26.08.2025
INSOLVENZ

monkee: Tiroler Spar-Startup meldet Insolvenz an – über 1.1 Mio. Euro Verbindlichkeiten

Das Tiroler Spar-Startup monkee musste Insolvenz anmelden und hat bei insgesamt 20 Gläubiger:innen Verbindlichkeiten von mehr als einer Million Euro. Ob eine Sanierung angestrebt wird, ist noch unklar.
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©monkee - Christian Schneider (l.) und Martin Granig von monkee.

Monkee, die Tiroler Spar-App von Martin Granig und Christian Schneider propagierte entgegen dem Verschuldungstrend ein „Save Now Buy Later“-Konzept. Im Sommer 2022 erhielt man dafür eine Kapitalspritze von 1,5 Millionen Euro. 2023 startete man eine Kooperation mit Visa. Im Vorjahr erhielt das Startup abermals ein siebenstelliges Investment, noch heuer konnte es eine Kooperation mit der Raiffeisenbank auf die Beine stellen. Nun musste man Insolvenz anmelden, wie der Kreditschutzverband (KSV1870) bekanntgibt.

monkee: Insolvenzantrag selbst eingebracht

„Der Insolvenzantrag wurde von der Schuldnerin selbst bei Gericht eingebracht. Zu den Insolvenzgründen wird ausgeführt, dass die Monetarisierung dieses Unternehmens im Wesentlichen über Provisionen aus Cashback-Transaktionen sowie über Kooperationen mit Partnerunternehmen erfolgen sollte. Es gab zwar stetig wachsende Nutzerzahlen, letztlich war die Monkee GmbH aber nicht in der Lage ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu etablieren, wodurch die laufenden Kosten infolge auch nicht gedeckt werden konnten“, heißt es beim KSV.

Derzeit gebe es noch keine Stellungnahme der Geschäftsleitung zur Frage, ob man eine Sanierung der Monkee GmbH anstrebt. „Der Insolvenzverwalter wird die von der Monkee GmbH geplanten Kosten- und Erlösentwicklungen für die nächsten Wochen im Detail analysieren. Ob die Insolvenzverwaltung den schuldnerischen Betrieb ohne weitere Nachteile für die Gläubiger fortführen kann, wird sich zeigen. Diese Entscheidung wird zeitnah zu treffen sein. Es bleibt insbesondere abzuwarten, ob der Schuldner in der Lage ist, nachvollziehbar darzustellen, dass eine Fortführung auf wirtschaftlich soliden Beinen stehen kann. Ob allenfalls ein Investor die Sanierung unterstützt, bleibt abzuwarten“ heißt es weiter.

20 Gläubiger:innen betroffen

Laut Informationen des AKV (Alpenländischer Kreditorenverband)sind von diesem Insolvenzverfahren 20 Gläubiger:innen mit Gesamtforderungen von rund 1.178.000,00 Euro betroffen. „Die aktuellen Vermögensverhältnisse müssen im Zuge des Verfahrens erst überprüft werden​​“, heißt es beim AKV.

Der Gründer selbst äußerst sich wie folgt dazu: „Auslöser für den Schritt (Anm.: Insolvenzantrag) war eine gescheiterte Finanzierungsrunde. Das Finanzierungsumfeld für B2C-Finanz-Apps ist aktuell sehr schwierig und der Kapitalbedarf um eine ausreichend große Kundenbasis aufzubauen, die ein nachhaltig profitables Betreiben der Plattform ermöglichst ist signifikant“, sagt Granig. „Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird in den kommenden Wochen entschieden, ob und wie eine Sanierung bzw. Fortführung des Unternehmens möglich ist.“


Eine Stellungnahme von monkee-Gründer Martin Granig wurde im Artikel im Nachhinein ergänzt.

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Das Sodex-Gründer-Trio Bernhard Gantner, Ralf Pfefferkorn und Raphael Ott
Das Sodex-Gründer-Trio Bernhard Gantner, Ralf Pfefferkorn und Raphael Ott | (c) Sodex

Durch Sodex werden Baumaschinen zu mobilen Datensammlern. Mithilfe einer AI-gestützten Technologie werden Baustellen, Minen und Infrastrukturprojekte während des Betriebes automatisch vermessen und digital abgebildet. Die Abkürzung steht für „Software-Driven Excavator“. Gegründet wurde Sodex von den drei HTL-Absolventen Ralf Pfefferkorn, Raphael Ott und Bernhard Gartner, über die Gründungsstory hat brutkasten bereits berichtet.

Nun schließt das Startup in einer Finanzierungsrunde über vier Millionen Euro, mit Capmont Technology als Lead Investor.

Erfassung und Analyse in Echtzeit

Mit einem Mix aus maschinenintegrierter Sensorik, Cloud-Technologie und KI macht Sodex Bauprojekte transparent. Baudaten werden kontinuierlich und in Echtzeit erfasst sowie analysiert. Mit Sodex sollen sich Baustellen besser überwachen und effizienter steuern lassen.

„Echtzeit-Updates direkt von der Baustelle sind zum zentralen Ausgangspunkt geworden und für viele unserer Kunden heute nicht mehr wegzudenken. Mit dieser Finanzierung können wir nicht nur unser Team, sondern auch unser Portfolio ausbauen und deutlich schneller international skalieren”, sagt Ralf Pfefferkorn, CEO und Mitgründer von Sodex Innovations. 

Sodex Innovations hat über 100 Kunden in den USA, Australien und Europa.

Baumaschinen werden durch Sodex Innovations zu Datensammlern. (c) Sodex Innovations.

Namhafte Investoren

Der Lead-Investor ist Capmont Technology, ein in München ansässiger, unternehmerisch geprägter Private-Capital-Investmentmanager. „Eine Verbindung aus Hardware, Software, Daten und AI, die diesen Sektoren einen echten Produktivitätssprung ermöglicht, halten wir nicht nur für hochspannend, sondern für überfällig“, so Michael Wittner, Partner bei Capmont Technology.

Ebenfalls an der Runde beteiligt und damit neue Investoren, sind Bloomhaus- und Look AI Ventures sowie die deutsche Business-Angel-Gruppe „Superangels“. Die bestehenden Investoren SOSV, OMA (Gründer von ProGlove) sowie 12 Rounds Capital (Katharina Klausberger und Armin Strbac) investieren erneut.

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