20.02.2025
NACHHALTIGKEIT

money:care: Wiener Startup kooperiert mit deutscher Börsenplattform Onvista

Das Wiener Startup money:care ging kürzlich eine Partnerschaft mit der deutschen Börsenplattform Onvista ein, um nachhaltiges Investieren zugänglicher zu machen.
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Onvista-Geschäftsführer Christian Bothe und money:care-CEO Katharina Herzog
Onvista-CEO Christian Bothe und money:care-CEO Katharina Herzog © money:care

Investieren nachhaltiger machen – diese klare Vision verfolgte das Wiener FinTech-Startup money:care rund um Founder-Trio Katharina Herzog, Ulrich Penitz und Timo Nothdurft seit seinem Start im September 2023. Dies wird möglich gemacht, indem das Unternehmen Nachhaltigkeitsdaten erhebt, visualisiert und nahtlos in Finanzplattformen integriert (brutkasten berichtete).

Im Rahmen der neuen Partnerschaft stellt money:care seine Nachhaltigkeitsanalysen nun auf der deutschen Börsenplattform Onvista bereit. Dadurch erhalten Privatanleger:innen einen transparenten Einblick in die Nachhaltigkeitsbewertung von rund 1.100 börsennotierten Unternehmen.

Investments in Einklang mit Werten

Die KI-gestützte Plattform von money:care ermöglicht es Nutzer:innen von Onvista, detaillierte Einblicke in die Nachhaltigkeitsdaten börsennotierter Unternehmen zu erhalten. Dafür kooperiert das Startip unter anderem auch mit dem Forschungsinstitut der Vereinten Nationen für soziale Entwicklung (UNRISD). Dies sei ein „wichtiger Schritt, um den Bedürfnissen wertorientierter Anleger:innen gerecht zu werden“, heißt es seitens des Unternehmens. Durch transparente, vergleichbare und kontextualisierte Daten wolle man gezielt gegen Greenwashing vorgehen.

„Bewussterer Konsum ist längst in unserem Alltag angekommen. (…) Und dieses Bedürfnis sehen wir auch beim Investieren. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, Nachhaltigkeit als festen Bestandteil auf Onvista zu integrieren. Mit money:care geben wir Anlegenden die Möglichkeit, ihre Investments mit ihren Werten in Einklang zu bringen und so ganzheitlich informiert zu entscheiden“, sagt Christian Bothe, CEO von Onvista.

money:care will Alternative zu ESG-Ansätzen werden

Um Nutzer:innen diese Einblicke in Unternehmen zu ermöglichen, setzt das Startup auf KI-gestützte Datenanalysen und spezielle Messmethoden. Dabei bewertet money:care nicht nur klassische Klimadaten, sondern berücksichtigt auch Faktoren wie Lohnverhältnisse, Abfallrecyclingquoten oder die Geschlechtervielfalt in Führungspositionen. Die Nachhaltigkeitsdaten stammen aus öffentlichen Unternehmensberichten.

Ziel sei es, „eine Alternative zu bestehenden Mainstream-ESG-Ansätzen“ zu bieten, denn diese würden „oft auf dem Best-in-Class-Ansatz beruhen und sogenannte Black-Box-Scores liefern“, heißt es in der offiziellen Aussendung.

„Die Entscheidung für nachhaltige Investments darf nicht an fehlender Transparenz scheitern. Mit der Integration auf Onvista wollen wir möglichst vielen Menschen einfachen Zugang zu relevanten Nachhaltigkeitsdaten ermöglichen“, sagt Katharina Herzog, Geschäftsführerin von money:care.

Weitere Partnerschaften in Planung

Money:care plant in naher Zukunft weitere Partnerschaften mit Brokern und Banken. Gleichzeitig will das FinTech seine Datenabdeckung weiter ausbauen. Ziel sei es, nachhaltiges Investieren noch zugänglicher zu machen und mehr Menschen dabei zu unterstützen, ihr Geld im Einklang mit ihren Werten anzulegen.

„Unsere Mission ist es, Anleger:innen mit den Tools auszustatten, die sie benötigen, um fundierte und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Durch die Integration von fortschrittlicher KI mit strengen wissenschaftlichen Methoden schaffen wir einen neuen Standard für Transparenz und Benutzerfreundlichkeit im Bereich nachhaltiger Investments“, so Herzog.

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Das Logistikzentrum von Niceshops im steirischen Saaz | (c) Niceshops

Rund zwei Millionen Pakete versendete Niceshops 2025 aus dem Logistikzentrum im südoststeirischen Saaz. Diese gingen in 80 Länder bei einer Exportquote von 88 Prozent. Es war das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr des E-Commerce-Scaleups, wie brutkasten berichtete. An dessen Ende standen 169 Millionen Euro Umsatz und ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von acht Millionen Euro zu Buche. Und das, obwohl man sich erst 2024 auch mit Hilfe eines Stellenabbaus (brutkasten berichtete) aus einer Krise gekämpft hatte.

Ausbau direkt am steirischen Heimatstandort

Mit dem starken Aufschwung sei man auch bei den Lagerkapazitäten an die Grenzen gekommen, heißt es nun vom Unternehmen, das etwa 30 spezialisierte Onlineshops betreibt: „Zuletzt mussten zusätzliche externe Flächen angemietet werden.“ Deswegen soll nun erweitert werden – und zwar direkt am Heimatstandort Saaz, der rund eine Dreiviertelstunde von der steirischen Hauptstadt Graz entfernt ist.

Dort kaufte man nun ein 23.000 m² großes Grundstück zu, wie das Unternehmen verkündet. „Die Erweiterung schafft die Grundlage, Logistikprozesse wieder zentral zu bündeln, Transportwege zu verkürzen und die gesamte Wertschöpfung in der Region zu halten“, heißt es dazu in einer Aussendung.

Schrittweise Automatisierung in kommenden Jahren

Die Ausbaupläne von Niceshops betreffen aber nicht nur die Logistik. Dieses Jahr sollen insgesamt 50 neue Arbeitsplätze geschaffen werden – aktuell beschäftigt man etwa 400 Mitarbeiter:innen an den Standorten Saaz, Graz und Wien. Gleichzeitig will man in den kommenden Jahren schrittweise Automatisierungs- und Robotiklösungen einführen. „Ziel ist nicht die Vollautomatisierung des Lagers, sondern der gezielte Einsatz in speziellen Segmenten, um die Mitarbeiter:innen bei standardisierten Prozessen zu entlasten und die Effizienz weiter zu steigern“, heißt es dazu vom Unternehmen.

Künftig liege der Fokus auf dem weiteren Ausbau der E-Commerce-Plattform sowie der Skalierung von Logistik- und Technologiedienstleistungen für Partnerunternehmen. Zudem setze man weiterhin auf Nachhaltigkeit, etwa mit 100
Prozent Ökostrom, „nahezu“ plastikfreiem Versand und einer im Branchenvergleich sehr niedrigen Retourenquote von rund drei Prozent.

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