10.03.2021

Lisa Knotzer und Monique Schlömmer wechseln ins WU Gründungszentrum

Das WU Gründungszentrum verstärkt sein Team mit zwei bekannten Gesichtern aus der österreichischen Entrepreneurship-Szene: Lisa Knotzer und Monique Schlömmer.
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Lisa Knotzer und Monique Schlömmer übernehmen Positionen am WU Gründungszentrum
Lisa Knotzer und Monique Schlömmer übernehmen Positionen am WU Gründungszentrum

Elf Millionen Euro bekam die WU Wien kürzlich von B&C Privatstiftung und Milliardär Michael Tojner für die „Initiative Innovations- und Standortforschung“. Von diesem Budget profitiert auch das 2015 gegründete WU Gründungszentrum, das Entrepreneurship an der Uni fördern soll. Es erweitert sein Team, zwei Neuzugänge wurden nun präsentiert: Monique Schlömmer und Lisa Knotzer. Sie sind bekannte Gesichter in der österreichischen Entrepreneurship-Szene, die bereits in anderen instititutionellen Entrepreneurship-Bereichen tätig waren und sollen den Bereich hochschulübergreifende Vernetzung verstärken.

Das WU Gründungszentrum-Team
(c) Marcella Ruiz Cruz: Das WU Gründungszentrum-Team

Monique Schlömmer wird am WU Gründungszentrum ECN verantworten

Monique Schlömmer war noch vor zwei Jahren Head Organizer der Entrepreneurship Avenue 2019, also direkt für die WU tätig. Dann wechselte sie an die TU Wien, wo sie als Programm Managerin im TUW Innovation Incubation Center (i²c) tätig war. Ans WU Gründungszentrum kommt sie nun als Programm Managerin für die Hochschulübergreifende Initiative des ECN (Entrepreneurship Center Network, das interdisziplinäre Entrepreneurship-Netzwerk österreichischer Universitäten und Fachhochschulen). Zudem soll sie die strategische Weiterentwicklung der Entrepreneurship Avenue begleiten, die vergangenes Jahr Corona-bedingt erstmals online stattfand und damit stark internationalisiert wurde.

Lisa Knotzer kümmert sich um das WTZ Ost

Lisa Knotzer hat den Startup-Inkubator „aws First“ der Austria Wirtschaftsservice mitaufgebaut und ab 2015 vier Jahre lang geleitet. Als Trainerin, Beraterin und Coach im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Soft-Skills-Training machte sie sich dann selbstständig. Im Team des WU Gründungszentrums übernimmt sie nun die Agenden im Bereich des ebenfalls hochschulübergreifenden Kooperationsprojekts Wissenstransferzentrum Ost (WTZ Ost). Es ist eines von drei regionalen Wissenstransferzentren der österreichischen Universitäten und Fachhochschulen und soll einen Beitrag zur Intensivierung des Wissenstransfers von der Wissenschaft in die Wirtschaft und Gesellschaft leisten.

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Combyn, Biogena
© zVg - Der BioCore Loop von Combyn.

Die Combyn Health Care GmbH mit Sitz in Graz entwickelt medizintechnische Lösungen für Prävention und Gesundheitsanalyse. Mit dem BioCore Loop hat das Unternehmen einen Health Kiosk entwickelt, der eigenen Angaben nach mehrere Untersuchungsmethoden in einem Gerät vereint und die erhobenen Gesundheitsdaten unmittelbar nach der Messung aufbereitet.

Dafür gab es (bereits im August) ein Investment von Biogena. Über die Höhe und die Beteiligungsverhältnisse wurde Stillschweigen vereinbart – laut wirtschaft.at ist aber öffentlich ersichtlich, dass sich Biogena laut Letztstand 5,68 Prozent der Anteile gesichert hat.

Combyn: BioCore Loop im Zentrum

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht der erwähnte BioCore Loop. Das System ermöglicht nach Angaben des Unternehmens eine vollautomatisierte Gesundheitsmessung in weniger als fünf Minuten. Die Messung könne selbstständig und ohne unmittelbare Unterstützung durch medizinisches Fachpersonal durchgeführt werden.

Der BioCore Loop erfasst unter anderem Gesundheitsparameter zu Herz und Kreislauf, autonomem Nervensystem, Gefäßsteifigkeit, Flüssigkeitshaushalt, Muskelmasse und Körperfett. Die Ergebnisse werden aufbereitet und sollen medizinisches Fachpersonal bei der Einschätzung ausgewählter gesundheitlicher Risiken unterstützen. Darüber hinaus unterstützt das System die Einschätzung gesundheitlicher Risiken wie Osteoporose, Diabetes, Sarkopenie oder Herzinsuffizienz, wie es heißt.

BioCore Loop wurde in Österreich entwickelt und die Technologie wurde laut Unternehmensangaben an mehr als 6.000 Patienten validiert. Das System wird heute unter anderem in österreichischen Schwerpunktkrankenhäusern sowie in Forschungseinrichtungen in den USA und Finnland eingesetzt.

Früherkennung als Credo

„Die Zukunft der Medizin beginnt nicht erst dann, wenn ein Mensch krank ist. Sie beginnt damit, gesundheitliche Veränderungen und Risiken frühzeitig zu erkennen und daraus die richtigen Maßnahmen abzuleiten“, sagt Albert Schmidbauer, Gründer und CEO der Biogena Group. „Combyn hat eine Technologie entwickelt, die komplexe Gesundheitsdaten innerhalb weniger Minuten verfügbar und für die weitere Einordnung nutzbar macht. Diese Verbindung aus Wissenschaft, Prävention, Effizienz und einfacher Anwendung hat uns überzeugt.“

Für Biogena ist die Beteiligung ein weiterer Schritt in der Entwicklung vom Mikronährstoffunternehmen zu einem umfassenden Gesundheitsökosystem, wie auch Schmidbauer brutkasten gegenüber im Juli erklärte: Dieses umfasst neben Premium-Mikronährstoffen auch Diagnostik, Biohacking, Longevity-Anwendungen, Gesundheitswissen und personalisierte Präventionskonzepte.

„Wir stellen nicht nur Kapital zur Verfügung. Wir wollen Combyn mit unserer Erfahrung, unserem Netzwerk von mehr als 30.000 Ärztinnen, Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten und unserem Zugang zu gesundheitsbewussten Kundinnen und Kunden bei der weiteren Entwicklung und der Marktexpansion unterstützen“, präzisiert Schmidbauer. „Unser gemeinsames Ziel ist es, fundierte Gesundheitsanalysen und personalisierte Prävention einfacher, schneller und für deutlich mehr Menschen zugänglich zu machen.“

Combyn tritt in neue Phase

Mit dem Abschluss der Finanzierungsrunde sieht Combyn die Grundlage geschaffen, in die nächste Phase seiner Unternehmensentwicklung zu treten. Im Fokus stehen die Weiterentwicklung der Technologie, die Skalierung des Vertriebs und die stärkere Integration des BioCore Loops in medizinische und präventive Versorgungsmodelle.

„Mit Albert Schmidbauer und der Biogena Group gewinnen wir Partner, die den Gesundheitsmarkt seit vielen Jahren kennen und unsere Vision einer modernen, zugänglichen Präventionsmedizin teilen“, sagt Christoph Grimmer, CEO von Combyn Health Care. „Biogena bringt neben großer unternehmerischer Erfahrung ein außergewöhnlich starkes Netzwerk im medizinischen Bereich mit. Diese Kombination eröffnet uns wertvolle Möglichkeiten, unsere Technologie schneller in die breite Anwendung zu bringen.“

Falko Skrabal, Gründer und Medical Advisor von Combyn Health Care, ergänzt: „Der modernen Medizin stehen immer mehr Daten und diagnostische Möglichkeiten zur Verfügung. Entscheidend ist, diese Informationen so zusammenzuführen, dass sie im Alltag einfach, schnell und sinnvoll nutzbar werden. Genau dafür haben wir den BioCore Loop entwickelt.“

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