03.07.2025
INVESTMENT

Millionen-Investment für Linzer Deeptech-Startup Tributech

Tributech hat eine Bridge-Finanzierung über eine Million Euro abgeschlossen. Künftig ist eine Expansion in USA und Nahost mit neuen strategischen Partnern geplant.
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Tributech
© Tributech - Thomas Plank von tributech.

Das Linzer Deeptech-Unternehmen Tributech hat eine Bridge-Finanzierungsrunde in Höhe von rund einer Million Euro erfolgreich abgeschlossen. Neben den bestehenden Investoren – darunter Silverlake-Direktor Timo Steidle mit weiteren Treugebern – sind auch neue Geldgeber an Bord: Werner Lanthaler, Christoph La Garde und das Business-Angel-Konsortium Angels United rund um Karl Büche, Markus Ertler, Niki Futter, Hermann Futter und Geschäftsführer Michael Edtmayer.

Tributech: Umsatz um 300 Prozent gesteigert

Die Investoren sehen das Potential des speziell auf Industrie-Anforderungen abgestimmten AI-Fokus von Tributech, heißt es per Aussendung. Das Startup hat im Geschäftsjahres 2024 erstmals ein positives EBITDA erreicht. Der Umsatz wurde zudem im vergangenen Jahr im Vergleich zum Jahr 2023 um mehr als 300 Prozent gesteigert. Die zusätzliche Kapitalspritze soll nun die nächste Wachstumsphase in den USA und im Nahen Osten beschleunigen.

Tributech entwickelt konkret eine Zero-Trust-Datenplattform für industrielle IoT- und OT- Umgebungen. Die patentierte Technologie sichert hochfrequente Sensordaten gegen Manipulation, garantiere deren Unveränderbarkeit und ermögliche eine nahtlose Integration in bestehende IT-/OT-Systeme sowie KI-Modelle. Unternehmen sollen damit die Integrität von Daten entlang des gesamten Lifecycles nachweisen können – essentiell für regulatorische Compliance und sichere KI-Anwendungen.

Tochtergesellschaft in VAE

Zu den strategischen Meilensteinen der Linzer zählen Proof-of-Concepts mit zwei großen Versorgern im Nahen Osten, bei denen Tributechs Lösung als Enabler für vertrauenswürdige Industrial-AI-Prozesse eingesetzt wird. Das Unternehmen gründet derzeit außerdem eine Tochtergesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten, um die Aktivitäten in der Region weiter auszubauen. Zudem verstärkt es sein Team um den ehemaligen Regional Director eines führenden OT-Sicherheitsanbieters, um das Partnernetzwerk gezielt auszubauen.

Tributech-CEO: „Datenmanipulation als größte Gefahren für KI-Systeme“

„Datenmanipulation ist eine der größten Gefahren für KI-Systeme. Unsere Technologie schützt diese Systeme dort, wo es am nötigsten ist: direkt an der Quelle“, sagt Thomas Plank, CEO und Mitgründer von Tributech. „Mit Angels United und unseren neuen Partnern haben wir nun nicht nur Kapital, sondern vor allem strategische Erfahrung und Netzwerkstärke gewonnen, um unsere internationale Skalierung weiter voranzutreiben.

Hermann Futter, Lead-Investor bei Angels United für Tributech, ergänzt: „Die industrielle Nutzung von KI steht und fällt mit der Integrität der Daten. Tributech hat genau für dieses Problem eine elegante, technisch herausragende Lösung entwickelt – und das mit einem Team, das es versteht, technologische Tiefe und Marktzugang zu verbinden.“

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CEO und Co-Founder Matthäus Offner | (c) Find my Werkstatt / Canva

So manche Autofahrer:innen hat wohl schon einmal der Schreck eingeholt, als die Rechnung für das letzte Service geschrieben wurde. Neben hohen Preisen ist es oft schwierig nachzuvollziehen, wie teuer die Reparatur sein darf. Das soll sich nun mit Find my Werkstatt ändern, denn das Wiener Unternehmen möchte Kosten sichtbar und transparent machen. Es stellt dafür digitale Fahrzeugberichte aus, die Autofahrer:innen zeigen, welche Arbeiten laut Wartungsplan vorgesehen sind, welche Ersatzteile benötigt werden und mit welchem Arbeitsaufwand zu rechnen ist.

„Wir machen Informationen zugänglich“

„Wer sein Auto zum Service bringt, weiß meistens nicht, was tatsächlich gemacht werden muss und wie sich die Rechnung zusammensetzt. Genau das wollen wir ändern. Wir machen Informationen zugänglich, die bisher vor allem Werkstätten zur Verfügung standen“, erklärt Matthäus Offner, Geschäftsführer von Find my Werkstatt. Ihm gehören 49 Prozent der Firma, Mehrheitseigentümer ist die pubbles FilmgesmbH.

Find my Werkstatt greift bei seinen Analysen auf technische Fahrzeugdaten, Wartungsvorgaben, Arbeitszeitwerte und aktuelle Ersatzteilpreise zurück. Laut dem Wiener Unternehmen würden die Service- und Reparaturkosten nach einem ähnlichen Prinzip berechnet werden, wie es auch in professionellen Werkstätten üblich sei. Find my Werkstatt betont aber, dass die berechneten Kosten als Orientierung dienen.

Ein Ersatzteil, zwei Preise

„Was mich immer wieder überrascht, sind die enormen Preisunterschiede bei Windschutzscheiben. Für ein und dasselbe Fahrzeug kann eine Windschutzscheibe bei einem Anbieter rund 300 Euro und bei einem anderen weit über 1.000 Euro kosten“, sagt Offner und ergänzt bezüglich der Arbeitskosten: „Der Stundensatz kann von Werkstatt zu Werkstatt um bis zum Dreifachen variieren. Viele Autofahrer wissen gar nicht, wie groß diese Unterschiede tatsächlich sein können.“ Durch Find my Werkstatt sollen Autofahrer:innen Angebote besser einschätzen können und informiertere Entscheidungen treffen.

Die Plattform würde auch beim Gebrauchtwagenkauf wichtige Informationen zur Verfügung stellen, wodurch Folgekosten besser berücksichtigt werden können. „Ein vermeintlich günstiges Auto kann schnell teuer werden, wenn kurz nach dem Kauf größere Wartungen oder Reparaturen anstehen. Wir wollen, dass man solche Kosten bereits vor dem Kauf besser einschätzen kann“, erklärt Offner.

Recherche nach der passenden Werkstatt

Grundsätzlich wurde Find my Werkstatt vor zwei Jahren gegründet, um eine passende Kfz-Werkstatt in der Nähe zu finden. Nutzer:innen können Betriebe anhand von Standort, angebotenen Leistungen und Bewertungen entdecken und direkt kontaktieren. Bisher habe die Firma 20.000 User:innen und mache laut eigenen Angaben heuer einen Umsatz von rund 100.000 Euro.

Vollständig gebootstrappt, jetzt beginnt Investorensuche

Werkstätte, die auf der Plattform aufgeführt werden möchten, zahlen eine Gebühr zwischen 109 Euro und 150 Euro. Je nach Preis ist eine einfache Listung bis hin zur Verfügungstellung einer Software, die den Prozess des Ersatzteilebesorgens vereinfacht, möglich. Aktuell seien rund 4.300 Werkstätten verzeichnet. Auf der anderen Seite bezahlen Autofahrer:innen pro Bericht zwischen 5,90 Euro und 19,90 Euro. Je nach Preis erhalten sie unterschiedlich ausführliche Informationen. Find my Werkstatt ist bisher eigenfinanziert, wobei man aktuell nach großen Investoren wie Versicherungen, Automarken etc. suche.

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