17.11.2025
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Microsoft: Markus Reichart wird neuer „Head of Enterprise Partner Solutions“

Microsoft Österreich hat heute bekannt gegeben, dass Markus Reichart mit 15. November 2025 die Rolle als Enterprise Partner Solutions Lead übernommen hat. Er folgt auf Doris Lippert.
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Microsoft, Reichart
© Microsoft/Canva - Markus Reichart.

In seiner neuen Funktion soll Markus Reichart künftig gemeinsam mit Microsofts österreichischem Partnernetzwerk den Geschäftserfolg für gemeinsame Kunden vorantreiben. Er berichtet an Hermann Erlach, General Manager von Microsoft Österreich, und ist nun Teil der österreichischen Geschäftsleitung. Reichart folgt damit auf Doris Lippert, die sich laut Aussendung beruflich neu orientiert. Auf brutkasten-Nachfrage wollte Lippert über ihre berufliche Zukunft noch nichts sagen, möchte sich aber zu einem späteren Zeitpunkt darüber äußern.

Über eine Dekade bei Microsoft

Seit seinem Eintritt in das Unternehmen im Jahr 2015 hat Reichart mehrere Teams im Partnerbereich geleitet, zuletzt als Leiter des Partner Developments. Zuvor war er im Business Development bei Hewlett Packard Enterprise in Wien tätig. Reichart hat Wirtschaftspädagogik an der Wirtschaftsuniversität Wien sowie International Management an der Universität NOVA in Lissabon studiert.

„Markus bringt langjährige Erfahrung im Partnerökosystem und tiefes Marktverständnis mit. Gemeinsam mit unserem österreichischen Partnernetzwerk wird er innovative Lösungen für unsere Kunden entwickeln und umsetzen. Seine Ernennung unterstreicht unser klares Bekenntnis, Talente aus den eigenen Reihen gezielt zu fördern. Bei Doris bedanke ich mich herzlich für ihre hervorragende Führungsarbeit in den vergangenen Jahren und wünsche ihr für ihre nächsten beruflichen Schritte weiterhin viel Erfolg“, sagt Hermann Erlach, General Manager von Microsoft Österreich.

„Potenzial neuer Technologien nutzbar machen“

Und Reichart kommentiert seine neue Rolle wie folgt: „Ich freue mich, diese neue Aufgabe in einer der spannendsten Phasen technologischer Entwicklung übernehmen zu dürfen. Der Einsatz von KI entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Gemeinsam mit unseren mehr als 4.000 österreichischen Partnern möchte ich dabei beitragen, das Potenzial neuer Technologien für unsere Kunden bestmöglich nutzbar zu machen.“

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MyPilz Team mit Gründern Wolfgang Hinterdobler (l.) und René Lux (r.) © MyPilz

Das vor vier Jahren gegründete Startup MyPilz hat es sich zum Ziel gesetzt, das wirtschaftliche und ökologische Potenzial von Pilzen in die industrielle Anwendung zu bringen. Ermöglicht wird dies laut Unternehmen durch den technologischen Fortschritt der letzten Jahre: Dank gesunkener Kosten in der DNA-Sequenzierung lassen sich Pilzstämme heute präzise bis auf die Ebene des Individuums bestimmen, erklärt Gründer René Lux im brutkasten-Interview.

Angewandte Mykologie für die Kreislaufwirtschaft

Das biologische Reich der Fungi bietet laut Gründer Rene Lux enorme, bisher kaum genutzte Potenziale für die Wirtschaft. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von Verpackungsmaterialien und Plastikersatz über den Einsatz in der Bau- und Textilbranche bis hin zur gezielten Bodenentgiftung und dem Biomassemanagement.

Pilze agieren hierbei als essenzielle Zersetzer im Ökosystem. Um die Vernetzung zwischen internationaler Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern, veranstaltet das Startup zudem die biennale Eventreihe „Pilzfestspiele“, die auch 2027 wieder in Wien über die Bühne gehen werden.

Das Geschäftsmodell: Drei Säulen im Untergrund

Das Geschäftsmodell von MyPilz ruht laut Lux im Wesentlichen auf drei Säulen:

  • Consulting & IP: Das siebenköpfige Team unterstützt etablierte Unternehmen und Startups bei der Entwicklung von Innovationen und begleitet sie bei Förderprojekten.
  • Laboranalytik: Mittels DNA-Metabarcoding bietet das Startup standardisierte Boden- und Schadbildanalysen an. Diese Daten nutzen unter anderem NGOs, staatliche Organisationen sowie die Landwirtschaft.
  • Education: Neben Ausbildungsprogrammen und Initiativen im Bereich Bildung vertreibt MyPilz ein ökologisches Brettspiel im deutschsprachigen Raum.

„Wir produzieren nicht ein Produkt und suchen uns dann einen Markt, sondern wir finden ein Problem und einen Partner und lösen dann dieses Problem durch Innovation“, erklärt Lux den strategischen Ansatz des Unternehmens. Zu den Kund:innen und Projektpartner:innen zählen unter anderem, das für sein Fungi Pad bekannte Startup Hermann.Bio und das Entsorgungsunternehmen öKlo. Für das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft erstellte das Startup zudem eine Potenzialstudie.

Gründer René Lux mit dem „Pilzfest“ Brettspiel

Cashflow-Stabilität und AWS-Wachstumsfinanzierung

Nach einer ersten Seed-Finanzierung durch Family and Friends sowie strategische Mentoren-Investoren trägt sich die operative Basis des Startups seit dem elften Monat selbst. Im ersten Geschäftsjahr erwirtschaftete MyPilz einen sechsstelligen Umsatz, der laut Angaben des Unternehmens seither jährlich annähernd verdoppelt werden konnte.

Da die Grundkosten über den eigenen Cashflow gedeckt sind, verzichten die Gründer aktuell auf die Abgabe weiterer Unternehmensanteile. Um das geplante Wachstum, darunter die Erweiterung des Teams und der Ausbau eines größeren Labors an einem neuen Standort, zu finanzieren, setzt MyPilz auf Fremdkapital. Dieses wurde unter anderem durch das Double-Equity-Programm der Förderbank AWS mit 250.000 Euro vor einigen Wochen erfolgreich gehebelt und durch langjährige Nachrangdarlehen der bestehenden Gesellschafter:innen auf 400.000 Euro erhöht.

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