02.04.2020

Mooci: Vier neue Investoren in bislang größter Runde für Wiener Startup

Das Wiener Startup Mooci, das eine Online-Plattform für plastische Chirurgie, Dermatologie und Zahnmedizin betreibt, sichert sich ein Investment in unbekannter Höhe. Neben vier Neuinvestoren beteiligen sich auch vier Bestandsinvestoren an der Kapitalrunde.
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Mooci - Investment 2020
(c) Mooci: Das Gründer-Team (vlnr.) Janis Jung, Matthias Meleschnig und Ben Gehl

Es sei die „höchste Investitionssumme seit der Gründung“, die nun in das Unternehmen einging, heißt es vom Wiener Startup Mooci, das eine Online-Plattform für plastische Chirurgie, Dermatologie und Zahnmedizin betreibt. Weitere Angaben zum Betrag macht man aber nicht. Die bislang höchste dem brutkasten bekannte Kapitalrunde für das Startup im Jahr 2018 war auch nicht genau beziffert und lag im „mittleren sechsstelligen Bereich“. Beim aktuellen Investment kommen vier Neuinvestoren hinzu.

+++ Aktuelle Startup-Investments +++

Kinsky, Kogler, Kößl und Schaufler steigen bei Mooci ein

Philipp Kinsky, Investor und Partner bei Herbst & Kinsky Rechtsanwälte, Josef Kogler, EX-CEO von Russmedia CEE und Experte für Classified-Geschäftsmodelle, Andreas Kößl, Topmanager aus der Versicherungsbranche und Paul Schaufler, CEO der auritas GmbH und Immobilienexperte, steigen neu ein. Die Bestandsinvestoren Hermann Futter, Markus Ertler, Klaus Müller und i5invest ziehen mit. Nicht in dieser Runde dabei ist Bestandsinvestor startup300 (Pioneers Ventures II).

startup300-Co-Founder Michael Eisler begründet gegenüber dem brutkasten: „Wir sind mit Pioneers Ventures II kein Folgerunden-Finanzierer und nachdem wir als Erst-Investor dabei waren, haben wir in dieser Runde nicht mehr mitgezogen. Ich denke, das ist verständlich, wenn die Runden größer und teurer werden, für einen Pre-Seed-Investor wie uns. Janis Jung, Matthias Meleschnig, Benjamin Gehl und das ganze Mooci-Team sind eines der geilsten Teams im Portfolio. Very proud and happy for all of us!“

Weitere medizinische Fachbereiche geplant

Das Kapital investiere man in den weiteren Qualitätsausbau, heißt es von Mooci. Demnach sollen auch bereits früher geäußerte Pläne, die Plattform über die Bereiche plastische Chirurgie, Dermatologie und Zahnmedizin hinaus zu entwickeln, nun umsetzen. „Durch das Investment wird die Erweiterung der medizinischen Fachbereiche und die Expansion über den deutschsprachigen Raum hinaus möglich gemacht“, heißt es dazu in einer Aussendung. Neben dem Investment verkündete das Startup mit Eva-Maria Kirchberger vom Imperial College London auch einen Neuzugang im Advisory Board.

Internationale Expansion in Arbeit

Janis Jung, CEO und Gründer, kommentiert: „Die Kombination aus neuen und bestehenden Investoren ergibt für uns die perfekte Basis, um Mooci jetzt in eine Skalierung zu bringen und über die Landesgrenzen der deutschsprachigen Region hinauszuwachsen. Zudem gibt uns das neue Kapital die Möglichkeit unser durchaus sehr schnelles Wachstum noch zu beschleunigen und das Geschäftsmodell und die Marke nachhaltig zu stärken. Die neuen Investoren wurden bewusst ausgewählt und wir sind stolz, dass wir diese von unserer Vision überzeugt haben. Durch die individuellen Expertisen können wir unser Geschäftsmodell in weiteren Potentialen wie z.B. Erweiterung der medizinischen Fachbereiche und Serviceleistungen für Patientinnen und Patienten weiter ausbauen und so unseren Kundinnen und Kunden einen noch größeren Mehrwert bieten“.

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Österreich hat Probleme, seine KI-Expert:innen zu halten. | Symbolbild (c) Envato

Ein kürzlich erschienener Report der WU Wien dürfte gemischte Gefühle in Österreichs KI-Branche auslösen. Hierzulande habe man exzellente KI-Fachkräfte, aber zu wenige und obendrein Probleme, diese zu halten. Die Studie basiert auf der Analyse von 2,86 Millionen Beschäftigungsdatensätzen, also Job- bzw. Positionseinträgen, 1,23 Millionen individuellen Biografien und mehr als 123.000 Unternehmen in Österreich. 

Führend in technologischer Spezialisierung

Österreich belegt im europäischen Vergleich unter 38 Ländern Rang drei bei der technologischen Spezialisierung seiner KI-Fachkräfte. Eine Auszeichnung für die Alpenrepublik, schließlich zähle man in diesem Bereich zu den führenden Standorten in Europa. Trotzdem kommen diese Experten seltener in die breite Wirtschaft als in anderen vergleichbaren Ländern. 97 % der heimischen Unternehmen stellen keine KI-Spezialist:innen an.

„Wer ‚KI-Strategie‘ sagt und nicht ‚Menschen‘ meint, hat den Kern verfehlt: Adoption ist ein Personal-, kein IT-Thema“, sagt Can Tihanyi vom Institut für International Business der WU Wien: „Technologie-Adaption scheitert fast nie an der Technologie. Sondern an den Menschen, die fehlen, um sie in die Unternehmen zu tragen.“

Österreich verliert KI-Experten

Die wenigen Spezialist:innen, die es in Österreich gibt, wandern zudem im Laufe ihrer Karriere ab. Rund 17 % der Fachkräfte in Build-Rollen verlassen das Land. In Bereichen wie Generative AI oder Natural Language Processing ist es rund ein Viertel. Zudem stellen die Autoren der Studie fest, dass 44 % aller Abwander:innen bereits nach dem ersten Jahr Österreich den Rücken kehren.

„Wer hochqualifizierte KI-Expert:innen halten will, muss ihnen vom ersten Tag an attraktive Projekte, Entwicklungsperspektiven und fachliche Verantwortung bieten – genau im ersten Jahr entscheidet sich, ob jemand bleibt“, erklärt Andreas Schumacher, Chief Innovation Officer und Vorstandsmitglied der VTU Group. Der Nachwuchs bleibt hingegen aus, denn sechs Prozent der KI-Beschäftigten in Österreich sind Einstiegskräfte. „Österreich verliert nicht die Breite seiner KI-Fachkräfte, sondern seinen Platz im technologischen Spitzenfeld“, ergänzt Schumacher.

Mehr Ausbildungsplätze, Beratung und bessere Infrastruktur

Die Conclusio der Autoren ist klar: Es brauche mehr Ausbildungskapazitäten für KI-Fachkräfte an Universitäten. Unternehmen sollten zudem durch AI-Readiness-Programme unterstützt werden, KI im eigenen Betrieb einzusetzen. Ein Zugang zu geteilter Infrastruktur und Beratung könnte hierbei Abhilfe schaffen. Österreich benötige außerdem Maßnahmen, um KI-Spezialist:innen langfristig zu halten. Dabei brauche nicht jedes Unternehmen eigene KI-Teams, durch Transferzentren könne diese Lücke geschlossen werden.

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Mooci: Vier neue Investoren in bislang größter Runde für Wiener Startup

  • Es sei die „höchste Investitionssumme seit der Gründung“, die nun in das Unternehmen einging, heißt es vom Wiener Startup Mooci, das eine Online-Plattform für plastische Chirurgie, Dermatologie und Zahnmedizin betreibt.
  • Die bislang höchste dem brutkasten bekannte Kapitalrunde für das Startup im Jahr 2018 war auch nicht genau beziffert und lag im „mittleren sechsstelligen Bereich“.
  • Philipp Kinsky, Investor und Partner bei Herbst & Kinsky Rechtsanwälte, Josef Kogler, EX-CEO von Russmedia CEE und Experte für Classified-Geschäftsmodelle, Andreas Kößl, Topmanager aus der Versicherungsbranche und Paul Schaufler, CEO der auritas GmbH und Immobilienexperte, steigen neu ein.
  • „Durch das Investment wird die Erweiterung der medizinischen Fachbereiche und die Expansion über den deutschsprachigen Raum hinaus möglich gemacht“, heißt es dazu in einer Aussendung.
  • Neben dem Investment verkündete das Startup mit Eva-Maria Kirchberger vom Imperial College London auch einen Neuzugang im Advisory Board.
  • Die neuen Investoren wurden bewusst ausgewählt und wir sind stolz, dass wir diese von unserer Vision überzeugt haben.

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