25.02.2026
MOBILITY

Mobie: Eine Wiener Ride-Sharing-Plattform für ländliche Regionen

Die Wiener Mitfahrplattform möchte Menschen in ländlichen Regionen zusammenbringen, um Wege effizienter zu nutzen, Emissionen zu senken und Kosten zu sparen.
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Mobie
© Puls 4 Gerry Frank.

Mobie ist eine digitale Mitfahrplattform, die von Vladimir Franc, Paul Stöcher, Ariana Lorencz und Max Höller speziell für ländliche Regionen entwickelt wurde. Das Wiener Unternehmen möchte Alltagsmobilität neu denken und setzt dabei auf gemeinschaftliche Fahrten statt zusätzlicher Infrastruktur.

Mobie mit eigenen Community-Bereichen

Ziel ist es, bestehende Wege effizienter zu nutzen, Emissionen zu reduzieren und Mobilität einfacher sowie inklusiver zu gestalten.

Im Fokus stehen dabei Unternehmen, Gemeinden und lokale Betriebe. Für Organisationen bietet Mobie eigene Community-Bereiche innerhalb der App, in denen Mitarbeiter:innen Fahrgemeinschaften bilden, Challenges starten und gemeinsame Aktionen umsetzen können. Gamification-Elemente wie Punkte-Systeme und Rankings sollen Anreize schaffen, regelmäßig gemeinsam zu fahren. Das Ziel: weniger Einzelpendler, geringerer Parkdruck und spürbare Kosteneinsparungen – sowohl für Mitarbeitende als auch für Arbeitgeber.

„Hier entstehen Events, Challenges und gemeinsame Fahrten. Mitglieder bewerten sich, sammeln Punkte und Communities treten im Ranking gegeneinander an. Diese Gamification macht Mobilität erlebbar. Jeder Partner wird Teil des mobieverse, einer lebendigen Community, in der alle gerne gemeinsam unterwegs sind“, beschreibt das Startup seine Strategie.

Messbarkeit

Ein zentrales Argument ist zudem die Messbarkeit: Mitfahrten und CO₂-Einsparungen werden automatisch erfasst und über ein Dashboard transparent dargestellt. Damit will Mobie konkrete Daten für ESG-Reporting und Nachhaltigkeitsstrategien bereitstellen. Gleichzeitig soll das Modell die interne Vernetzung und das Employer Branding stärken, indem Unternehmen nachhaltige Mobilität aktiv fördern und als Teil ihrer Unternehmenskultur sichtbar machen. Mehr zu Mobie am kommenden Dienstag bei „2 Minuten 2 Millionen„.

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(c) Karin Hackl Wirtschaftsagentur Wien

Die Stadt Wien und die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien haben die Einreichphase für ihr gemeinsames Finanzierungsinstrument Wiener Wachstum gestartet. Insgesamt stehen dafür sieben Millionen Euro Startkapital zur Verfügung. Ziel ist es, die Eigenkapitalbasis wachstumsorientierter Unternehmen zu stärken und ihnen die nächsten Entwicklungsschritte zu ermöglichen.

Bereits im April dieses Jahres wurde das Finanzierungsmodell angekündigt. Hinter der Initiative steht eine gemeinsame Gesellschaft der Wirtschaftsagentur Wien und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien. Beide Partner stellen jeweils 3,5 Millionen Euro zur Verfügung.

„Mit Wiener Wachstum wollen wir KMU in kritischen Wachstumsphasen gezielt begleiten und Investitionen in Innovation, Internationalisierung sowie Technologie ermöglichen“, erklärt Martin Hauer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien.

Wer kann sich bewerben?

Das Angebot richtet sich an Wiener Startups, Scaleups sowie KMU aus der Gesundheits- und Digitalwirtschaft. Dazu zählen beispielsweise Unternehmen aus den Bereichen Life Sciences, Medizintechnik, Pharma und Diagnostik sowie Software, Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien und Cybersecurity.

Voraussetzung ist unter anderem, dass die Unternehmen als Kapitalgesellschaft eingetragen sind, über ein tragfähiges Geschäftsmodell verfügen und seit „mindestens zwei bis drei Jahren“ eine Betriebsstätte in Wien haben. Unterstützt werden sollen insbesondere Vorhaben zur Skalierung, Internationalisierung, technologischen Weiterentwicklung oder Erweiterung von Produktionskapazitäten.

Keine klassische Förderung, sondern eine Beteiligung

Bei Wiener Wachstum handelt es sich nicht um eine klassische Förderung, sondern um eine Finanzierung. Die vereinbarte Summe wird vollständig an die Unternehmen ausbezahlt. Im Gegenzug führen erfolgreiche Unternehmen später einen vertraglich vereinbarten Anteil ihrer Gewinne an Wiener Wachstum zurück. Diese sollen künftig für weitere Unternehmensfinanzierungen eingesetzt werden und damit einen langfristigen Finanzierungskreislauf schaffen.

„Wir beschreiten mit Wiener Wachstum einen ganz neuen Weg abseits unserer bestehenden Fördermöglichkeiten“, erklärt Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak. Die Finanzierung stärke die Eigenkapitalbasis der Unternehmen und werde flexibel an deren Anforderungen angepasst.

Pro Unternehmen sind Finanzierungen zwischen 100.000 und 500.000 Euro möglich. Dabei kommen beispielsweise direkte Unternehmensbeteiligungen oder eigenkapitalähnliche Finanzierungen, etwa in Form qualifizierter Nachrangdarlehen, infrage. Bei direkten Beteiligungen liegt die Beteiligungsquote bei maximal 25 Prozent. Der vorgesehene Beteiligungszeit beträgt sieben bis zehn Jahre mit einer klaren Exitstrategie. Die konkreten Konditionen werden individuell vereinbart.

Einreichungen ab sofort möglich

Interessierte Unternehmen können sich ab sofort über die Website der Wirtschaftsagentur Wien für eine Finanzierung bewerben. Eine fixe Einreichfrist gibt es nicht. Nach einer ersten Prüfung der eingereichten Unterlagen folgen Gespräche über ein mögliches Investment sowie eine vertiefte Unternehmensprüfung. Der gesamte Prozess kann laut Wirtschaftsagentur Wien vier bis sechs Monate dauern.

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