05.11.2020

Microsoft ISV Conference bietet online Gratis-Tipps für Founder

Die Microsoft ISV Conference am 18. November ist eine kostenlose Online-Konferenz, auf der Startups und Jungunternehmen erfahren, wie sie ihr Business mit Microsoft-Produkten vorantreiben können. Erfolgreiche ISVs werden ihre Best-Practices mit dem Publikum teilen.
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Auf der Microsoft ISV Conference erfahren Startups und Jungunternehmen, wie sie mit Microsoft-Technologie ihr Wachstum vorantreiben.
Auf der Microsoft ISV Conference erfahren Startups und Jungunternehmen, wie sie mit Microsoft-Technologie ihr Wachstum vorantreiben. (c) Microsoft
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Startups und Jungunternehmen haben diverse Hürden zu meistern, wenn sie sich am Markt etablieren wollen. Hier können Microsoft-Technologien der Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg sein. Doch welche Möglichkeiten gibt es dabei, und wo fängt man an? Um diese Fragen zu beantworten, sprechen Expertinnen und Experten aus der Industrie und Startup-Szene auf der Microsoft ISV Conference am 18. November über innovative und disruptive Geschäftsmodelle, die Unternehmen auf ihrer digitalen Transformationsreise unterstützen. Zudem wird die Digitalisierung und ihr Einfluss auf den gesellschaftlichen Wandel diskutiert.

Passend dazu wird der Azure Marketplace speziell für Startups und ISVs (Independent Software Vendor) vorgestellt, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen Einblicke in Microsofts erfolgreiches Co-Selling-Programm.

Kern des Events ist schließlich eine interaktive Diskussion zwischen Industrie Experten (u.a. LAMIE direkt, Reactive Reality und AVL – Creators Expedition) und Startups.

Die Zielgruppe der Microsoft ISV Conference 

Die folgenden Gruppen sollten an der Microsoft ISV Conference teilnehmen.

  • ISVs, die nach neuen Vertriebsmöglichkeiten suchen.
  • Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer, die ihr Startup vor kurzem gegründet haben und ihr Business vorantreiben möchten.
  • Developer in jungen Startups, die nach Wegen suchen, um Programme schnell entwickeln und aufbauen zu können.

Das Programm der Microsoft ISV Conference 

Begrüßung & Moderation
Tobias Sickinger, Territory Channel Manager
Christian Schwendtner, Developer Engagement Lead
16:00 – 16:15 UhrMicrosoft Programme für ISVs & StartUps
FastTrack for ISVs, Microsoft Co-Sell Programm, Microsoft Marketplace, etc
Tobias Sickinger, Territory Channel Manager
16:15 – 16:55 UhrCloud Diskussion Panel – Thema: Disruptive Technologien und ihr Einfluss auf den Business Alltag
Interaktive Diskussion zwischen Industrie Experten (u.a. LAMIE direkt, Reactive Reality und AVL – Creators Expedition) und Startups
Christian Schwendtner, MC
16:55- 17:00 UhrWrap Up
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24.09.2026

Apollo: Sprachmodell von ÖAW und Mistral schließt Lücken in 2.000 Jahre alten Texten

"Apollo" ergänzt fehlende Inhalte in fragmentarischen antiken Texten und gilt eigenen Angaben nach als weltweit erstes LLM für Altgriechisch.
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Apollo, KI, Altgiechisch, Mistral
© Österreichische Nationalbibliothek/ÖAW/Daniel Hinterramskogler - Papyrus aus der römischen Kaiserzeit mit einer griechischen Geburtsanzeige, von Apollo rekonstruiert (Römisches Ägypten, 149 n. Chr.) und Anna Dolganov, Forscherin am Österreichischen Archäologischen Institut der ÖAW.

In Museen und Bibliotheken weltweit lagern hunderttausende Inschriften und über eine Million Papyrusfragmente aus der Antike. Der Großteil des Materials ist fragmentarisch und schwer lesbar. „92 Prozent der Papyri warten bis heute auf ihre Entzifferung. Ein gigantischer, unerschlossener Schatz der Geschichte“, heißt es per Aussendung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Genau hier möchte Apollo ansetzen.

Apollo: „Neues Fenster zu unserem gemeinsamen kulturellen Erbe“

Entwickelt wurde das Large Language Model (LLM) in einer Kooperation zwischen der ÖAW und den europäischen KI-Unternehmen Mistral AI und SAIL Reply. Am gestrigen Mittwoch präsentierten die Forschungspartner die erste Stufe des Apollo-KI-Systems, das ab sofort der Wissenschaft und der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

„Apollo zeigt, was europäische Zusammenarbeit leisten kann, wenn KI, die gezielt an wissenschaftliche Anforderungen angepasst werden kann, auf jahrhundertealtes wissenschaftliches Wissen trifft“, sagt Guillaume Lample, Co-Founder und Chief Scientist von Mistral. „Indem Mistrals Technologie dabei hilft, Texte wiederherzustellen, die seit zweitausend Jahren nur fragmentarisch überliefert sind, eröffnet sie ein neues Fenster zu unserem gemeinsamen kulturellen Erbe – und das ist erst der Anfang.“

600 Millionen Wörter

Die meisten Texte der Antike sind nur unvollständig überliefert und es fehlen einzelne Wörter oder sogar ganze Textpassagen. Das Sprachmodell Apollo könne fehlende Inhalte von Fragmenten eigenständig ergänzen und dabei helfen, das Verständnis und die historische Einordnung eines Schriftstückes zu verbessern.

Obwohl für das Training der KI in Altgriechisch nur 600 Millionen Wörter zur Verfügung standen – mehrere zehn Milliarden Wörter gelten üblicherweise als der Standard für LLMs – sei eigenen Angaben nach Apollo treffsicher.

„Bei einem vorhandenen Originaltext auf Papyrus erreicht das Modell bei maskierten, also bewusst versteckten Passagen eine Trefferquote von rund 80 Prozent“, erklärt Anna Dolganov, Forscherin am Österreichischen Archäologischen Institut der ÖAW und Mastermind hinter dem Projekt. Bei tatsächlich unbekannten Textlücken bewerteten internationale Fachexpert:innen, die das KI-System im Rahmen einer Blindstudie evaluiert haben, Apollos Vorschläge in 77 Prozent der Fälle als mindestens ebenso gut wie durch Menschen vorgenommene Ergänzungen und in 16–20 Prozent der Fälle sogar besser, heißt es.

Apollo erkennt Sprachstufen

Besonders beeindruckend sei zudem, wie präzise Apollo zwischen verschiedenen Sprachstufen des Griechischen unterscheiden kann, betont Dolganov: „Unser LLM kann mit vergleichsweise geringem Wissen über einen Kontext weitreichende Schlüsse ziehen. Anhand von Satzbau und Vokabular erkennt Apollo präzise, ob ein Text zum Beispiel aus Homers ‚Odyssee‘ stammt, und ergänzt ihn im passenden Sprachregister.“

Als Beweis zeigte Dolganov bei der Präsentation von Apollo etwa eine antike Geburtsurkunde, die vollständig rekonstruiert wurde. Zudem wurde eine beim Ausbruch des Vesuvs verkohlte Schriftrolle an entscheidenden Stellen „vollständig lesbar gemacht“. Und mit der Rekonstruktion einer fragmentarischen Inschrift aus dem Schwarzmeerraum hat sich der Forscherin zufolge belegen lassen, dass in einer bestimmten Region bereits römisches Recht galt. Die Aussendung sprach hierbei von einer „weitreichenden Erkenntnis, die durch einen Beleg für die römische Prostitutionssteuer untermauert wird.“

Weitere Stufen geplant

„Mithilfe der KI entsteht ein neues Bild der antiken Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, da sich viele Erkenntnisse erst aus der Masse der Dokumente ergeben – etwa bei Steuerquittungen“, präzisiert Dolganov.

Und Heinz Faßmann, Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ergänzt: „Apollo bringt die Erforschung von historischen Schriftstücken und Dokumenten in ein neues Zeitalter. Der Einsatz des neuen Sprachmodells wird völlig neue Forschungsfragen zulassen und unser historisches Wissen erweitern. Wir sind stolz, dass die ÖAW gemeinsam mit dem europäischen KI-Unternehmen Mistral diese wegweisende Technologie entwickelt hat. Für die Zukunft streben wir eine vertiefte Zusammenarbeit mit Mistral an.“

© ÖAW/Daniel Hinterramskogler – Heinz Faßmann, Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, bei der öffentlichen Vorstellung von Apollo.

Der ersten Stufe des Modells sollen bald noch weitere folgen. „Das Ziel ist ambitioniert, aber machbar“, wie Dolganov betont: Die KI soll künftig unerschlossene Papyri sowohl entziffern als auch rekonstruieren können. Geplant ist außerdem eine Erweiterung, mit der das Modell thematische und semantische Suchen in der gesamten griechischen Textüberlieferung durchführen sowie Parallelstellen suchen soll und so die passende Evidenz für Ergänzungsvorschläge gleich mitliefert.

Dolganov, die ÖAW und Mistral wollen jedoch bei Altgriechisch nicht aufhören. Aufbauend auf den Erfahrungen soll die KI künftig auch mit einem lateinischen Textkorpus trainiert werden. Dafür stehen dann rund zwölf Milliarden Wörter zur Verfügung. Was für das Projekt noch fehlt, sei ein passender Name.

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