02.01.2026
HEALTH

Medonn: Tiroler App will Terminchaos und Kommunikationslücken im Gesundheitswesen lösen

Das Innsbrucker Startup Medonn entwickelt eine digitale Gesundheitsplattform, die Patient:innen und Ärzt:innen zentral miteinander vernetzen soll. Co-Founder Ivo Schmitt zielt damit auf einen effizienteren Informations- und Terminfluss im österreichischen Gesundheitswesen ab.
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Medonn
© Medonn - Dano Seidemann (l.) und Ivo Schmitt von Medonn.

Lange Wartezeiten, unübersichtliche Terminbuchungen und eine oft umständliche Kommunikation zwischen Patient:in und Ärztin bzw. Arzt. Diese ineffizienten Prozesse im Gesundheitswesen führten bei Ivo Schmitt und Dano Seidemann, Gründer und CEO von moltoimmo, dazu, sich eine Lösung dafür zu überlegen. Heraus kam Medonn aus Innsbruck.

Medonn: Plattform für Gesundheitsmarkt

„Unser Ziel ist es, eine effiziente, sichere und moderne Plattform zu entwickeln, die Patienten und Ärzte miteinander verbindet und auch Patienten-und Dokumentenverwaltung im Fokus hat“, erklärt der Gründer.

Schmitt hat früher bei BGB Dentistry gearbeitet, einem Unternehmen, das seit 2012 Zahnärzt:innen aus Süd- und Osteuropa holte, ihnen einen Niederländisch-Kurs anbot und dann einen Job in den Niederlanden garantierte.

Medonn rief er dann ins Leben, um eine „intuitive und smarte Lösung“ für den österreichischen Gesundheitsmarkt zu bieten. Der Fokus liegt dabei auf einer benutzerfreundlichen App, die Terminbuchung und Patientenkommunikation zentralisiert.

„Unser einzigartiger Vorteil liegt in effiziente Terminplanung für Ärzte, Physiotherapeuten und Fitnessstudios. Unsere Vision: Medonn soll zur führenden digitalen Schnittstelle zwischen Patienten und medizinischem Fachpersonal in Österreich und später auch in Deutschland werden. Ein Patient sucht zum Beispiel einen Hautarzt mit kurzfristigen Terminen. In Medonn sieht er in Echtzeit freie Termine, bucht direkt online und erhält alle Informationen zu Wartezeiten, Standort und Bewertungen. Ein großer Aspekt liegt dabei im Füllen der No-shows für Ärzte und den schnellen Terminfinder für Patienten.“

Für Fitnessstudios bietet die Plattform zudem an, Neukunden zu gewinnen und offene Plätze in ihren Kursen zu füllen.

Medonn möchte Aufwand um die Hälfte reduzieren

„Parallel dazu bauen wir unser Netzwerk aus und testen unsere Lösung mit den ersten Pilotpraxen“, erklärt Schmitt.

Das Feedback aus ersten Gesprächen mit Ärzt:innen sei bisher durchweg positiv. Viele würden in Medonn eine dringend benötigte Lösung im Gesundheitswesen sehen. „Der größte Effizienzgewinn liegt in der Reduzierung des administrativen Aufwands und der Telefonzeit: Ärzte verbringen derzeit oft zehn bis fünfzehn Stunden pro Woche mit nicht-medizinischen Tätigkeiten. Medonn kann diesen Aufwand um bis zu 50 Prozent reduzieren, was mehr Zeit für die Patienten bedeutet. Das gilt vor allem für die Terminvergabe per App und Chatbot, bei der der Arzt den Patienten direkt anspricht“, so Schmitt.

Zu den nächsten Zielen des Startups gehören der Launch in Österreich mit 100 Ärzt:innen im ersten Jahr, eine mittelfristige Skalierung auf 15.000 Ärzt:innen und schließlich eine Expansion nach Deutschland.

„Die kommenden Monate“, so Schmitt, „werden entscheidend für die weitere Validierung durch Pilotkunden sein. Die Resonanz zeigt aber schon jetzt, dass der Markt für eine digitale Lösung wie Medonn bereit ist.“

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BioShift-Co-Founder Julian Mayr und Clemens Zillner von tech2b | Foto beigestellt
BioShift-Co-Founder Julian Mayr und Clemens Zillner von tech2b | Foto beigestellt

„Im Winter wird unsere starke Abhängigkeit von fossiler Energie noch extremer“, sagt Julian Mayr, Co-Founder des oberösterreichischen Startups BioShift. Zwar gebe es mehrere Ansätze, um erneuerbare Energie speicherbar zu machen – in der Praxis seien viele davon jedoch bislang wirtschaftlich schwer darstellbar und kämen daher noch nicht in relevantem Umfang zum Einsatz. Das will sein Unternehmen ändern. Es hat eine Anlage entwickelt, die landwirtschaftliche Reststoffe – also Biomasse – nutzt, um daraus speicherbares Gas zu machen.

Mit Stroh und Strom zum Erdgas-Ersatz

Dabei fokussiert BioShift vor allem auf Stroh. „Das wird zumeist eingeackert, hat aber ein enormes Energiepotenzial. Allein in Österreich reden wir von acht Terawattstunden pro Jahr – so viel wie mit Photovoltaik produziert wird“, erklärt Mayr. Mit der patentierten Technologie des Startups wird die Biomasse unter Luftabschluss mithilfe von elektrischem Strom auf mehr als 1.000 Grad Celsius erhitzt. Durch Pyrolyse und Vergasung entstehen in diesem Prozess Synthesegas und Biokohle.

„Nach der Methanisierung ist die Gasqualität so hoch, dass das Produkt chemisch ident zu Erdgas ist“, so der Gründer. Dadurch könne die bestehende Infrastruktur, wie das Gasnetz und die Gasspeicher, direkt weitergenutzt werden. Dabei komme man bei den Kosten nahe an den Erdgas-Preis heran und wolle grünes Gas so „erstmals wirtschaftlich machen“. Die Biokohle wiederum könne wieder auf die Felder ausgebracht werden und diene dort als Nährstofflieferant und Bodenverbesserer.

Später sollen die Anlagen als standardisierte 500-Kilowatt-Module in Containergröße etwa an Landwirte oder Biomasseheizwerke verkauft werden. Noch ist es aber ein gewisser Weg dorthin. Ein hochskalierter Labor-Prototyp läuft bereits am Institut für Wärmetechnik der TU Graz, wo das aktuell siebenköpfige Team auch wissenschaftlich begleitet wird. „Nächstes Jahr sind wir dann bereit, die erste Pilotanlage im Feld unter realen Bedingungen einzusetzen“, sagt Mayr.

Netzwerk, Mentoring und individuelle Betreuung bei tech2b

Dass es bei BioShift nicht ganz so schnell geht, wie bei so manchem KI-Startup, ist keine Überraschung. Die Entwicklung von Hardware-Technologien erfordert bekanntlich Zeit, Kapital und weitreichende Netzwerke – es heißt nicht umsonst „Hardware is hard“. Hier kommt der oberösterreichische Inkubator tech2b ins Spiel, der BioShift in seinen Programmen betreut. „BioShift kann einen Beitrag zur Lösung eines großen, globalen Problems liefern“, ist Clemens Zillner überzeugt. Er verantwortet bei tech2b den Bereich GreenTech.

tech2b unterstützt technologieorientierte Startups von der Idee bis zur Skalierung mit individueller Begleitung, finanziellen Zuschüssen sowie einem Netzwerk an branchenspezifischen Mentor:innen und Expert:innen. Hardware- und GreenTech-Gründungen hätten spezielle Anforderungen, sagt Zillner: „Hardware dauert prinzipiell immer länger als Software. Uns ist es daher besonders wichtig, es den Startups mit unserem Netzwerk zu ermöglichen, mehr Tempo aufzubauen“.

Dabei betont der Experte den individuellen Zugang. BioShift sei mit seinen Anforderungen schließlich einzigartig im tech2b-Programm – „und dafür müssen wir uns entsprechend aufstellen“, so Zillner. Für das Startup, das die verschiedenen Sphären aus Landwirtschaft, Industrie, Politik und Netzbetreibern vereinen müsse, sei dieser Ansatz essenziell, bestätigt Mayr.

Internationale Sichtbarkeit

Neben der Vernetzung habe man bislang bei tech2b auch stark vom inhaltlichen Mentoring, etwa beim Pitch, profitiert, erzählt der Gründer. „In der ersten Version unseres Pitches waren wahrscheinlich 80 Prozent technisch. Im Laufe der Zeit haben wir mit Unterstützung immer weiter nachgeschärft.“

Das half dem Startup zuletzt unter anderem beim Einzug ins Österreich-Finale des Startup World Cups, wo das Team weitere wertvolle internationale Kontakte knüpfen konnte. Auch wenn tech2b in seinem Netzwerk zunächst auf das Ökosystem in Oberösterreich und in weiterer Folge in Österreich fokussiert, ist auch beim Inkubator die Zielsetzung klar: „Wir wollen unsere Startups natürlich weit über die eigenen Grenzen hinausbringen“, sagt Zillner.

Für BioShift steht die Internationalisierung in einigen Jahren auf der Agenda. Bis dahin sind die Ziele klar abgesteckt: In drei Jahren will man in die Serienproduktion gehen und den Markt erobern. Schon in der Pilotphase davor werde man aber erste Anlagen verkaufen, so Mayr. Dafür strebt das Startup bereits Ende dieses Jahres auch eine Finanzierungsrunde an – bislang finanzierte man sich primär durch Förderungen.

Und auch bei tech2b soll es in den nächsten Jahren vorangehen. Schließlich sollen noch viele Erfolgsgeschichten wie etwa zuletzt jene des Alumni-Startups Tractive folgen. Zillner sieht besonderes Potenzial im GreenTech-Bereich und stellt klar: „Wir brauchen einfach mehr Startups in dieser Richtung. Sie können sich jederzeit bei tech2b melden“.

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