06.03.2018

Mipumi Games: Zwischen Wiener Moderne und Workflow 3.0

Im Gaming-Business neun Jahre lang zu wachsen und internationale Erfolge zu erzielen ist speziell in Österreich eine Ausnahme. Mipumi Games passt auf diese Beschreibung und plant diesen Weg nicht zu verlassen. Die Vorzeichen stehen gut.
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9 Jahre Kontinuität

Hitman, The Lion’s Song, Red Bull Mind Gamers Challenge. Das Portfolio des Wiener Spielestudios Mipumi könnte nicht breiter gefächert sein. Rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt das Unternehmen unter der Leitung von Managing Director Gregor Eigner. Jedes der Projekte ist handverlesen und für die Company wirtschaftlich wichtig.

+++Mind Gamers: Escape Room WM kommt im Sommer zurück +++

Geheimrezept: Nicht nur auf ein Pferd(espiel) setzen

Die letzten Jahre hat Mipumi mehrfach aufhorchen lassen. Teile des Teams arbeiten für das dänische Studio Io-Interactive und helfen in technischen Dingen bei der Kultmarke Hitman mit. Parallel dazu konnte man sich mit dem selbstfinanzierten Indie-Game The Lion’s Song, welches im frühen 20. Jahrhundert in Wien spielt, zahlreiche Preise gewinnen.

Eine dritte große Stütze ist die Kooperation mit Red Bull und Playful Solutions, wo man für die technische Umsetzung der Mind Gamers Escape Room Weltmeisterschaft verantwortlich zeichnet. Das Verteilen der Ressourcen auf mehrere Projekte sieht Eigner als einzig mögliche Überlebensstrategie im schnelllebigen Gaming-Business. „Eine unserer Prämissen als Firma ist Stabilität. Wir haben immer mehrere Säulen parallel. Das sind etwa eigene Projekte und natürlich Auftragsarbeiten. Zwischenprojekte, die etwa über Förderungen laufen, sind ebenfalls wichtig für uns.“

Mipumis selbstfinanziertes Adventure

Turbulenter Gaming-Markt

Dieser Mix aus Risiko und Kalkulation hat Mipumi auf stabile Beine gestellt. Eine Abweichung dieser Strategie sieht Eigner in nächster Zeit nicht. „Wir werden nicht von heute auf morgen eine halsbrecherische Aktion ausprobieren und nur an eigenen Projekten arbeiten, weil wir an deren Erfolg glauben“. Die Vergangenheit, speziell in der heimischen Entwicklerszene, hat die Schwierigkeiten des Marktes oft gezeigt.

Urgesteine wie Sproing oder Socialspiel mussten in den vergangenen drei Jahren Insolvenz anmelden. Der Markt wird laut Eigner immer schwerer kalkulierbar, was auch an der steigenden Anzahl an Plattformen liegt. „Einen garantierten Hit zu planen ist praktisch nicht mehr möglich.“

Mipumi lässt sich nicht in die Karten schauen

Aktuell arbeitet man an der Fortsetzung der Red Bull Mind Gamers Challenge, die im Sommer 2018 in die zweite Runde gehen wird. Über andere Projekte kann Eigner noch nicht sprechen. „Wir haben viele gute Ideen, aber diese müssen zu unseren Stärken passen. Wir setzen das um, wo wir die besten Chancen sehen, sowohl als Team als auch als Firma zu wachsen.“

Bei allen Projekten in den letzten neun Jahren ging es Eigner immer darum, was man aus Projekten lernen bzw. mitnehmen kann. Mit Mind Gamers hat man etwa im Bereich Events und Hardware neues Know-How aufbauen können. Ähnlich wird es bei den demnächst angekündigten Spielen aussehen. Ob man schon auf der kommenden Developers Conference GDC in San Francisco etwas dazu sehen wird, will Eigner nicht verraten. In jedem Fall wird es am 17. März im Vorprogramm der Messe eine österreichische Ausstellung „Spiel schön!“ geben, an der Mipumi mit Artworks ihres wunderbaren The Lion’s Song vertreten sein wird. Gute Werbung für die heimische Entwickler-Branche – das ist sicher.

Website von Mipumi >> Link

Mipumi auf der GDC 2018

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AustrianStartups
© AustrianStartups - Michael Kowatschew und Nina Hödlmayr.

Nach vier Jahren Arbeit im AustrianStartups-Vorstand übergibt Nina Hödlmayr ihre Rolle an Michael Kowatschew, Co-Founder von Heizma. Nach diesem Wechsel gehören dem Vorstand Markus Raunig, Stephanie Cox, Bernhard Niesner, Kilian Kaminski, Anna Pölzl und Kowatschew an.

„Fällt mir nicht leicht“

„Ich freue mich, dass Misha (Anm.: Michael Kowatschew) meine Rolle im Vorstand übernimmt. Ich kenne ihn seit einigen Jahren als klugen, ambitionierten Gründer mit Integrität und der Fähigkeit, andere zu inspirieren. Er bringt genau die Perspektive mit, die AustrianStartups braucht, um Gründer auch weiterhin bestmöglich zu unterstützen“, sagt Hödlmayr. „Ich war bei AustrianStartups mit ganzem Herzen dabei, und ich hoffe, das war für alle spürbar. Diese Arbeit loszulassen, fällt mir nicht leicht. Gleichzeitig glaube ich daran, dass Organisationen sich weiterentwickeln und es manchmal richtig ist, einen Schritt zurückzutreten und Platz zu machen. Mein Engagement für Gründer werde ich auch weiterhin durch Investments und Mentoring fortsetzen.“

Hödlmayr war seit Mai 2022 Teil des Vorstands, Mentorin beim Entrepreneurial Leadership Program, Jurorin bei der Youth Entrepreneurship Week und Stifterin der Stiftung Unternehmerische Zukunft, deren Gründung sie bei einem Vorstands-Offsite mit anstieß.

„Ohne Nina wäre AustrianStartups nicht da, wo wir heute sind. Sie hat unsere Professionalisierung entscheidend vorangetrieben und war sich nie zu schade, selbst anzupacken – ob als unermüdliche Mentorin in unseren Bildungsprogrammen oder als Co-Gründerin der Stiftung Unternehmerische Zukunft. Ein großes Danke an Nina für ihren herausragenden Einsatz für AustrianStartups – auch ohne Vorstandsrolle bleibt sie uns als großartiges Vorbild für die nächsten Gründer erhalten“, sagt Raunig, Vorsitzender des Vorstands.

Und er ergänzt: „Misha ist ein Vollblutunternehmer, der selbst schon durch alle Höhen und Tiefen gegangen ist. Durch seine Arbeit bei der Sigma Squared Society bringt er wertvolle Erfahrung im Aufbau internationaler Gründer mit. Wir freuen uns sehr, dass er mit an Bord kommt und gemeinsam mit uns daran arbeiten wird, dass in Österreich wieder mehr Zukunft gebaut wird.“

Unternehmertum positiver wahrnehmen

Kowatschew möchte mit seiner Rolle im Vorstand dazu beitragen, dass mehr junge Menschen den Mut haben, zu gründen, und das Bild von Unternehmertum in Österreich positiver wahrgenommen wird: „Ich möchte mehr Brücken zwischen den besten Leuten aus unterschiedlichen Gründungsphasen bauen, von Early Stage über Scaleup und Exit bis zum Mittelstand. In der Verbindung talentierter und inspirierender Menschen aus unterschiedlichen unternehmerischen Phasen steckt viel Magie“, sagt er.

Sein Debüt in seiner neuen Rolle gibt Michael Kowatschew am 15. Oktober 2026 beim AustrianStartups Summit in der Ottakringer Brauerei in Wien. Dort wird er über seine persönliche Gründerstory sprechen.

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