22.11.2021

Money Talk: Inflation – gekommen, um zu bleiben?

Am kommenden Mittwoch, den 24. November 2021, findet der nächste Money Talk von brutkasten und Savity statt. Mit dabei sind der Makroökonom Martin Ertl, Strabag-Vorstand Herbert Krutina und Savity-CEO Karin Kisling.
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Müssen wir uns darauf einstellen, dass die Inflation länger erhöht bleibt? Kommt gar eine Phase der Hyperinflation, wie Twitter-CEO Jack Dorsey vermutet? Oder ist die Inflation nur vorübergehend angestiegen? Um Fragen wie diese dreht sich die nächste Ausgabe unseres Money Talks, der vom digitalen Vermögensverwalter Savity in Kooperation mit dem brutkasten veranstaltet wird.

Das Inflationsthema ist nach langer Zeit wieder verstärkt in den Fokus gerückt und betrifft und die Anleger im Besonderen. Wie die die vergangene Berichtssaison gezeigt hat, macht sich steigender Inflationsdruck auch für die Unternehmen bemerkbar: In den USA etwa haben 50 Prozent der Firmen im S&P-500 in ihren Geschäftsberichten auf steigenden Kostendruck hingewiesen. Das ist der höchste Wert der vergangenen 10 Jahre.

In Österreich wiederum ist die Verbraucherpreisinflation im Oktober im Vorjahresvergleich auf 3,7 Prozent angezogen. Die Erzeugerpreise stiegen sogar im zweistelligen Bereich. In den USA belief sich die Teuerung der Verbraucherpreise hat sich im Oktober sogar auf 6,2 Prozent – der höchste Stand seit 1990.

Im Money Talk wird das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Derr Makroökonom Martin Ertl vom IHS wird dabei die wissenschaftliche Perspektive einbringen. Herbert Krutina, Vorstand der Strabag AG, wiederum wird als Vertreter der Realwirtschaft erläutern, wie Unternehmen von der höheren Inflation betroffen sind. Welche Auswirkungen die Inflation auf Anleger:innen hat, wird Savity-Gründerin und CEO Karin Kisling erläutern.

Moderiert wird der Money Talk von brutkasten-Finance-Chefredakteur Dominik Meisinger. Diskutiert werden neben den erwähnten Fragen unter anderem auch folgende Aspekte:

  • Wie schlägt sich Inflation in der Realwirtschaft nieder?
  • Was bedeutet sie für jeden Einzelnen und Anleger im Besonderen?
  • Welche Faktoren wirken überhaupt preistreibend?

Natürlich wird es auch Raum für Publikumsfragen geben. Diese können live über unsere Social-Media-Kanäle gestellt werden – oder vorab via [email protected] bzw. die Social-Media-Kanäle von Savity eingereicht werden.

Der Money Talk wird auf allen Social-Media-Kanälen des brutkasten sowie auf der brutkasten-Website am 24. November 2021 ab 18.00 Uhr live übertragen. Hier geht es zur Eventseite – dort kann der Termin auch ganz einfach als Kalendereintrag heruntergeladen und im eigenen Kalender gespeichert werden:

Risikohinweis: Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Kurse können sowohl steigen als auch fallen. Wertentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investments zu. Insbesondere kann die Erhaltung des investierten Kapitals nicht garantiert werden; es gibt somit keine Gewähr dafür, dass der Wert des eingesetzten Kapitals bei einem Verkauf dem ursprünglich eingesetzten Kapital entspricht. Details auf savity.at/risiko

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Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs | (c) Peter Drechsler / SAL

Das österreichische Forschungszentrum Silicon Austria Labs (SAL) hat nach eigenen Angaben das weltweit dünnste bidirektionale 11-Kilowatt-Bordladegerät für Elektroautos entwickelt. Die sogenannte „Tiny Power Box 2.0“ ist nur fünf Zentimeter hoch und soll Autoherstellern neue Möglichkeiten beim Einbau bieten. Entwickelt wurde der Prototyp von Forschungsteams in Villach und Graz gemeinsam mit den Industriepartnern Infineon, AVL, TDK, Fronius und MetaSystem. Das Forschungsprojekt hatte ein Volumen von 7,2 Millionen Euro.

Laden und Strom zurückspeisen

Jedes Elektroauto verfügt über einen sogenannten On-Board-Charger. Dieser wandelt den Wechselstrom aus der Steckdose oder Wallbox in Gleichstrom um, den die Fahrzeugbatterie speichern kann. Die Tiny Power Box 2.0 übernimmt dabei gleich drei Funktionen: Sie lädt die Batterie mit bis zu elf Kilowatt, kann Strom aus dem Fahrzeug zurück ins Haus oder öffentliche Netz speisen und versorgt über einen integrierten Wandler auch das 12-Volt-Bordnetz. Darüber werden unter anderem Beleuchtung, Steuergeräte und Infotainment betrieben. Dafür ist bislang häufig ein separates Bauteil notwendig.

Durch die bidirektionale Funktion könnte ein geparktes Elektroauto künftig auch als Stromspeicher dienen. Beispielsweise ließe sich tagsüber erzeugter Solarstrom in der Fahrzeugbatterie speichern und bei Bedarf wieder im Haushalt nutzen.

Mehr Leistung auf weniger Raum

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung sei die Wärme gewesen, die beim Umwandeln des Stroms entsteht, heißt es von SAL. Je kompakter das Ladegerät, desto schwieriger wird es, diese abzuführen.

„Bei 50 Millimetern Bauhöhe liegt die eigentliche Herausforderung in der Wärmeentwicklung, die auf sehr kleinem Raum abgeführt werden muss. Wir haben Kühlung, magnetische Komponenten und Isolation deshalb in kombinierten Designprozessen als ein gemeinsames Gesamtsystem simuliert und entwickelt. Nur so lassen sich 11 Kilowatt bidirektional auf engstem Bauraum umsetzen“, erklärt Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs.

Die Entwicklung baut auf einem Vorgängerprojekt aus dem Jahr 2022 auf. Damals hatte SAL bereits ein kompaktes Ladegerät mit sieben Kilowatt Leistung entwickelt. Die neue Generation erreicht elf Kilowatt und kommt dabei mit einer deutlich geringeren Bauhöhe aus.

Forschungsergebnisse für weitere Anwendungen

Nach dreieinhalb Jahren Forschung liegt die Tiny Power Box 2.0 nun als Prototyp vor. Mit fast allen beteiligten Industriepartnern laufen bereits Folgeprojekte. Dabei sollen die entwickelten Technologien auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen, etwa in der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität, in industriellen Gleichstromnetzen oder bei der Stromversorgung von Rechenzentren.

Ob und wann die Tiny Power Box 2.0 selbst in Serienfahrzeugen eingesetzt werden könnte, ist derzeit offen. Interesse gibt es laut SAL aber bereits von europäischen und internationalen Autoherstellern.

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