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Monkee, die Tiroler Spar-App von Martin Granig und Christian Schneider propagierte entgegen dem Verschuldungstrend ein „Save Now Buy Later“-Konzept. Im Sommer 2022 erhielt man dafür eine Kapitalspritze von 1,5 Millionen Euro. 2023 startete man eine Kooperation mit Visa. Im Vorjahr erhielt das Startup abermals ein siebenstelliges Investment, noch heuer konnte es eine Kooperation mit der Raiffeisenbank auf die Beine stellen. Nun musste man Insolvenz anmelden, wie der Kreditschutzverband (KSV1870) bekanntgibt.
monkee: Insolvenzantrag selbst eingebracht
„Der Insolvenzantrag wurde von der Schuldnerin selbst bei Gericht eingebracht. Zu den Insolvenzgründen wird ausgeführt, dass die Monetarisierung dieses Unternehmens im Wesentlichen über Provisionen aus Cashback-Transaktionen sowie über Kooperationen mit Partnerunternehmen erfolgen sollte. Es gab zwar stetig wachsende Nutzerzahlen, letztlich war die Monkee GmbH aber nicht in der Lage ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu etablieren, wodurch die laufenden Kosten infolge auch nicht gedeckt werden konnten“, heißt es beim KSV.
Derzeit gebe es noch keine Stellungnahme der Geschäftsleitung zur Frage, ob man eine Sanierung der Monkee GmbH anstrebt. „Der Insolvenzverwalter wird die von der Monkee GmbH geplanten Kosten- und Erlösentwicklungen für die nächsten Wochen im Detail analysieren. Ob die Insolvenzverwaltung den schuldnerischen Betrieb ohne weitere Nachteile für die Gläubiger fortführen kann, wird sich zeigen. Diese Entscheidung wird zeitnah zu treffen sein. Es bleibt insbesondere abzuwarten, ob der Schuldner in der Lage ist, nachvollziehbar darzustellen, dass eine Fortführung auf wirtschaftlich soliden Beinen stehen kann. Ob allenfalls ein Investor die Sanierung unterstützt, bleibt abzuwarten“ heißt es weiter.
20 Gläubiger:innen betroffen
Laut Informationen des AKV (Alpenländischer Kreditorenverband)sind von diesem Insolvenzverfahren 20 Gläubiger:innen mit Gesamtforderungen von rund 1.178.000,00 Euro betroffen. „Die aktuellen Vermögensverhältnisse müssen im Zuge des Verfahrens erst überprüft werden“, heißt es beim AKV.
Der Gründer selbst äußerst sich wie folgt dazu: „Auslöser für den Schritt (Anm.: Insolvenzantrag) war eine gescheiterte Finanzierungsrunde. Das Finanzierungsumfeld für B2C-Finanz-Apps ist aktuell sehr schwierig und der Kapitalbedarf um eine ausreichend große Kundenbasis aufzubauen, die ein nachhaltig profitables Betreiben der Plattform ermöglichst ist signifikant“, sagt Granig. „Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird in den kommenden Wochen entschieden, ob und wie eine Sanierung bzw. Fortführung des Unternehmens möglich ist.“
Eine Stellungnahme von monkee-Gründer Martin Granig wurde im Artikel im Nachhinein ergänzt.






