17.02.2023

mjuks: Wiener Startup für Medizinkleidung erhält sechsstelliges Investment

Das von zwei Kärntnern in Wien gegründete Startup mjuks, das nachhaltige Arbeitskleidung für Mediziner:innen herstellt, erhielt in seiner jüngsten Finanzierungsrunde ein sechsstelliges Investment. Ziel sei nun die Marktausweitung nach Deutschland und der Ausbau der Belegschaft.
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Die beiden mjuks Gründer Gregor Kury und Jakob Hohenberger
Das Team rund um die beiden mjuks-Gründer Jakob Hohenberger und Gregor Kury erhielt in seiner jüngsten Finanzierungsrunde ein sechsstelliges Investment. (c) mjuks

In seiner jüngsten Seed-Finanzierungsrunde erhielt das Wiener E-Commerce-Startup mjuks ein sechsstelliges Investment. An der Finanzierungsrunde beteiligt waren Business Angels aus Österreich und Deutschland. Die beiden Founder Gregor Kury und Jakob Hohenberger, ursprünglich aus Kärnten, gründeten mjuks 2021 mit dem Ziel, nachhaltige Berufsbekleidung für Mediziner:innen und Fachkräfte im Gesundheitswesen zu produzieren.

Seed-Investment für Personalausbau und Expansion nach Deutschland

mjuks zufolge soll das sechsstellige Investment in den weiteren Ausbau der Belegschaft fließen und das Team vor allem im Verkauf breiter aufstellen. Auch eine Expansion nach Deutschland sei geplant, sowie weiteres Equipment für die Wiener Zentrale des Startups.

Die Expansionsstrategie steht neben der Sortimentserweiterung im kommenden Geschäftsjahr an oberster Stelle, so mjuks Co-Founder Gregor Kury im Gespräch mit dem brutkasten: “Dieses Jahr ist voller Angriff auf Deutschland angesagt, welcher der größte Einzelmarkt in Europa ist. Zusätzlich wird das Sortiment um Produkte und Farben erweitert.”

Funktionale Berufsbekleidung mit Stil

Angaben des Unternehmens zufolge sind im DACH-Raum aktuell etwa zehn Millionen Menschen im Gesundheitssektor tätig. Bisherige Arbeitskleidung sei allerdings vorwiegend in standardisierten Unisex-Varianten erhältlich. Mit mjuks wollen Hohenberger und Kury sowohl Nachhaltigkeit als auch Individualität der Branchenuniform unterstützen.

“Mit mjuks kommen wir Käufern von medizinischer Berufsbekleidung entgegen, denen es wichtig ist, dass die Herstellung der Textilien ressourcenschonend erfolgt und die Arbeitsbedingungen stimmen”, erklärt Co-Founder Gregor Kury. Mittlerweile beliefert mjuks über 700 Kund:innen im Gesundheitswesen aus Österreich und Deutschland.

Regionale Produktion und Bildungsinitiativen

Der Markenname mjuks stammt aus dem Schwedischen, bedeutet so viel weich oder zart und soll für smarte und bequeme Praxisoutfits für Mediziner:innen stehen. Laut eigenen Angaben findet die Produktion der Arbeitskleidung in Europa statt. Darüber hinaus unterstützt das Startup auch internationale Bildungsinitiativen. In Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation Africa Amini Alama Foundation setzt sich mjuks im Rahmen der Initiative #madetocare für Bildung und Sicherheit von bedürftigen Kindern in Tansania ein.

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Ex-Notenbanker Robert Holzmann (links) und Emerald-Horizon-CEO Florian Wagner. Foto: Martin Pacher | brutkasten

Sieben Jahre nach der Gründung geht Emerald Horizon den nächsten Schritt Richtung Prototyp: Am 8. September gibt das Grazer Unternehmen (Wiener Börse: SMRX) in seinem Labor den Startschuss für den Bau des ADES Test Loop. Dabei handelt es sich um den ersten integrierten Systemtest, in dem die bisher einzeln entwickelten Komponenten des Reaktorsystems zusammengeführt werden. „In sieben Jahren intensiver Entwicklungsarbeit haben wir die einzelnen Bausteine für ADES entwickelt und validiert. Jetzt beginnen wir, gemeinsam mit VDL Groep, diese Bausteine zusammenzuführen“, sagt CEO Florian Wagner.

Reaktor ohne kritische Kettenreaktion

ADES (Accelerator Driven Energy Source) ist ein Kernreaktor in Containergröße, der ohne kritische Kettenreaktion arbeitet. Ein Teilchenbeschleuniger liefert die Neutronen, die den Prozess in Gang halten. Wird er abgeschaltet, endet die Spaltung sofort. Als Brennstoff dient Thorium. Eine Einheit soll 25 Megawatt thermische und rund zehn Megawatt elektrische Leistung liefern, genug für etwa 10.000 Haushalte, und das laut Unternehmen 20 Jahre lang ohne Brennstoffwechsel. Der Salzkreislauf arbeitet wasserfrei, ein Anschluss an einen Fluss ist für den Betrieb nicht erforderlich. Wie Wagner Ende 2025 im brutkasten-Talk sagte, ist die Marktreife für 2029 geplant.

Bild: (v.l.n.r.) DI Dr. Mario J. Müller, Vice President R&D, und US-Investor Carl Page, Mitglied des Advisory Board der Emerald Horizon AG, vor den Abschirmblöcken der Neutronenquelle im Labor in Graz. (c) Fuchs

Letzte Vorstufe vor dem Prototyp-Loop

In Graz wurden nach Unternehmensangaben bereits vier Vorgängergenerationen des Loops in Hardware getestet. Die kommende Version gilt als voraussichtlich letzte Vorstufe vor dem finalen ADES-Prototyp-Loop. Beim EU-Genehmigungspfad arbeitet Emerald Horizon mit Haskoning, an einer US-Klassifizierung mit Pillsbury Winthrop Shaw Pittman.

VDL Groep als Fertigungspartner

Eine zentrale Rolle kommt der VDL Groep zu. Der niederländische Industriekonzern mit rund 13.500 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz 2025 von mehr als vier Milliarden Euro, bekannt als Zulieferer der Halbleiterausrüstungsindustrie, führt als Engineering- und Fertigungspartner die technischen Bausteine zusammen und legt das System auf eine spätere industrielle Serienfertigung aus. Die Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen wird am 8. September in Graz live unterzeichnet.

Börsengang als Finanzierungshebel

Emerald Horizon notiert seit 26. Juni an der Wiener Börse. Das Listing soll laut Unternehmen vor allem den Zugang zu Fremdkapital erleichtern, etwa über Kredite, Green Bonds und Projektfinanzierung, um das Energy-as-a-Service-Modell und die Serienproduktion mit VDL zu finanzieren. Erst vor wenigen Tagen holte das Unternehmen zudem Manager Claus Schmidt für Organisationsentwicklung und Qualitätsmanagement an Bord.

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