15.02.2023

Motatos: Schwedischer Online-Supermarkt für gerettete Lebensmittel startet in Österreich

Das schwedische E-Commerce-Scaleup Motatos verkauft über seinen Online-Supermarkt Lebensmittel und Konsumgüter, die es nicht in den Einzelhandel schaffen. Die Plattform geht nun in Österreich an den Start.
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Motatos
Dominique Ertl, Landeschefin von Deutschland und Österreich | (c) Motatos

Überproduktion, Verpackungsfehler oder kurzes Mindesthaltbarkeitsdatum. Die Gründe, warum es Lebensmittel oder Konsumgüter nicht in den Supermarkt schaffen sind vielfältig. Alleine in Österreich landen laut WWF jährlich über eine Million Tonnen Lebensmittel im Müll. Abhilfe im Bereich der Lebensmittelverschwendung möchte künftig das schwedische Unternehmen Motatos schaffen, das in Österreich nun mit seinem Online-Supermarkt für gerettete Lebensmittel an den Start geht. Über die Plattform werden Produkte, wie Teigwaren, Snacks oder Getränke, zu reduzierten Preisen angeboten. Der ursprünglich in Schweden gestartete Online-Lebensmittelhändler wirbt damit, dass Konsument:innen auf bekannte Markenprodukte, wie Knorr, Kellogg’s und Coca-Cola, bis zu 60 Prozent sparen können.

Wachstum am europäischen Markt

Für die geretteten Produkte kooperiert Motatos nicht mit dem Einzelhandel, sondern direkt mit den Produzent:innen. Neben seinem Heimatland Schweden ist das E-Commerce-Scaleup mittlerweile in Finnland, Dänemark, Großbritannien und Deutschland vertreten. Österreich ist somit der sechste europäische Markt, den Motatos in Angriff nimmt.

Für das Wachstum hat Motatos seit seiner Gründung laut eigenen Angaben rund 35 Millionen Euro an Kapital von externen Investor:innen erhalten. Die Muttergesellschaft Matsmart in Scandinavia AB wird u.a. von D-Ax, Ingka Group (IKEA), LeadX Capital (Metro Group), Norrsken Foundation und Northzone unterstützt.

Motatos
(c) Motatos

Soft-Launch von Motatos in Österreich

Zum Start erfolgt ein Soft-Launch aus Berlin, den Dominique Ertl, Landeschefin von Deutschland und Österreich, verantwortet. Ein eigenes Büro oder Zentrallager in Österreich gibt es somit noch nicht. Zudem ist mit Alexander Holzknecht als CCO laut Motatos „ein Local“ an Bord, der unter anderem für landestypische Fragen in Österreich zuständig ist.

Sofern der Bedarf ausreicht, möchte Motatos auch in Österreich mit Unternehmen im Bereich der Lebensmittelverschwendung kooperieren. Dazu heißt es vonseiten des Unternehmens: „Damit wir auch die entsprechenden Mengen Lebensmittel umverteilen können, muss sich der Markt erst noch entwickeln. Wir stehen also bei der Kooperation mit Firmen in Österreich bewusst am Anfang“. Derzeit arbeitet das Unternehmen beispielsweise am deutschen Standort mit dem österreichischen Getränkehersteller Rauch zusammen.


Tipp der Redaktion

Mit Jänner 2023 startete die brutkasten-Redaktion einen neuen thematischen Schwerpunkt zum Thema Kreislaufwirtschaft. Im Zentrum stehen Innovationen von Startups, Corporates und Mittelstand, die eine ressourceneffiziente und schadstoffarmen Produktion ermöglichen. Zudem berichten wir über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe rund um eine kreislauforientierte Wirtschaft.

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xchannels.ai
© zVg - Die xchannels.ai-Gründerinnen Ashley Zvaniashvili (li) und Isabell Claus.

Das Startup xchannels.ai möchte die Sichtbarkeit von Marken in KI-Such- und Antwortsystemen wie ChatGPT, Perplexity, Google, Claude und schlicht dort, wo Zielkunden eines Unternehmens aktiv sind, verbessern. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Wien machte daher im April seine entwickelte Plattform allen Unternehmen zugänglich, wie brutkasten berichtete. Nun wurde man in das TechBoost-Programm der Deutschen Telekom aufgenommen.

xchannels.ai: Zugang zum Ökosystem

Das erst kürzlich gegründete Marketing-Tech-Startup will damit von Vertriebs- und Marketing-Support und umfassenden Cloud-Ressourcen profitieren. Die Partnerschaft soll die Skalierung der KI-basierten-Content-Plattform beschleunigen und den Zugang zu Unternehmenskunden aller Branchen ermöglichen. Etwa bei Vertriebskanälen der Telekom, Unterstützung bei der Kundenakquise und Sichtbarkeit – vor allem im großen deutschen Mittelstand. Zusätzlich stellt das Programm im Detail Ressourcen für die „T Cloud Public“ zur Verfügung, die für die Weiterentwicklung in Europa genutzt werden.

Das TechBoost-Team der Telekom hat xchannels.ai nach einem ausführlichen marktseitigen und technischen Auswahlprozess aufgenommen, bei dem technologische Innovation, Skalierungspotenzial und Marktrelevanz bewertet wurden.

„Die Aufnahme in TechBoost ist mehr als nur Support. Sie öffnet den Zugang zu einem etablierten Unternehmens-Ökosystem und ermöglicht direkte Verbindungen zu zahlreichen potenziellen Unternehmenskunden. Für ein KI-Startup wie xchannels.ai, das KI-basierte Marketing-Skalierung demokratisieren will, ist das ein entscheidender Beschleuniger“, sagt Ashley Zvaniashvili, Mitgründerin von xchannels.ai.

Das Use-Case-Problem

Die Partnerschaft setzt an einem konkreten Problem vieler Unternehmen an: Zwar entwickeln zahlreiche Firmen KI-Strategien, doch es fehlen häufig praktische Anwendungen mit messbarem Nutzen. Xchannels.ai möchte daher eine Lösung für die automatisierte Erstellung und Ausspielung von Marketinginhalten über verschiedene Kanäle anbieten. Nach eigenen Angaben konnte das Startup bereits kurz nach der Gründung erste Kunden in mehreren Ländern gewinnen. Durch die Telekom-Infrastruktur und das Vertriebsnetzwerk soll die Technologie nun breiter verfügbar werden.

Schnellerer Zugang zu Unternehmenskunden

„Für xchannels.ai bedeutet die Partnerschaft vor allem eines: schnellerer Zugang zu Unternehmenskunden im DACH-Raum“, sagt Isabell Claus, Mitgründerin von xchannels.ai. „Die Kombination aus Telekom-Reichweite und xchannels.ai-Technologie soll Marketing-Teams speziell in KMUs dabei unterstützen, ihre Content-Distribution zu automatisieren und messbare Sichtbarkeit zu erreichen.“

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