21.08.2025
TELEFONASSISTENZ

MiraAi: Wiener KI-Startup expandiert nach Kunden-Boost in die Schweiz

MiraAi von Yoav Rabaev und Ilan Minasian konnte im vergangenen Monat einige Kunden gewinnen und plant jetzt u.a. die Expansion in die Schweiz.
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MiraAi
© MiraAi - Yoav Rabaev (l.) und Ilan Minasian von MiraAi.

MiraAi aus Wien hat ein KI-basiertes Sprachsystem entwickelt, das die menschliche Telefonassistenz in Arztpraxen ersetzen soll (brutkasten berichtete). Das Startup stellt eine “digitale Rezeptionistin mit Persönlichkeit” für Arztpraxen zur Verfügung. Dabei erkenne die KI, was Menschen am Telefon sagen, verstehe ihre Anliegen, könne Entscheidungen treffen und Abläufe koordinieren. Durch automatisierte Terminplanung und Kommunikation mit Patient:innen soll so der organisatorische Aufwand in Praxen sinken.

Die Software ist laut Unternehmen rund um die Uhr verfügbar – und das in mehreren Sprachen, wie Co-Gründer Yoav Rabaev – der das Unternehmen mit Ilan Minasian gestartet hat – Mitte Juli dieses Jahres erklärte. Nun vermeldet man Neuigkeiten.

MiraAi: 30 neue Kunden und Expansion

„Wir haben innerhalb nur eines Monats 30 Arztpraxen (Anm.: darunter große Institute) als Kunden gewonnen und stoßen auf so viel Nachfrage, dass wir nun auch die Expansion in die Schweiz starten“, erklärt der Founder. „Die Idee, mit MiraAi in den Schweizer Markt zu expandieren, wird maßgeblich von unserem Schweizer Business Angel unterstützt. Er ist dort sehr gut vernetzt und stellt uns wertvolle Kontakte zur Verfügung, was uns den Markteintritt deutlich erleichtert.“

Mit Anfang September wird das Startup den Vertrieb beim westlichen Nachbarn in Gang bringen, ab Mitte des kommenden Monats soll dann MiraAi in der Schweiz verfügbar sein – inklusive eines Schweizer-Dialekts-Features.

All-Around-Lösung im Fokus

„Unser aktueller Fokus liegt zudem auf einer All-Around-Lösung für Ärzte, da uns viele Mediziner:innen zurückgemeldet haben, dass die Verwaltung und Dokumentation in den Praxen oft extrem schlecht organisiert ist. Genau hier entsteht ein enormes Potenzial: Wir entwickeln eine Lösung, die diese Prozesse mithilfe von KI automatisiert und Ärzte dadurch massiv entlastet“, erklärt der Gründer. Es gebe zwar viele Sprachsysteme – aber kein einziges, das sich speziell auf die hochkomplexen Anforderungen von Arztpraxen konzentriere. „Genau das trauen wir uns – Datenschutz, Präzision und absolute Verlässlichkeit stehen bei uns im Vordergrund. MiraAi arbeitet dabei mit sechs Medizinern, vier Softwareentwicklern und drei Business Angels zusammen.

Weitere Pläne des Startups beinhalten, die Zielgruppe zu erweitern, wie Rabaev sagt: „Wir sind überzeugt, dass MiraAi auch Hotellerie, Gastronomie und später sogar Behörden in Sachen Verwaltung und Dokumentation auf ein völlig neues Level hebt.“

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Biogena
© LinkedIn/Screenshot - Julia Hoffmann.

Julia Hoffmann übernimmt bei der Biogena Group als Chief Scientific Officer die wissenschaftliche Gesamtverantwortung. Bekannt gegeben hat die Personalie Biogena-Gründer Albert Schmidbauer in einem LinkedIn-Post: „Die nächste große Entwicklungsphase von Biogena beginnt mit einer Frage: Wie wird aus immer mehr Gesundheitswissen mehr Gesundheit für den einzelnen Menschen?“, fragt er.

KI soll bei Biogena gezielt und verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen

Und gibt gleich die Antwort: Hoffmann soll künftig Forschung, Diagnostik, Evidence, Produktentwicklung und Gesundheitsbildung enger zusammenführen. Ziel ist es, individuelle Bedürfnisse besser zu erkennen, diagnostische Erkenntnisse in fundierte Empfehlungen zu übersetzen und darauf abgestimmte Inhalte zu entwickeln. Auch KI soll gezielt und verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen.

Darauf aufbauend ließen sich Produkte, Anwendungen und persönliche Gesundheitsangebote gezielt auf den einzelnen Menschen abstimmen. Gleichzeitig soll Wissen so vermittelt werden, dass Menschen ihre Gesundheit besser verstehen und selbst aktiv und eigenverantwortlich gestalten können.

Female Longevity

Hoffmann trug seit neun Jahren Verantwortung in Geschäftsführungsfunktionen, seit fünf Jahren im Vorstand. „Ich habe erlebt, wie sie Ideen aufgreift, Menschen zusammenbringt und daraus etwas macht, das Bestand hat“, so Schmidbauer weiter. „Dass Julia Gesundheitswissen zu den Menschen bringen kann, zeigt bereits „The Wellbeing Code by BIOGENA“: kurz nach dem Start Platz 1 in den österreichischen Apple-Podcast-Charts im Themenbereich Gesundheit und Ernährung und bislang mehr als 85.000 Streams“, schreibt Schmidbauer.

Wie diese Verbindung von wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlicher Gesundheit konkret aussehen kann, zeigt auch Hoffmanns Fokus auf Frauengesundheit. Gemeinsam mit Patrick Bantsich, Mediziner mit einem Master of Science in Molekularer Medizin mit Fokus auf Prävention und Longevity, hat sie das Buch „Female Longevity“ verfasst, das im Jänner 2027 erscheint. Darin geht es um die Frage, wie Frauen ihre Gesundheit, Energie und Lebensqualität über alle Lebensphasen hinweg stärken können – und damit um einen Bereich, in dem wissenschaftliches Wissen unmittelbar in konkrete Orientierung für den Alltag übersetzt werden soll.

Biogena mit nächster Stufe

Für Schmidbauer markiert Hoffmanns Ernennung zugleich einen wichtigen nächsten Schritt für das Unternehmen: „Wir haben bei Biogena viel aufgebaut. Jetzt wollen wir die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlicher Gesundheit auf die nächste Stufe bringen.“

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