18.03.2015

Morning.Briefing: Uber-Botschafter in Korea verhaftet// Per Facebook Geld senden// und mehr.

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News in Kürze: Ein Überblick am Vormittag

Uber CEO in Südkorea in illegale Taxiaffäre verwickelt 

30 Personen wurden im Zusammenhang mit einem illegalen Taxiring in Südkorea verhaftet. Darunter auch Ubers koreanischer Markenbotschafter, sowie die Repräsentanten einiger Taxiunternehmen. Der Vorwurf: Über die Vermittlungsplattform Uber soll Taxifahrern ohne offizielle Lizenz Passagiere zugeschanzt worden sein. Mehr dazu >> The Verge

32.000 Facebook-User wollen in IKEA verstecken spielen

In den Niederlanden planten die Betreiber einer “Versteckspiel”-Fanpage auf Facebook ein riesiges Event für Mai. Über 32.000 Facebook-User haben ihr Kommen bereits auf der Eventseite zugesagt. Obwohl der Ort der Aktion geheim gehalten wurde, sickerte schlussendlich durch, dass der Austragungsort ein IKEA Möbelhaus sein sollte. Dieses reagierte prompt mit einem Verbot. Mehr dazu >> Spiegel Online

Nintendo bringt seine Spiele nun auch aufs Smartphone

Die Firma plant allerdings nicht seine Klassiker (wie zum Beispiel “Mario”) auf Tablet und Smartphone Geräte zu bringen, sondern möchte neue Spiele liefern. Nintendo-Chef Satoru hat auf einer Pressekonferenz auch den Arbeitsnamen einer neuen Hardwareplattform genannt: NX. Diese soll neue Gameplay-Mechaniken ermöglichen. Mehr erfahren wird man allerdings erst im Jahr 2016. Mehr dazu >> Golem

Geld via Facebook an Freunde senden

In einem Blog-Eintrag der Unternehmens Website von Facebook stellt der Social Media Gigant sein neuerstes Feature vor: Über den Messenger wird es in Zukunft möglich sein, Geld an Freunde zu verschicken. Diese Option wird in den kommenden Monaten in den US eingeführt werden. Über einen integrierten “Geld-Button” kann man per Knopfdruck einen Betrag an den Chatpartner senden, der auch sofort vom Bankkonto abgebucht wird. Mehr Infos >> Facebook-Newsroom

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Die Adspresso-Geschäftsführer (v.r.) Daniel Muftić und Marcus Schnellinger © Adspresso

Rund 30 Stunden aktive Arbeitszeit fallen laut Adspresso bei der Besetzung einer offenen Stelle an. Diesen Aufwand will das Welser Startup auf unter eineinhalb Stunden senken, also um 95 Prozent. Erreichen wollen die Gründer Daniel Muftić und Marcus Schnellinger das mit TalentBlend, einer KI-Plattform für die Fachkräftegewinnung. Ein erstes Modul ist nun als Prototyp bei einem Testkunden im Einsatz.

Vom Agenturgeschäft zur Software

Hinter TalentBlend steht ein Verfahren, das Adspresso bisher als Agenturleistung manuell umsetzt. Unternehmen werben dabei Fachkräfte über Active Sourcing, Werbeanzeigen auf Meta, TikTok, Google und LinkedIn sowie ein kurzes Bewerbungs-Quiz an. Telefonisch werden die Kandidat:innen anschließend vorqualifiziert. Angesprochen werden sollen vor allem wechselbereite Fachkräfte, die nicht aktiv auf Jobbörsen suchen. Als Zielgruppe nennt Adspresso Industrie und Mittelstand. Ihr Know-how bringen Muftić und Schnellinger aus früheren Marketing- und Recruiting-Jobs bei Resch&Frisch und BRP-Rotax mit.

Ein Modul live, zwei in Entwicklung

Die Software besteht aus drei Bausteinen. Am weitesten ist die sogenannte „Creative Engine“. Sie soll aus der Stellenausschreibung sowie Foto- und Videomaterial des Betriebs automatisiert die Werbemittel einer Kampagne erstellen, inklusive CI-Vorgaben und arbeitsrechtlichen Anforderungen. „Was früher Tage an Abstimmung und Gestaltung gebraucht hat, entsteht heute aus Stellenausschreibung und Bildmaterial in einem automatisierten Ablauf“, sagt Schnellinger. Beim Testkunden, einem Industriebetrieb, verkürzt sich die Kampagnenerstellung laut Adspresso bisher um rund 40 Prozent.

Ein zweites Modul, eine Voice AI, soll innerhalb einer Minute nach Bewerbungseingang ein strukturiertes Erstgespräch führen. Fragen zu Alter, Herkunft oder Gesundheit sollen dabei technisch ausgeschlossen sein. Ein erster Prototyp konnte die Vorqualifizierung laut dem Unternehmen jedoch noch nicht verlässlich übernehmen. „Jetzt sind wir an einem Punkt, an dem wir noch einmal in die Grundlagenarbeit gehen müssen“, so Schnellinger. Ebenfalls in Entwicklung ist ein Dashboard, das Kandidat:innen nach Qualifikation aufbereiten soll.

Niedriger sechsstelliger Betrag gesucht

Finanziert wurden die bisherigen Prototypen aus dem laufenden Agenturgeschäft. Dessen Monatsumsatz liegt laut Adspresso bei rund 25.000 Euro. Für die weitere Entwicklung, insbesondere der Voice AI, benötigt das Startup nun zusätzliche Mittel. Kalkuliert wird mit einer niedrigen sechsstelligen Summe, Gespräche mit Förderstellen und Kapitalgebern laufen nach Angaben der Gründer bereits. Langfristig soll TalentBlend zu einem eigenständigen SaaS-Produkt werden, das Betriebe selbst bedienen können. Einen Termin für den Marktstart nennt Adspresso noch nicht, dieser hänge vom Verlauf der Finanzierung ab.

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