14.03.2022

MiCA: EU-Parlament stimmt gegen „Bitcoin Verbot“

Die Verordnung hätte in dieser Form einen massiven Wettbewerbsnachteil für die Kryptobranche in Europa bedeutet.
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Bitcoin
Foto: Adobe Stock

Das EU-Parlament hat am Montag einen umstrittenen Paragraphen in einer Verordnung zur Regulierung von Krypto-Assets abgelehnt. Zur Abstimmung gelangte ein Entwurf von MiCA, kurz für Markets in Crypto Assets, in dem ein Verbot für „Proof of Work“-Verfahren angedeutet wurde – das Verfahren kommt beim Mining bei Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum zum Einsatz. Die Branche lief gegen den in letzter Sekunde vor der Abstimmung eingefügten Paragraphen Sturm und offenbar mit Erfolg. 32 Abgeordnete haben im Committee on Economic an Monetary Affairs gegen den Entwurf gestimmt, 24 sprachen sich dafür aus.

MiCA wird nachverhandelt

Für Krypto-Unternehmen in Europa hätte die Verordnung in dieser Form verheerende Folgen gehabt – die Branche fürchtete einen massiven Wettbewerbsnachteil gegenüber USA und Asien. Nach der Abstimmung durch das Parlament am Montag wird MiCA nun nachverhandelt und muss nach dem Segen des EU-Parlaments auch noch vom Ministerrat der EU, also den jeweils zuständigen Fachminister:innen der Mitgliedsländer, abgesegnet werden, bevor die Verordnung inkraft treten würde.

Hier geht es zum ausführlichen Bericht zu den Hintergründen der „Proof of Work“-Debatte in MiCA: EU-Parlament stimmt (doch wieder) über mögliches Bitcoin-Verbot ab

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die 21bitcoin-Gründer Dominik Seibold und Daniel Winklhamme
die 21bitcoin-Gründer Dominik Seibold und Daniel Winklhammer | Foto: 21bitcoin

Wer in Bitcoin investiert, hält zwischendurch immer auch Euro. Dieses Guthaben wird ab heute bei 21bitcoin mit 1,21 Prozent p.a. verzinst. Das Besondere: Kunden der Krypto-Plattform haben nun die Wahl, ob sie die Zinsen in Euro oder in Bitcoin erhalten wollen. Damit ist das Salzburger Unternehmen der erste Anbieter am europäischen Markt.

„Damit wird sogar die Zeit zwischen zwei Käufen Teil des Vermögensaufbaus“

„Bitcoin-Vermögensaufbau beginnt nicht erst mit dem Kauf, sondern mit dem Euro, der dafür bereitliegt. Bisher lag dieses Geld unverzinst herum. Jetzt arbeitet es und wer möchte, lässt die Zinsen automatisch zu Bitcoin werden. Damit wird sogar die Zeit zwischen zwei Käufen Teil des Vermögensaufbaus“, sagt Daniel Winklhammer, Co-Founder & CEO von 21bitcoin.

Die Verzinsung gelte laut dem Unternehmen für das gesamte Euro-Guthaben auf dem 21bitcoin-Konto, ohne Mindestbetrag und ohne Bindung. Die Zinsen stammen von der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG, wobei sie laut 21bitcoin täglich berechnet und ohne eigene Marge an die Kunden weiter gegeben werden. Das Modell sei ein bewusster Gegenentwurf zu den bisherigen Renditeversprechen anderer Krypto-Anbieter.

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