05.05.2025
ENERGIE

Mo Energy Systems: GreenTech knackte im Vorjahr die Umsatzmillion

Das Vorarlberger Photovoltaikunternehmen mo energy systems schaffte es 2024 in der gesamten DACH-Region über 150 PV-Fassaden zu installieren. Und setzte damit mehr als eine Million Euro um.
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Mo Energy Systems
(c) Pzwei - Mo Energy Systems mit beachtlichem Erfolg im zweiten Jahr.

Mo energy systems wurde im Jänner 2023 gegründet. Und hat knapp drei Monate danach in Zusammenarbeit mit dem Architekt Gerold Strehle und PR Stromkreis Elektrotechnik modulare Photovoltaik-Systeme entwickelt, die den flächendeckenden Ausbau des Vorarlberger Radwegnetzes ermöglichen sollen – brutkasten berichtete.

Mo Energy Systems in Gewinnzone

2024 und zwei Jahre nach Gründung knackte das Team rund um Founder Alexander Moosbrugger die Umsatzmillion, wie aus einer Aussendung hervorgeht – damit sei man bereits in der Gewinnzone. Insgesamt drei Megawatt Spitzenleistung liefern die im Vorjahr installierten Photovoltaik-Fassaden.

Im Sommer plant das Unternehmen die nächste Finanzierungsrunde. Heuer soll auch der Umsatz verdoppelt werden. Dazu stärkt das Unternehmen das Partnernetzwerk mit Handwerksbetrieben, Solarteuren und Händlern, erweitert das Portfolio und entwickelt eine digitale Plattform.

„Der Markt für Photovoltaik-Fassaden wächst und hat enormes Potenzial. Wir sind bestens darauf vorbereitet und steigern laufend unsere Kapazitäten. Unsere Lösungen haben den Praxistest bestanden“, so Moosbrugger in der Aussendung.

Zwei Komponenten

Das Plug-&-Play-Montagesystem für Photovoltaik-Fassaden besteht aus zwei Komponenten: einer flexiblen Unterkonstruktion für verschiedenste Fassadenuntergründe (Holz, Beton, WDVS, Trapezblech) sowie gerahmten oder rahmenlosen PV-Modulen. Die Installation ist derart konzipiert, dass jeder Handwerksbetrieb – vom Zimmerer bis zum Elektriker – damit arbeiten könne.

Ab Mitte 2025 soll die Konfiguration von PV-Fassaden per App digitalisiert werden. „Das vereinfacht und beschleunigt die Planung und Projektierung nochmals deutlich. Gerade kleinere Betriebe werden vom Zeitgewinn profitieren“, erklärt Co-Geschäftsführer Manuel Hehle.

Mo Energy Systems bei DHDL

Mo Energy Systems tritt am Montag in der Höhle der Löwen auf. Mit dem Ziel, das B2B-Geschäft zu skalieren, neue Märkte zu erschließen und die Energiewende an die Wand zu bringen. Dafür bräuchte es Kapital. Konkret bot man den Löwen zehn Prozent Anteile für 800.000 Euro an.

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Das C-Level von Minimist: Robert Andrei Damian (CTO), Anna Greil (COO) und Stephan Hofmann (CEO). | © Minimist

Nach der Finanzierungsrunde in Höhe von rund einer Million Euro im März treibt das Wiener Kreislaufwirtschafts-Startup Minimist seine internationale Expansion voran. Nach dem Markteintritt in Großbritannien kooperiert das Unternehmen nun mit Salvos Stores, dem Einzelhandelszweig der Heilsarmee in Australien.

Salvos: 400 Filialen in Australien und Teil der Heilsarmee

Salvos Stores betreibt landesweit rund 400 Filialen und verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich mehr als 50 Millionen Sachspenden. Als Einzelhandelszweig ist Salvos organisatorisch Teil der Heilsarmee, einer international tätigen evangelischen Freikirche mit sozialem Hilfswerk, die weltweit in Territorien und Divisionen gegliedert ist. Die Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Ware fließen laut Unternehmen in soziale Projekte der Organisation.

Minimists Software soll die Erfassung, die automatisierte Preisfindung und den Multi-Channel-Verkauf von Sachspenden digitalisieren. Salvos verspricht sich dadurch weniger administrativen Aufwand und kürzere Durchlaufzeiten in den Filialen. Ein Pilotprojekt sei laut Minimist erfolgreich abgeschlossen worden.

Minimist COO Anna Greil (links) vor einem der 400 Salvos Stores in Australien © Minimist

WU Ignite Ventures und Seebacher mit je 50.000 Euro

Laut Pressemitteilung investieren mit WU Ignite Ventures und dem Angel-Investor Johannes Seebacher zwei neue Geldgeber:innen in Minimist. Wie Anna Greil im Gespräch mit brutkasten präzisiert, beteiligen sich beide mit jeweils 50.000 Euro.

Insgesamt seien nach der 1-Million-Runde vom März diesen Jahres im Mai nochmals zwischen 150.000 und 200.000 Euro an zusätzlichem Kapital in das Startup geflossen; die übrigen Investor:innen dieser Nachfinanzierung wollten laut Greil nicht genannt werden.

WU-Ignite-Ventures-Co-Geschäftsführer Rudolf Dömötör begründet sein Investment in Minimist: „Re-Commerce wird oft als Nische betrachtet. Stephan, Anna und Robert beweisen mit Minimist das Gegenteil: Sie bauen die Infrastruktur für einen der wirksamsten Hebel der Kreislaufwirtschaft, und zwar in globalem Maßstab.Dass ein Wiener Team mit Salvos Stores einen der größten Charity-Retailer Australiens gewinnt, zeigt, wie ernst dieser Anspruch gemeint ist.“

Von Wien in die Welt

Minimist wurde von Stephan Hofmann und Robert Andrei Damian gegründet. 2025 stieß Anna Greil als Late-Co-Founder und COO dazu. Das Startup sicherte sich bereits mehrere Finanzierungsrunden, unter anderem von Eversports-Gründer Hanno Lippitsch. Die Produktentwicklung bleibt laut Unternehmen in Wien verankert.

CEO Stephan Hofmann sagt zur Expansion: „Wir sind im Kern ein Software-Startup und ein globales Team. Die Welt ist unser Spielfeld, und der Erfolg in Australien zeigt, dass wir durch diesen internationalen Ansatz massiv an Geschwindigkeit gewinnen. Die Skalierbarkeit unserer Technologie kennt keine Grenzen.“

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