ANZEIGE. Bereits zum 28. Mal wurde der Preis der Wirtschaftskammer Wien vergeben: Am Montag wurden die innovativsten Betriebe Wiens mit dem Mercur Innovationspreis in vier Kategorien ausgezeichnet.
„Wien kann sehr stolz auf die Leistungen der Unternehmen in unserer Stadt sein. Damit die herausragenden Leistungen auch entsprechend honoriert werden, gibt es den Mercur Innovationspreis“, meint Wirtschaftskammer Wien Präsident Walter Ruck in Hinblick auf die diesjährigen Sieger. In insgesamt vier Kategorien wurde der Award heuer vergeben, der als Innovationspreis des Bundeslandes Wien Vorstufe für den „Staatspreis Innovation“ ist. Ziel des Preises soll sein, das Innovationspotential der Wiener Unternehmen aufzuzeigen und zu fördern. Teilnahmeberechtigt am MERCUR sind dabei alle Mitglieder der Wirtschaftskammer Wien.
„Wien kann sehr stolz auf die Leistungen der Unternehmen in unserer Stadt sein“, WK Wien-Präsident Walter Ruck.
In der Kategorie „Kreativität und Medien/Consulting/Games“ wurde das Unternehmen FL Keys ausgezeichnet, das mit der Entwicklung eines „Wiener Konzertkeyboard mit Lichtsensorik“ überzeugt hat. Friedrich Lachnit arbeitete mit seinem Team an der neuartigen und patentierten Tastensensorik für High End Keyboards. Dabei kommt die neue Technologie dem Spielgefühl und der Anschlagsdynamik eines Konzertflügels extrem nahe. FL Keys etabliert sich als erster Hersteller moderner Keyboards in Österreich, in Fortsetzung Jahrhunderte alter Tradition des Wiener Instrumentenbaus.
In der zweiten Kategorie „Life Sciences“ wurde das Wiener Startup caregency ausgezeichnet. Zusammen mit dem FH Technikum Wien hat das junge Unternehmen ein neues System der Notfallbenachrichtigung entwickelt. Mit Hilfe einer App soll Hilfe für alte Menschen in Notsituationen gerufen werden. „B-cared“ ist daher eine Alternative zum Hausnotruf oder für Notfallarmbänder. Der Alarm kann sowohl manuell, als auch automatisch ausgelöst werden.
(c) Andritz/PYROMARS + ZEMAP
In der dritten Kategorie „Green Economy“ konnte sich die Firma Andritz mit „PYROMARS + ZEMAP“ durchsetzen: Eine Technologie zur Beseitigung von Nitraten in Abwässern bei der Herstellung von Edelstahl. Hierdurch wird der Umweltschutz bei der Edelstahlproduktion in den Vordergrund gestellt. Üblicherweise fallen große Mengen an hochgiftigen Säuren und Nitraten an, deren Wiederaufbereitung hohe Kosten verursacht. Durch die von Andritz umgesetzte Technologie können zukünftig Edelstahlwerke praktisch nitratfrei betrieben werden.
(c) mikme
In der letzten Kategorie „IKT/Technik“ konnte sich „Mikme“ vom Mitbewerb absondern. Das hochwertige, drahtlose Aufnahmemikrofon soll die Chance haben, sich auch international durchsetzen zu können.Mikme ermöglicht einfaches, schnelles Aufnehmen Nachbearbeiten und beste Qualität beim Veröffentlichen.
7 Mio. Euro für Wiener Wachstums-Unternehmen von Stadt Wien und Raiffeisen
Mit dem Finanzierungsinstrument „Wiener Wachstum“ wollen die Stadt Wien und Raiffeisen wachstumsorientierte Unternehmen unterstützen. Ab sofort können sich Startups, Scaleups und KMU aus der Gesundheits- und Digitalwirtschaft um bis zu 500.000 Euro bewerben.
7 Mio. Euro für Wiener Wachstums-Unternehmen von Stadt Wien und Raiffeisen
Mit dem Finanzierungsinstrument „Wiener Wachstum“ wollen die Stadt Wien und Raiffeisen wachstumsorientierte Unternehmen unterstützen. Ab sofort können sich Startups, Scaleups und KMU aus der Gesundheits- und Digitalwirtschaft um bis zu 500.000 Euro bewerben.
Die Stadt Wien und die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien haben die Einreichphase für ihr gemeinsames Finanzierungsinstrument Wiener Wachstum gestartet. Insgesamt stehen dafür sieben Millionen Euro Startkapital zur Verfügung. Ziel ist es, die Eigenkapitalbasis wachstumsorientierter Unternehmen zu stärken und ihnen die nächsten Entwicklungsschritte zu ermöglichen.
Bereits im April dieses Jahres wurde das Finanzierungsmodell angekündigt. Hinter der Initiative steht eine gemeinsame Gesellschaft der Wirtschaftsagentur Wien und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien. Beide Partner stellen jeweils 3,5 Millionen Euro zur Verfügung.
„Mit Wiener Wachstum wollen wir KMU in kritischen Wachstumsphasen gezielt begleiten und Investitionen in Innovation, Internationalisierung sowie Technologie ermöglichen“, erklärt Martin Hauer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien.
Wer kann sich bewerben?
Das Angebot richtet sich an Wiener Startups, Scaleups sowie KMU aus der Gesundheits- und Digitalwirtschaft. Dazu zählen beispielsweise Unternehmen aus den Bereichen Life Sciences, Medizintechnik, Pharma und Diagnostik sowie Software, Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien und Cybersecurity.
Voraussetzung ist unter anderem, dass die Unternehmen als Kapitalgesellschaft eingetragen sind, über ein tragfähiges Geschäftsmodell verfügen und seit „mindestens zwei bis drei Jahren“ eine Betriebsstätte in Wien haben. Unterstützt werden sollen insbesondere Vorhaben zur Skalierung, Internationalisierung, technologischen Weiterentwicklung oder Erweiterung von Produktionskapazitäten.
Keine klassische Förderung, sondern eine Beteiligung
Bei Wiener Wachstum handelt es sich nicht um eine klassische Förderung, sondern um eine Finanzierung. Die vereinbarte Summe wird vollständig an die Unternehmen ausbezahlt. Im Gegenzug führen erfolgreiche Unternehmen später einen vertraglich vereinbarten Anteil ihrer Gewinne an Wiener Wachstum zurück. Diese sollen künftig für weitere Unternehmensfinanzierungen eingesetzt werden und damit einen langfristigen Finanzierungskreislauf schaffen.
„Wir beschreiten mit Wiener Wachstum einen ganz neuen Weg abseits unserer bestehenden Fördermöglichkeiten“, erklärt Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak. Die Finanzierung stärke die Eigenkapitalbasis der Unternehmen und werde flexibel an deren Anforderungen angepasst.
Pro Unternehmen sind Finanzierungen zwischen 100.000 und 500.000 Euro möglich. Dabei kommen beispielsweise direkte Unternehmensbeteiligungen oder eigenkapitalähnliche Finanzierungen, etwa in Form qualifizierter Nachrangdarlehen, infrage. Bei direkten Beteiligungen liegt die Beteiligungsquote bei maximal 25 Prozent. Der vorgesehene Beteiligungszeit beträgt sieben bis zehn Jahre mit einer klaren Exitstrategie. Die konkreten Konditionen werden individuell vereinbart.
Einreichungen ab sofort möglich
Interessierte Unternehmen können sich ab sofort über die Website der Wirtschaftsagentur Wien für eine Finanzierung bewerben. Eine fixe Einreichfrist gibt es nicht. Nach einer ersten Prüfung der eingereichten Unterlagen folgen Gespräche über ein mögliches Investment sowie eine vertiefte Unternehmensprüfung. Der gesamte Prozess kann laut Wirtschaftsagentur Wien vier bis sechs Monate dauern.
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