✨ AI Kontextualisierung
Anschreiben formulieren, Lebenslauf hochladen, warten. Für viele junge Bewerber:innen wirkt der klassische Recruiting-Prozess wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Das Wiener Startup nurdu will diesen Ablauf verkürzen und verlagert die Bewerbung ins Smartphone-Format.
Gegründet wurde das Unternehmen im Mai 2025 von Jan-Peter Ruhso (CEO), Davor Basta (CTO) und Michael Gross. Seit Oktober 2025 ist die Plattform offiziell am Markt. Der Ansatz: Statt Anschreiben bewerben sich Kandidat:innen mit einem 60-Sekunden-Selfie-Video oder einer Audioaufnahme.
Smartphone-first
In kurzen Reels zeigen Talente, wer sie sind und wie sie arbeiten. Recruiter:innen erhalten damit einen unmittelbaren Eindruck, der über formale Qualifikationen hinausgeht. Gleichzeitig sehen Bewerber:innen den Status ihrer Bewerbung in Echtzeit. Laut Startup verkürzt sich für Unternehmen der Weg zur Shortlist um rund 80 Prozent. Auch die Zahl der No-Shows soll sinken, weil Bewerbungen bewusster erfolgen.
Nurdu positioniert sich als Mobile-first-Plattform und richtet sich insbesondere an eine jüngere Zielgruppe. Bewerbung und Kommunikation laufen direkt über das Smartphone. “Wir sind dein neuer Zugang zu einer Generation, die anders denkt und sich nicht mehr durch Lebenslauf-Pingpong und Formularwüsten kämpfen will. Die junge Generation erwartet Direktheit, Einfachheit und das Gefühl, wirklich gesehen zu werden”, so die Gründer.
Für diese Geschäftsidee holte sich das Startup zum Start eine aws-PreSeed-Förderung. Der erste offizielle Kunde von nurdu ist der ORF.
Inklusion
“So geben wir auch Menschen mit nicht-linearen Lebensläufen die Chance, sich persönlich zu zeigen. Denn am Ende ist oft die Persönlichkeit der entscheidende Faktor – nicht nur der Lebenslauf”, sagen die Gründer.
Neben Tempo und Nutzerführung betont das Startup auch den Aspekt der Inklusion. Menschen mit untypischem Werdegang oder Migrationshintergrund könnten über Video unmittelbarer Eindruck machen, ohne frühzeitig an formalen Auswahlfiltern zu scheitern.





