16.03.2021

Microsoft Österreich bekommt neuen General Manager

Microsoft Österreich erhält einen neuen General Manager. Hermann Erlach war bis dato als COO und Sprecher für Innovationsthemen beim Konzern tätig und übernimmt ab 1. Mai die Geschäftsführung.
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(c) Microsoft - Hermann Erlach wird neuer General Manager bei Microsoft Österreich.

Nach sechs Jahren bei Microsoft Österreich wechselt Dorothee Ritz zu einem führenden internationalen Industriekonzern. Hermann Erlach, der seit 2015 Mitglied der Geschäftsleitung war, folgt ihr nach.

Microsoft mit über 4.000 Partnern in Österreich

„Mit viel Freude und Optimismus starte ich in meiner neuen Rolle als General Manager und möchte den erfolgreichen Weg hier in Österreich weiter führen, aber auch ein neues Kapitel der Zusammenarbeit aufschlagen. Das gelingt nur als Teamleistung. Mit über 4.000 Partnern am österreichischen Markt finden wir auch die notwendige Breite, um das gelingen zu lassen. Ich wünsche uns, dass wir, als Land, noch mutiger werden und in vielen Themen jetzt voran gehen. Mein persönliches Ziel ist es, mit meinem Team einen Beitrag zu leisten, dass auch meine Tochter exzellente Chancen vorfindet und ihre Träume leben kann“, sagt Erlach zu seiner neuen Rolle.

Karriere-Start war 2015

Seine Karriere bei Microsoft begann Hermann Erlach vor rund sechs Jahren als Leiter des Bereiches Enterprise Services mit der Verantwortung für das gesamte Beratungs- und Services-Geschäft in Österreich. Seit 2018 fungierte er in seiner Rolle als Chief Operations Officer, Digital Transformation Lead und auch als Sprecher für Innovationsthemen.

Management-Erfahrung

Davor bekleidete er zahlreiche Managementpositionen internationaler Unternehmensberatungen, wie etwa bei Capgemini Consulting oder Booz & Company, mit. Nach vielen Jahren in Konzeption und Umsetzung von Großprojekten wechselte er 2008 zu SAP, wo er sowohl auf regionaler bzw. internationaler als auch auf lokaler Ebene eine strategische Führungsfunktionen einnahm.

Heute ist der neue Microsoft-General Manager Vater einer elfjährigen Tochter und widmet sich in seiner Freizeit gerne Kultur-Veranstaltungen. Oder tourt mit dem Mountain-Bike durch die Bergwelt seiner Heimat Osttirol. Ein „analoger Ausgleich“ zu seinem Beruf, wie er sagt.

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Hansi Hansmann auf der Main Stage des Female Future Festivals 2026. © brutkasten

Unter dem Motto „The Power of Connection“ versammelten sich am 22. Oktober rund 2.000 Teilnehmende in der Wiener Ottakringer Eventlocation. Das von den Schwestern Verena Eugster und Patricia Zupan-Eugster gegründete Female Future Festival widmete sich Themen wie Leadership, künstlicher Intelligenz und Finanzkompetenz. Neben Fachpanels zu Verhandlungsstrategien oder finanzieller Gesundheit war auch Business Angel Hansi Hansmann als Keynotespeaker auf der Bühne zu sehen.

„…, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“

Im Gespräch mit brutkasten nannte Hansmann seine Motivation für den Besuch: „Ich habe zwei kleine Töchter und ich möchte gerne, dass meine Töchter später im Leben irgendwann alles das machen können, was sie machen wollen, ohne dass ihr Geschlecht sie daran hindert.“ „Ich bin ein ganz, ganz großer Fan davon, dass es mehr Unternehmerinnen und mehr Investorinnen gibt. Überhaupt mehr Frauen an der Macht, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“, ergänzt er zu seinen Beweggründen.

Was seine Beteiligungen angeht, sieht der Investor und ehemalige Manager in Sachen Geschlechterverteilung ein klares Muster: „Ich habe in alles investiert: in rein männliche Teams natürlich viel mehr, aber auch rein weibliche und gemischte Teams. Am besten performen gemischte Teams aus meiner Erfahrung.“

Der Hebel gemischter Teams

Den Vorteil gemischter Teams sieht Hansmann im Zusammenspiel unterschiedlicher Stärken: Es gebe „unterschiedliche Eigenschaften und Skills zwischen Frauen und Männern, und die Mischung macht’s aus“.

Als Beispiel nennt er den Markteintritt: „Ein reines Männerteam geht mit dem Produkt raus, wenn es fertig ist. Nach dem Motto ’das können wir mal rausschieben in den Markt, probieren wir mal, schauen wir mal, ob es ankommt.’ Beim reinen Frauenteam, da muss das Produkt perfekt sein. Und das dauert natürlich fünf Monate länger, bis die auf den Markt gehen, und damit vergeht Zeit.“ Für ihn gilt: „Das gemischte Team, wo sozusagen alle Stimmen zu Wort kommen, ist das Ideale.“

Deutlicher Finanzierungs-Gap in H1/2026

Doch obwohl die Teamkonstellation am besten zu performen scheint, bestehen nach wie vor große Ungleichheiten in Sachen Startup-Finanzierung. Erst kürzlich zeigte der Female Start-up Funding Index H1/2026 von EY Österreich, Female Founders und Fund F das Ausmaß. Im ersten Halbjahr flossen 472 Mio. Euro Risikokapital in österreichische Startups, ein Plus von 329 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Rein männliche Teams erhielten davon 94,9 Prozent, gemischte Teams 4,8 Prozent und rein weibliche Teams 0,3 Prozent. Der Frauenanteil unter den analysierten Gründer:innen lag bei rund 13 Prozent. „Frauen dürfen gründen. Finanziert werden Männer“, brachte es Lisa-Marie Fassl, Managing Partner von Fund F, in der damaligen Aussendung auf den Punkt.

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