22.05.2026
FINANZIERUNG

Millionenrunde für Tiroler Startup: Reps holt 23,6 Millionen Dollar mit britischem VC im Lead

Das Tiroler Startup Reps hat eine Eigenkapital-Finanzierungsrunde in Höhe von 23,6 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Mit den frischen Ressourcen soll das patentierte System zur Energiegewinnung aus dem Straßenverkehr international ausgebaut werden.
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Das Team von © REPS mit Gründer Alfons Huber (r.)

Das 2023 von Alfons Huber in Mils in Tirol gegründete Unternehmen Reps setzt auf sogenanntes Energy Harvesting. Das System wird direkt in bestehende Straßen integriert – vorzugsweise dort, wo Fahrzeuge ohnehin abbremsen, wie an Logistikhubs, Kreuzungen oder Hafeneinfahrten. Die mechanischen Impulse von Autos und Lkw werden dabei in elektrische Energie umgewandelt. Über die zugrundeliegende Technologie zur Energiegewinnung aus Verkehrsflächen berichtete brutkasten bereits in der Vergangenheit.

Das erste Straßenkraftwerk von Reps Energy bei HCS im Hafen Hamburg © Patrick Lux

Britischer VC Fund im Lead

Wer genau hinter den Millionen steckt, bleibt vorerst im Verborgenen: Auf Nachfrage der Redaktion bestätigte man allerdings, dass ein britischer VC-Fonds die Runde als Lead-Investor anführt. Obwohl der konkrete Name im letzten Moment aus der Kommunikation zurückgezogen wurde, soll es sich laut Brancheninsidern um das neue Vehikel eines bekannten, ehemaligen Unicorn-Gründers handeln. Zu den weiteren Investoren wollte man keine Angaben machen.

Praxistest im Hamburger Hafen

Die Technologie befindet sich mittlerweile im Einsatz. Seit November 2025 läuft eine erste kommerzielle Anlage beim Hamburger Container Service im Hamburger Hafen, wie brutkasten berichtete. Nach Unternehmensangaben passierten in den ersten sechs Monaten mehr als 115.000 Lkw das System, wodurch rund 6.700 Kilowattstunden Strom unter realen Verkehrsbedingungen generiert wurden. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber z.B. Solar- oder Windkraft liegt laut Reps in der Unabhängigkeit von Wetter und Tageszeit.

Das Startup, an dem auch Investorin Elisabeth Köstinger beteiligt ist, steht nach eigenen Angaben in Gesprächen mit über 90 Interessenten aus der weltweiten Hafen- und Logistikbranche, sowie Städten. Interne Hochrechnungen zufolge könnte ein großflächiger Ausbau mit 230 Systemen im Hamburger Hafen jährlich rund 10 Gigawattstunden Strom erzeugen und sich in unter vier Jahren amortisieren.

Globale Pläne

Mit den neuen Millionenmitteln soll nun die Wachstumsphase eingeleitet werden, die Technologie an weiteren stark befahrenen Standorten auszurollen. Zu den Investoren machte das Unternehmen keine Angaben.

Auch Wirtschaftsstaatssekretärin Elisabeth Zehetner äußerte sich zur Finanzierungsrunde. Sie hob die Bedeutung heimischer Innovationen hervor und verwies auf Initiativen wie den Startup-Dachfonds – brutkasten berichtete. Dieser solle sicherstellen, dass zukunftsweisende Technologien in Europa skalieren, anstatt in die USA oder nach Asien abzuwandern.

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Daniel Metzler, CEO Isar Aerospace © Isar Aerospace

Isar Aerospace mit Sitz in Ottobrunn (München) entwickelt und baut Trägerraketen für den Transport von kleinen und mittleren Satelliten sowie Satellitenkonstellationen in die Erdumlaufbahn – brutkasten berichtete. Gegründet wurde das SpaceTech-Unternehmen 2018 vom Vorarlberger Daniel Metzler gemeinsam mit Josef Fleischmann und Markus Brandl. Vor knapp einem Jahr erhielt das SpaceTech 150-Millionen-Euro-Investment.

„Weltraum keine Grenze mehr“

Nun vermeldet man eine Series D in Höhe von 270 Millionen Euro. Zu den neuen Investierenden der Runde zählen Island Green Capital und Molten Ventures; daneben sind bestehende Kapitalgebende mit erheblichen Zusagen beteiligt, darunter HV Capital, Lakestar und UVC Partners. Letzterer unterstützt Isar Aerospace bereits seit 2018, als das Unternehmen aus dem studentischen Raketenteam WARR der Technischen Universität München hervorging.

Der Vorarlberger Daniel Metzler, Mitgründer und CEO von Isar Aerospace, kommentiert die Runde wie folgt: „Der Weltraum ist keine Grenze mehr; er ist die Infrastruktur nationaler Macht. Mit dieser strategischen Unterstützung erweitern wir den Zugang zum Weltraum für Nationen weltweit und liefern ein orbitales Startsystem im großen Maßstab für staatliche und kommerzielle Kundschaft.“

Isar Aerospace möchte „Lücke schließen“

Europa führte 2025 weniger als zehn orbitale Starts durch – rund ein Zwanzigstel dessen, was die USA im selben Zeitraum erreichten. Isar Aerospace ist eigenen Angaben zufolge das einzige private europäische Unternehmen, das die Kapazitäten und die Infrastruktur im großen Maßstab aufbaue, um diese Lücke zu schließen.

Die neue Produktionsstätte von Isar Aerospace in Parsdorf bei München – Europas größte integrierte Fabrik für Trägerraketen – ist darauf ausgelegt, bis zu 40 Spectrum-Trägerraketen pro Jahr zu fertigen, mit einem hohen Automatisierungsgrad und einer vertikalen Integration, die Design, Fertigung und Tests nahezu vollständig im eigenen Haus abdeckt, heißt es. Nach der ersten Startrampe in Norwegen plant Isar Aerospace einen zweiten Startplatz am Spaceport Nova Scotia in Kanada.

Isar Aerospace: „Weltraummarkt gewinnen“

„Weltraumstarts dienten schon immer zivilen und kommerziellen Zwecken und tun dies weiterhin. Doch innerhalb der vergangenen zwölf Monate ist die Nachfrage aus Verteidigung und öffentlicher Hand als Teil der Kundenbasis von Isar Aerospace deutlich gewachsen. Sie spiegelt die wachsende Erkenntnis europäischer Regierungen wider, dass ein souveräner Zugang zum Weltraum zu einer immer wichtigeren Fähigkeit wird“, liest man in diesem Sinne in der Aussendung.

„Der Zugang zum Weltraum ist eine strategische Notwendigkeit für Deutschland und Europa“, fügt Johannes von Borries, Partner bei UVC Partners, an. „Isar Aerospace ist das Unternehmen, das dafür am besten aufgestellt ist. Mit dieser Finanzierungsrunde verfügt das Team über die finanziellen Mittel, um das System weiter zu testen und eine stabile Trägerrakete zu erreichen. Gleichzeitig fährt es die Serienfertigung der Raketen hoch. So kann Isar Aerospace einen erheblichen Teil des Weltraummarkts für sich gewinnen.“

Das Münchner Unternehmen bereitet bereits den nächsten Qualifikationsflug mit dem Namen „Onward and Upward“ vor. Die Mission soll fünf CubeSats sowie ein Experiment im Rahmen des ESA-Boost!-Programms ins All transportieren. Das Startfenster öffnet sich vom 15. bis 21. Juni am unternehmenseigenen Startkomplex bei Andøya Space in Norwegen – vorbehaltlich Wetter, Sicherheit und Verfügbarkeit des Startgeländes.

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