiligen Beiträgen gelegt. Zu Wort kommen dabei auch Expert:innen aus Wissenschaft und Wirtschaft ebenso wie Verbraucher:innen.

Martina Tagunoff bei den Dreharbeiten zu MOTION
Martina Tagunoff bei den Dreharbeiten zu MOTION | (c) ÖAMTC

So setzt der ÖAMTC 5G, E-Bikes und Co ein

Und natürlich wird auch gezeigt, wie der Mobilitätsclub selbst Innovationen in den behandelten Bereichen nutzt. So wird in der ersten Folge, die sich mit autonomer Mobilität beschäftigt, etwa auch das niederösterreichische Flugtaxi-Startup Apeleon gezeigt, mit dem der ÖAMTC seit einer Startup-Challenge 2017 erfolgreich kooperiert. In der zweiten Folge zum Thema Vernetzte Mobilität geht es auch um die 5G-Anlage im größten Fahrsicherheitszentrum Österreichs in Teesdorf, mit der Connectivity-Technologien getestet werden. Und in der dritten Folge zum Thema Nachhaltige Mobilität geht es unter anderem um nachhaltigen Treibstoff für die ÖAMTC-Flugrettung und den Einsatz von E-Bikes in der Pannenhilfe in Wien. Und es wird verraten, warum eine Fahrt mit dem Fahrrad sogar nachhaltiger sein kann, als zu Fuß zu gehen.

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18.09.2026

Strom gegen Muskelschwund: Warum die ESA auf der ISS einen Tiroler EMS-Anzug testet

Wer monatelang in der Schwerelosigkeit lebt, verliert Muskeln und Knochenmasse. ESA-Astronautin Sophie Adenot hat auf der Internationalen Raumstation getestet, ob elektrische Muskelstimulation das tägliche Pflichttraining verbessern kann. Der Anzug dafür kommt von EasyMotionSkin mit Zentrale in Reith bei Seefeld.
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Wer monatelang in der Schwerelosigkeit lebt, verliert Muskeln und Knochenmasse. ESA-Astronautin Sophie Adenot hat auf der Internationalen Raumstation getestet, ob elektrische Muskelstimulation das tägliche Pflichttraining verbessern kann. Der Anzug dafür kommt von EasyMotionSkin mit Zentrale in Reith bei Seefeld.
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© ESA/NASA

Astronaut:innen trainieren auf der Internationalen Raumstation (ISS) täglich bis zu zweieinhalb Stunden, um dem Abbau von Muskeln und Knochen in der Schwerelosigkeit entgegenzuwirken: Laufband, Ergometer und ein eigens entwickeltes Widerstandsgerät gehören zum Pflichtprogramm. Ob elektrische Muskelstimulation (EMS) dieses Training wirksamer machen kann, untersucht das Experiment „EasyMotion-2″ der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Charité Berlin. Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot trägt dafür einen Trainingsanzug von EasyMotionSkin, einem Unternehmen mit operativer Zentrale in Reith bei Seefeld in Tirol.

Sechs Wochen Training mit Elektroden

Adenot hat am 17. Juli 2026 im Rahmen ihrer Langzeitmission „εpsilon“ begonnen, mit dem Anzug auf der ISS zu trainieren. Das war der Startschuss für ein sechswöchiges Programm zur Stärkung ihrer Skelettmuskulatur. Der Anzug gibt über integrierte Elektroden niederfrequente Impulse an die Muskulatur ab und soll so den Trainingseffekt der regulären Einheiten erhöhen. Für den Einsatz im All wurde das System von der OHB System AG angepasst und qualifiziert. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Dieter Blottner vom Zentrum für Weltraummedizin und Extreme Umwelten der Charité, das Europäische Astronautenzentrum (EAC) der ESA unterstützt das Experiment.

Das Ziel reicht über die ISS hinaus: Die Daten sollen laut DLR dazu beitragen, EMS-Training fest in den Alltag von Astronaut:innen zu integrieren und damit künftige Reisen zum Mars sicherer zu machen. Eine solche Mission würde rund zwei Jahre dauern, wobei die Crew nach etwa neun Monaten Flug in Schwerelosigkeit den Planeten selbstständig betreten und dort arbeiten müsste. Muskelschwund auf dem Hinweg ist dabei eines der zentralen medizinischen Probleme.

Zweiter Anlauf nach Matthias Maurer

Es ist nicht der erste Einsatz des Anzugs im All. Während der ESA-Mission „Cosmic Kiss“ (2021 bis 2022) trainierte der deutsche Astronaut Matthias Maurer bereits mit dem System, brutkasten berichtete damals. „Es ist bemerkenswert zu sehen, welche bedeutenden Fortschritte die Entwicklungsteams seit der ersten Mission bei der Optimierung des Anzugkonzepts für den Einsatz auf der Raumstation erzielt haben. Ich freue mich sehr, dass wir EasyMotion-2 nun gemeinsam mit Sophie Adenot weiterführen können“, sagt Julia Weis, LEO (Anm. Low Earth Orbit) & Suborbital Utilisation Team Leader bei der ESA.

Adenot, Jahrgang 1982, ist Hubschrauberpilotin der französischen Luftwaffe und Luftfahrtingenieurin. Seit November 2022 gehört sie dem Europäischen Astronautenkorps an, ihre Grundausbildung schloss sie im April 2024 ab.

Was auf der Erde davon bleibt

Die Erkenntnisse aus dem All sollen auch in Trainings-, Therapie- und Präventionskonzepte auf der Erde einfließen, von der Rehabilitation bis zur Prävention altersbedingter Veränderungen. Das ist auch die Perspektive von Christian Jäger, dem Tiroler Unternehmer und Investor hinter EasyMotionSkin: „Entscheidend ist für mich aber ebenso der Nutzen auf der Erde: EasyMotionSkin soll Menschen dabei unterstützen, effizient zu trainieren, ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und etwas für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu tun. Die Erkenntnisse aus dem Einsatz unter Extrembedingungen können dazu beitragen, die Technologie weiterzuentwickeln und damit auch vielen Menschen auf der Erde zugutekommen.“

EasyMotionSkin wurde von Dirk Fritzsche gegründet. Jäger, 2023 auch als Investor bei „2 Minuten 2 Millionen“ zu sehen, war zunächst mit einem kleinen Investment eingestiegen, bevor er die Firma gänzlich übernahm. Heute ist EasyMotionSkin nach eigenen Angaben Teil der deutschen milon group.

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