18.07.2025
KI-TELEFONASSISTENT

MiraAi: Wiener Startup entwickelt KI-Lösung für überlastete Arztpraxen

Ein junges Wiener Startup will mit künstlicher Intelligenz die Organisation in Arztpraxen verbessern. Wie MiraAi dabei vorgeht und welche Ziele das Team verfolgt, schildert Co-Gründer Yoav Rabaev gegenüber brutkasten.
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Das Gründerduo von © MiraAi: Ilan Minasian und Yoav Rabaev.

Der Gesundheitsbereich gilt seit Langem als spannendes Feld für technologische Innovation. Fachkräftemangel, hoher Zeitdruck und eine schleppende Digitalisierung schaffen Herausforderungen – und damit auch Raum für neue Lösungen. Österreichische Startups wie Xund, Daphos oder ImageBiopsy Lab zeigen, wie der Einsatz von KI im Gesundheitsbereich funktionieren kann. Auch MiraAi möchte in diesem Markt seinen Platz finden. Das frisch gegründete Unternehmen aus Wien hat ein KI-basiertes Sprachsystem entwickelt, das die menschliche Telefonassistenz in Arztpraxen ersetzen soll.

„Digitale Rezeptionistin mit Persönlichkeit“

MiraAi soll eine “digitale Rezeptionistin mit Persönlichkeit” für Arztpraxen sein, erklärt Rabaev. Die KI erkenne, was Menschen am Telefon sagen, verstehe ihre Anliegen, könne Entscheidungen treffen und Abläufe koordinieren. Durch automatisierte Terminplanung und Kommunikation mit Patient:innen soll der organisatorische Aufwand in Praxen sinken. Die Software ist laut Unternehmen rund um die Uhr verfügbar – und das in mehreren Sprachen.

„Wir wollen medizinisches Personal entlasten und gleichzeitig Patientenzufriedenheit steigern – ohne zusätzliche Personalkosten oder komplizierte Systemwechsel“, sagt das Gründerduo Yoav Rabaev und Ilan Minasian.

MiraAi soll Effizienz steigern

Die Lösung soll vor allem dort ansetzen, wo Zeit und Personalressourcen knapp sind: bei der Anrufannahme. MiraAi übernimmt diese Aufgabe automatisiert und kann gleichzeitig Termine vergeben oder an bevorstehende Behandlungen erinnern. Damit soll nicht nur das Personal entlastet, sondern auch eine höhere Auslastung ermöglicht werden. Ein weiterer Vorteil aus Sicht des Startups: geringere Kosten durch reduzierten Personalbedarf. Beim Thema Datenschutz verweist MiraAi auf die Einhaltung der geltenden EU-Verordnungen.

„Es geht uns nicht darum, Menschen zu ersetzen. Es geht darum, sie zu unterstützen – und dafür zu sorgen, dass niemand mehr 20 Minuten in der Warteschleife hängt, während am Empfang das Telefon nicht stillsteht“, so das Startup.

Erster Investor aus der Schweiz

Noch ist MiraAi ein junges Unternehmen: Erst seit wenigen Wochen ist die Software offiziell am Markt. Die Idee sei aus einem Interesse an Gesundheitssystemen entstanden, erzählt Rabaev: „Uns hat das Thema Gesundheit immer beschäftigt. Wie Menschen betreut werden, wie Systeme funktionieren – und wie man sie besser machen kann.“ Der Wunsch, etwas zur Verbesserung beizutragen, sei ebenso treibend gewesen wie die Begeisterung für intelligente technische Lösungen. Nach eigenen Angaben wird MiraAi bereits in mehreren österreichischen Arztpraxen eingesetzt. Neben den Geschäftsführern Rabaev und Minasian gehören zwei Entwickler aus Wien und ein weiterer aus Australien zum Team.

Finanziell wurde das Startup in der frühen Phase von einem privaten Investor aus der Schweiz unterstützt, der namentlich nicht genannt werden möchte. Laut Rabaev hat dieser bereits in internationale Technologieunternehmen investiert. Im Fall von MiraAi stellte er 80.000 Euro zur Verfügung. Das Kapital wurde nach Angaben des Teams gezielt in die Weiterentwicklung der Software und die Optimierung der Benutzeroberfläche investiert. Langfristig denken die Gründer über weitere Anwendungsbereiche nach, wie etwa in der Hotellerie oder Gastronomie.

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Seit heute hat 3VC einen neuen Partner: Marius Istrate. Der gebürtige Rumäne ist bei dem Venture-Capital-Unternehmen kein Unbekannter. Seit 2020 war er bereits als Scout und Venture Partner für den Wiener VC aktiv, wobei sein Fokus auf den Bereichen Personal, Talent und Organisationsentwicklung lag. Istrate wird laut Aussendung durch die Partner-Rolle nun tief in die Deal-Evaluierung und die Skalierung des Portfolios eingebunden.

Erfahrung aus Hypergrowth und Angel-Investments

Istrate bringt sowohl operative als auch investorenseitige Erfahrung mit. Als Chief People Officer begleitete er den Software-Konzern UiPath bis zur Pre-IPO-Phase und baute die dortigen HR-Strukturen auf. Zudem investierte er in den vergangenen sechs Jahren als Business Angel in 28 Startups in Rumänien, Ungarn, Kroatien und Estland und leitete die rumänische Angel-Gruppe TechAngels.

„In einer Zeit, in der der Wettbewerb für VC-Firmen härter wird, ist es wichtig, dort beizutragen, wo wir am stärksten sind“, sagt Istrate. Er wird weiterhin von Bukarest aus agieren. Eva Arh, Managing Partner bei 3VC, ergänzt: „Ihn voll an Bord zu haben, ist ein großer Gewinn für unsere Gründer und Investoren.“

Prominentes Portfolio – darunter Emmi AI

Das in Wien ansässige VC-Unternehmen, das anfangs unter dem Namen capital300 firmierte, verfolgt eine fokussierte Anlagestrategie in den Regionen DACH, CEE und dem Baltikum. 3VC konzentriert sich dabei primär auf ausgewählte Technologie-Startups ab der Series-A-Phase.

Ein prominentes Beispiel aus dem Portfolio ist das Linzer Startup Emmi AI, in das der Risikokapitalgeber investiert war. Die auf KI-Simulationen spezialisierte Firma sicherte sich 2025 ein Millioneninvestment und legte kürzlich einen Mega-Exit hin, als sie vom französischen KI-Unternehmen Mistral übernommen wurde. Neben Emmi AI zählen auch Unternehmen wie Storyblok und fynk zum Portfolio des Fonds.

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