31.03.2020

Meine Blumenwiese: Startup bekämpft mit „Wiesen-Patenschaften“ Insektensterben

Das Startup "Meine Blumenwiese" aus Niederösterreich hat eine Plattform entwickelt, über die Nutzer Patenschaften für Blumenwiesen übernehmen können. Dadurch soll das Insektensterben bekämpft werden.
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Meine Blumenwiese
Meine Blumenwiese bietet nicht nur Patenschaften an, sondern betreibt auch einen Online-Shop für Bio-Produkte (siehe Foto rechts) | (c) Meine Blumenwiese / Instagram

In Zeiten der Coronakrise und den Ausgangsbeschränkungen vermissen wir sie alle: die Natur! Ein Startup das hier zumindest „gedanklich“ ein wenig Abhilfe schaffen könnte, ist „Meine Blumenwiese“.

Das im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich ansässige Startup rund um die beiden Gründer Jennifer und Thomas Kraus betreiben seit 2019 eine Plattform über die Kunden Patenschaften für Blumenwiesen übernehmen können.

Das Prinzip dahinter ist simpel: Mit Patenschaft können die Kunden die Aussaat von Blumensamen auf alten Äckerböden veranlassen. So können Nutzer bequem von zu Hause aus eine Blumenwiese pflanzen und so einen Beitrag für den Arten- und Umweltschutz leisten – unter anderem auch im Kampf gegen das Insektensterben.

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„Meine Blumenwiese“ Patenschaften

Die Patenschaft kann in unterschiedlichen Größen erworben werden – beginnend von einem Quadratmeter bis zu 100 Quadratmetern. Ein Quadratmeter einer Patenschaft kostet übrigens einen Euro.

Patenschaften ab 25 Euro können für spezielle Anlässe, wie Geburtstage oder Hochzeiten, verschenkt werden. In diesem Fall verschickt das Startup eine kostenlose Glückwunschkarte und Patenschaft per Post. Für Menschen, die sich im „Geschenke-Stress“ befinden, kann dies auch schnell und unkompliziert per E-mail verfolgen.

So sehen die Patenschaften aus. Der brutkasten hat eine Patenschaft übernommen.

Mit Blumen-Code die Wiese finden

Mit jeder Patenschaft erhalten Kunden einen Blumen Code. Der Code kann über die Plattform eingegeben werden. So sehen die Kunden, wo und wann ihre Blumenwiese angelegt wurde. Zudem können sie nachsehen, durch welchen Bauer die Aussaat erfolgte. Die Blumenwiesen befinden sich laut dem Startup an zugänglichen Stellen und können von den Kunden besucht werden.

Die Aussaat für 2020 soll Ende Mai nach den Eisheiligen erfolgen. Blumenwiesen blühen laut dem Startup von Juni bis Oktober und werden nicht gespritzt oder gedüngt. Die Patenschaft bleibt für ein Kalenderjahr erhalten.

Über Social Media Kanäle wie Instagram und einen eigenen Blog sollen laufend Bilder und Videos der Wiesen veröffentlicht werden.

Online-Shop und Exkursionen

Neben den Patenschaften betreibt „Meine Blumenwiese“ auch einen Online-Shop über den Bio-Produkte aus ganz Österreich bestellt werde können – angefangen von Honig über Hygiene-Seife  bis hin zu Wein.

Zudem sollen ab Sommer 2020 Exkursionen und Workshops zu verschiedenen Themen angeboten werden. Dafür möchte „Meine Blumenwiese“ geführte Wanderungen durch Wald und Wiesen mit ausgebildeten Naturführern anbieten.


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Die Gründer von versa: Jakob Logar, Maximilian Brehm und Elija Dentler (v. l.) | (c) webformance.agency

Ein schwieriges Kundengespräch, eine heikle Preisverhandlung oder eine verärgerte Kundin: Solche Situationen gehören in vielen Berufen zum Alltag. Doch wie bereitet man Mitarbeitende darauf vor? Klassische Kommunikationstrainings sind oft zeitaufwendig und bieten nur begrenzte Möglichkeiten, das Gelernte praktisch anzuwenden.

Genau hier setzt das Grazer Startup versa an. Das im Jänner 2026 gegründete Unternehmen hat eine KI-basierte Plattform entwickelt, mit der Mitarbeitende realistische Gesprächssituationen simulieren und anschließend individuelles Feedback erhalten können.

Gegründet wurde das Unternehmen von Jakob Logar, Elija Dentler und Maximilian Brehm. Die Idee entstand aus den beruflichen Erfahrungen der Gründer. Co-CEO Logar war rund 20 Jahre im Vertrieb tätig und absolvierte selbst zahlreiche Kommunikationstrainings. Diese seien zwar hilfreich gewesen, hätten aber meist nur wenig Raum für praktische Übungen geboten. „Da haben wir jetzt einfach gesehen, das was KI da möglich macht, ist eben diesen Flaschenhals der Rollenspiele aufzuheben“, erklärt Logar. Mitarbeitende könnten dadurch unabhängig von Trainer:innen oder Vorgesetzten Gespräche üben.

Von einem Forschungsprojekt zur KI-Plattform

Den Anstoß lieferte ein Forschungsprojekt am Grazer Know-Center. Dort wurde auf Anfrage der Medizinischen Universität Innsbruck untersucht, ob sich Arzt-Patienten-Gespräche mit KI simulieren lassen. Ein erster ChatGPT-Prototyp zeigte Potenzial, aber auch technische Grenzen.

Heute kombiniert versa verschiedene KI-Modelle für die Szenarioerstellung, Sprachinteraktion und Auswertung. Unternehmen können eigene Unterlagen und Kundenprofile einbinden, um möglichst praxisnahe Trainingssituationen zu schaffen.

Doch warum braucht es dafür eine eigene Plattform statt ChatGPT? „Die Magie liegt eigentlich in der KI-Architektur und in der Agent-Orchestrierung“, sagt Logar. Anders als bei der Nutzung eines einzelnen Sprachmodells sollen die KI-Personas konsistent bleiben und die Auswertungen vergleichbar sein.

Eigene KI-Basismodelle entwickelt das Startup nicht. Stattdessen setzt es auf eine flexibel aufgebaute Architektur. „Wir verwenden immer das beste Modell“, so Logar. Neue Technologien könnten dadurch einzelne Komponenten ersetzen, ohne die gesamte Plattform verändern zu müssen.

Eingesetzt wird versa derzeit vor allem beim Onboarding neuer Mitarbeitender. Diese können vom ersten Kundentelefonat bis zur Preisverhandlung unterschiedliche Gesprächssituationen trainieren.

Das KI-Trainingsgespräch selbst erfolgt dann im Look eines Video-Calls. (c) versa Training GmbH

14 zahlende Kunden und bereits profitabel

Nur wenige Monate nach der Gründung zählt versa laut Logar rund 14 zahlende Unternehmenskunden. Darunter befinden sich eine große Bank und einer der größten deutschen Versicherer. Als Zielgruppe sieht versa nicht ausschließlich Großkonzerne. Interessant sei die Plattform grundsätzlich für Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitenden in kundenorientierten Rollen, etwa im Vertrieb oder Kundenservice.

Der Weg vom ersten Interesse zum Vertragsabschluss sei allerdings nicht immer kurz. Besonders bei größeren Unternehmen würden rechtliche Prüfungen rund um den Einsatz von KI den Verkaufsprozess verlängern.

Finanziert wurde das Startup bislang ausschließlich aus Eigenmitteln. Das Stammkapital von 10.000 Euro brachten die drei Gründer selbst auf. Auf die Frage, wann das Unternehmen profitabel werden wolle, antwortet Logar: „Wir sind schon profitabel.“

Förderabsage als Wendepunkt

Ursprünglich hatte das Gründerteam auf eine aws-Seedförderung gehofft. Nach einem Pitch im Frühjahr 2026 folgte jedoch die Absage. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gründer ihre bisherigen Jobs bereits gekündigt. Trotz des Rückschlags beschlossen sie weiterzumachen. „Wir haben dann aber den Entschluss gefasst, weiterzumachen, weil die Idee so gut ist“, erzählt Logar. Die Absage habe das Team letztlich stärker auf den Markt fokussiert.

Aktuell ist versa in der Science Park Graz Academy und arbeitet im Grazer Unicorn. Zunächst will das Startup aus eigener Kraft weiterwachsen und einen mittleren sechsstelligen Umsatzbetrag erreichen. Für die spätere Skalierung werden Partner gesucht.

Dabei denkt das Team von Beginn an international. „Wir haben ja keine sprachlichen Restriktionen“, erklärt Logar. Erste Kunden aus Deutschland hat versa bereits gewonnen. Langfristig will das Unternehmen vor allem dort wachsen, wo der Bedarf an skalierbaren Kommunikationstrainings besonders groß ist.

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Meine Blumenwiese: Startup bekämpft mit „Wiesen-Patenschaften“ Insektensterben

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