24.07.2020

Mosquilla: Gelsen-Töter-Startup verspricht „Insektenklatsche, die immer trifft“

Das deutsche Startup Mosquilla will das Töten von Insekten auf ein neues Level heben. Mit seiner elektrischen Insektenklatsche will es unter anderem über eine Crowdfunding-Kampagne durchstarten.
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Blochin Cuius / Mosquilla: Der Erfinder mit seinem Gelsen-Töter
(c) Blochin Cuius / Mosquilla: Der Erfinder mit seinem Gelsen-Töter

Angesichts der Klima- und Biodiversitätskrise wird Insektenschutz zum immer größeren Thema. Wenn es jedoch um Stechmücken – auch Gelsen oder Mosquitos genannt – geht, werden auch viele passionierte Naturschützer zu Insektenmördern. Ein besonders effizientes Gelsen-Töter-Gerät will nun das Startup Mosquilla aus dem Ort Kornwestheim, nördlich von Stuttgart im deutschen Baden-Würtemberg, entwickelt haben.

Mosquilla: „Elektrische Insektenklatsche trifft immer“

Die elektrische Insektenklatsche, die via USB aufgeladen wird, „trifft immer“, meint Gründer und Erfinder Blochin Cuius: „Der zum Patent angemeldete, aerodynamische Rahmen kann durch sein abgewinkeltes Profil mit der Klatschfläche glatt auf der Wand oder anderen Oberflächen aufliegen und verschließt somit jeden Fluchtweg. Zudem wird dabei die Luftströmung reduziert und das Insekt merkt erst zu spät, dass sein Ende gekommen ist“.

Mosquilla könne dank seines Designs auch schwer zugängliche Stellen wie Ecken und Kanten sehr leicht erreichen und vollständig abdichten, so der Erfinder weiter. Das Produkt sei „die perfekte Synthese aus deutscher Ingenieurskunst und italienischem Design“.

Stechmücken als Krankheits-Überträger

Der Erfinder führt in einer Aussendung auch die Gefahr ins Treffen, die von verschiedenen Stechmücken-Arten in Sachen Krankheitsübertragung ausgeht. Der Klimawandel begünstige etwa die Ansiedlung der Asiatische Tigermücke, die als mögliche Überträgerin von Krankheiten wie dem Zika-Virus, dem Chikungunya-Virus und dem Dengue-Virus gelte. Auch das ursprünglich aus Afrika stammende West-Nil-Virus, das in Deutschland bereits aufgetreten sei, könne durch Stechmücken auf Tiere, aber auch den Menschen übertragen werden.

Mosquilla soll dementsprechend nicht nur in Europa, sondern unter anderem auch in der Heimat von Cuius‘ Frau, Nigeria, zum Einsatz kommen, wo etwa eine Malaria-Infektion oftmals ein Todesurteil ist. „Die Zahlen sind erschreckend“, sagt Cuius, „alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria. Selbst meine Nichte leidet mehrmals im Jahr an Malaria. Zum Glück kann sich die Familie die Medikamente leisten. Daher ist das Ganze nicht lebensbedrohlich. Mit meiner Erfindung möchte ich zumindest im Kleinen versuchen, hier etwas zu ändern.“

14,90 Euro via Crowdfunding

Seit Anfang Juli läuft eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Startnext, die noch bis Ende des Monats andauert. Nach einigen Tausend Euro, die dabei bislang hereingekommen sind, stehe der Herstellung einer ersten Kleinserie noch diesen Sommer nichts mehr im Weg, heißt es vom Startup. Die Insektenklatsche kostet auf der Plattform 14,90 Euro. Ab einem Betrag von 19,90 Euro kann man zudem mit einer Spende Hilfsprogramme in Nigeria unterstützen.

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vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder and President) | (c) DREAM/eclipse media
vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder und President) | © DREAM/eclipse media

Etwa eineinhalb Monate nach seiner Series-C-Finanzierungsrunde über 260 Millionen US-Dollar (brutkasten berichtete) verkündete das Cybersecurity-Scaleup Dream nun den Start eines neuen Standorts in Zürich. Das berichtet das Schweizer Magazin Bilanz. Seinen Sitz hat das zuletzt mit drei Milliarden US-Dollar bewertete Unternehmen in Tel Aviv. Bereits vor mehr als einem Jahr kam Wien als erster Europa-Standort hinzu.

100 Mio. US-Dollar Jahresumsatz

Das Unternehmen rund um den österreichischen Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (President) und den als früheren NSO-Chef bekannten israelischen Unternehmer Shalev Hulio (CEO) hat nach eigenen Angaben aktuell rund 450 Mitarbeiter:innen und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 100 Millionen US-Dollar. Kunden sind vor allem Staaten und Betreiber kritischer Infrastruktur.

„Ich bin ein grosser Schweiz-Fan“

„Wir haben begonnen, dort ein Team aufzubauen“, sagt Kurz nun über die Pläne in Zürich. Aktuell ist jedoch noch nicht klar, wie groß der Standort letztlich wird. Allerdings soviel: Die Schweiz sei „ein wichtiger Markt“, so Kurz. „Ich bin ein grosser Schweiz-Fan. Daher ist es natürlich schön, auch in der Schweiz tätig zu sein.“ Im Zuge dessen äußerte sich Kurz auch kurz zur Unternehmensentwicklung. Der Hauptfokus liege aktuell auf weiterem Wachstum, man arbeite aber bereits profitabel. Und: „Ein Börsengang ist absolut ein Thema.“

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AI Summaries

Mosquilla: Gelsen-Töter-Startup verspricht „Insektenklatsche, die immer trifft“

  • Ein besonders effizientes Gelsen-Töter-Gerät will nun das Startup Mosquilla aus dem Ort Kornwestheim, nördlich von Stuttgart im deutschen Baden-Würtemberg, entwickelt haben.
  • Die elektrische Insektenklatsche, die via USB aufgeladen wird, „trifft immer“, meint Gründer und Erfinder Blochin Cuius.
  • „Der zum Patent angemeldete, aerodynamische Rahmen kann durch sein abgewinkeltes Profil mit der Klatschfläche glatt auf der Wand oder anderen Oberflächen aufliegen und verschließt somit jeden Fluchtweg. Zudem wird dabei die Luftströmung reduziert und das Insekt merkt erst zu spät, dass sein Ende gekommen ist“, so Cuius.
  • Er führt auch die Gefahr von Stechmücken als Krankheitserreger ins Treffen.
  • Derzeit läuft auch eine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Startnext.

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