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Angesichts der Klima- und Biodiversitätskrise wird Insektenschutz zum immer größeren Thema. Wenn es jedoch um Stechmücken – auch Gelsen oder Mosquitos genannt – geht, werden auch viele passionierte Naturschützer zu Insektenmördern. Ein besonders effizientes Gelsen-Töter-Gerät will nun das Startup Mosquilla aus dem Ort Kornwestheim, nördlich von Stuttgart im deutschen Baden-Würtemberg, entwickelt haben.
Mosquilla: „Elektrische Insektenklatsche trifft immer“
Die elektrische Insektenklatsche, die via USB aufgeladen wird, „trifft immer“, meint Gründer und Erfinder Blochin Cuius: „Der zum Patent angemeldete, aerodynamische Rahmen kann durch sein abgewinkeltes Profil mit der Klatschfläche glatt auf der Wand oder anderen Oberflächen aufliegen und verschließt somit jeden Fluchtweg. Zudem wird dabei die Luftströmung reduziert und das Insekt merkt erst zu spät, dass sein Ende gekommen ist“.
Mosquilla könne dank seines Designs auch schwer zugängliche Stellen wie Ecken und Kanten sehr leicht erreichen und vollständig abdichten, so der Erfinder weiter. Das Produkt sei „die perfekte Synthese aus deutscher Ingenieurskunst und italienischem Design“.
Stechmücken als Krankheits-Überträger
Der Erfinder führt in einer Aussendung auch die Gefahr ins Treffen, die von verschiedenen Stechmücken-Arten in Sachen Krankheitsübertragung ausgeht. Der Klimawandel begünstige etwa die Ansiedlung der Asiatische Tigermücke, die als mögliche Überträgerin von Krankheiten wie dem Zika-Virus, dem Chikungunya-Virus und dem Dengue-Virus gelte. Auch das ursprünglich aus Afrika stammende West-Nil-Virus, das in Deutschland bereits aufgetreten sei, könne durch Stechmücken auf Tiere, aber auch den Menschen übertragen werden.
Mosquilla soll dementsprechend nicht nur in Europa, sondern unter anderem auch in der Heimat von Cuius‘ Frau, Nigeria, zum Einsatz kommen, wo etwa eine Malaria-Infektion oftmals ein Todesurteil ist. „Die Zahlen sind erschreckend“, sagt Cuius, „alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria. Selbst meine Nichte leidet mehrmals im Jahr an Malaria. Zum Glück kann sich die Familie die Medikamente leisten. Daher ist das Ganze nicht lebensbedrohlich. Mit meiner Erfindung möchte ich zumindest im Kleinen versuchen, hier etwas zu ändern.“
14,90 Euro via Crowdfunding
Seit Anfang Juli läuft eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Startnext, die noch bis Ende des Monats andauert. Nach einigen Tausend Euro, die dabei bislang hereingekommen sind, stehe der Herstellung einer ersten Kleinserie noch diesen Sommer nichts mehr im Weg, heißt es vom Startup. Die Insektenklatsche kostet auf der Plattform 14,90 Euro. Ab einem Betrag von 19,90 Euro kann man zudem mit einer Spende Hilfsprogramme in Nigeria unterstützen.




