17.10.2022

Medch: Apoverlag steigt als strategischer Investor sechsstellig bei Linzer MedTech ein

Medch will Mediziner:innen und Pharmazeut:innen mit seinem digitalen "pharmazeutischen Assistenten" unterstützen.
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Medch - strategisches Investment von Apoverlag
vlnr.: Wolfgang Hilbe, Heinz Wlzek, Gerhard Feilmayr | (c) Medch

Es werden laufend neue Medikamente zugelassen, die wirkungsvollere und weniger belastende Therapien für Patient:innen versprechen. Doch die „Flut“ an pharmazeutischen Innovationen und die steigende Anzahl an Patienten:innen, die mehrere Krankheiten parallel haben, stelle Mediziner:innen und Pharmazeut:innen auch vor neue Herausforderungen, meint man beim 2021 gegründeten Linzer MedTech-Startup Medch. Denn es gelte, die neuen Arzneien im Hinblick auf ihre Wirkung, mögliche Wechselwirkungen und ihre klinische Relevanz einordnen zu können.

„Pharmazeutischer Assistent“ soll weiter Wachsen

Medch will das mit seinem digitalen „pharmazeutischen Assistenten“ für Smartphone, PC oder Tablet lösen. „Dieser unterstützt Fachärzt:innen und klinische Pharmazeut:innen dabei, die häufigsten und wichtigsten Wirkstoffe sowie Innovationen im Hinblick auf Verschreibung, praktische Relevanz und Interaktion mit anderen Medikamenten richtig einzuordnen“, heißt es vom Unternehmen. Derzeit beinhaltet das Programm schon mehr als 600 klinische Fälle in den Bereichen Basismedikation, Krebstherapie und COVID-Medikamente. Bald sollen die Fachmodule Kardiologie, Gastroenterologie, Pulmologie und Gynäkologie folgen. In Summe werde man künftig rund 3.000 klinische Fälle aus 20 Fachbereichen bereitstellen.

Apoverlag steigt „bedeutend“ sechsstellig bei Medch ein

Bei diesem Ausbau soll ein neuer strategischer Investor Medch sowohl finanziell als auch inhaltlich unterstützen: Der Apoverlag steigt mit einem nicht näher genannten „bedeutenden“ sechsstelligen Investment ein. „Der Apoverlag ist für uns der ideale strategische Partner. Neben der finanziellen Beteiligung bietet er uns auch einen direkten Kommunikationskanal und mehr Sichtbarkeit bei unseren Zielgruppen“, kommentiert CEO Gerhard Feilmayr.

Diagnosia: Apoverlag übernahm Hansmann/Speedinvest-Startup

Und Apoverlag-Geschäftsführer Heinz Wlzek meint: „Medch ist die ideale Ergänzung zu unserem Informations- und Fortbildungsangebot. Der digitale pharmazeutische Assistent leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Arzneimittelsicherheit“. Es ist nicht die erste Startup-Beteiligung des Verlags. So wurde das Wiener MedTech Diagnosia, an dem zuvor unter anderem Hansi Hansmann und Speedinvest beteiligt waren, sogar schrittweise bis vergangenes Jahr gänzlich übernommen. Es sei auch eine Verschränkung der beiden Dienste geplant, heißt es in einer Aussendung.

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Pröll, Länderbericht, Digital
© BKA/Regina Aigner - Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.

Der kürzlich veröffentlichte 4. Länderbericht zur Digitalen Dekade der Europäischen Union zeigt Österreichs Fortschritte bei der digitalen Transformation. Besonders stark schneidet die Republik bei digitalen Verwaltungsservices ab: Im eGovernment Benchmark 2026 erreicht Österreich mit 85,5 Punkten Platz sechs unter den EU-Mitgliedstaaten und liegt damit über dem EU-Schnitt von 76,6 Punkten.

Ziel Top 3

Weitere Stärken zeigt der Bericht bei der mobilen Benutzerfreundlichkeit digitaler Services, den digitalen Grundkompetenzen, der Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Unternehmen sowie bei der Quantentechnologie.

„Wir nähern uns unserem Ziel, unter die Top 3 in der EU zu kommen. Der EU-Länderbericht zeigt klar: Österreichs digitale Transformation nimmt stetig an Tempo zu. Platz 6 im eGovernment Benchmark und Platz 1 bei der mobilen Benutzerfreundlichkeit digitaler Verwaltungsservices bestätigen den eingeschlagenen Weg. Unsere Anstrengungen rund um die ID Austria, digitale Kompetenzen und Public AI zeigen Wirkung. Das Motto lautet: digitale Verwaltung muss für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen einfacher, schneller und alltagstauglicher werden“, sagt Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.

Verbesserung digitaler Grundkompetenzen

Österreich erreicht im europäischen Vergleich Platz 1 bei der Benutzerfreundlichkeit digitaler Verwaltungsleistungen auf Mobilgeräten – gemeinsam mit Luxemburg und Malta. Grundlage dafür sei ein starkes eID-Ökosystem. Die Weiterentwicklung und breitere Nutzung der ID Austria trügen dazu bei, digitale Amtswege einfacher und mobil besser nutzbar zu machen, heißt es.

Auch bei den digitalen Grundkompetenzen verbessert sich Österreich weiter und steigt von Platz 8 auf Platz 7 im europäischen Vergleich. 69,8 Prozent der Bevölkerung verfügen demnach über zumindest grundlegende digitale Fähigkeiten. Damit liegt Österreich über dem EU-Durchschnitt von 60,4 Prozent. Frauen liegen in Österreich mit 70,75 Prozent vor Männern mit 68,79 Prozent und damit entgegen dem EU-Trend.

KI-Nutzung steigt

Eine positive Entwicklung zeigt sich auch bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Unternehmen. Zwischen 2023 und 2025 ist der Anteil der österreichischen Unternehmen, die KI einsetzen, von 10,79 Prozent auf 29,95 Prozent gestiegen. Österreich liegt damit im DESI 2026 (Anm.: Index für digitale Wirtschaft der EU) auf Platz 7 von 27 Mitgliedstaaten – der EU-Schnitt beträgt 19,95 Prozent. Bei Großunternehmen nutzen bereits 68,26 Prozent KI. Auch bei der erstmals erhobenen KI-Nutzung durch Bürgerinnen und Bürger liegt Österreich mit 39,42 Prozent über dem EU-Durchschnitt von 32,66 Prozent.

Der Bericht hebt auch Österreichs starke Position in der Quantentechnologie hervor. Österreich gilt insbesondere rund um Wien und Innsbruck als europäischer Vorreiter in der Quantenforschung. Die Initiative Quantum Austria wird mit 107 Millionen Euro aus der Recovery and Resilience Facility finanziert und stärke damit gezielt Forschung, Technologieentwicklung und Standortkompetenz.

Auch Aufholbedarf

Neben den Verbesserungen zeigt der Bericht gleichzeitig weiteren Aufholbedarf, insbesondere beim Ausbau der Glasfaserinfrastruktur, der Nutzung von Cloud- und Datenanalyse-Lösungen durch Unternehmen sowie der Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen.

„Der Bericht ist Rückenwind und Arbeitsauftrag zugleich. Österreich ist in vielen Bereichen stark unterwegs, aber wir dürfen uns darauf nicht ausruhen. Gerade bei Glasfaser, Cloud, Datenmanagement und KMU-Digitalisierung müssen wir schneller werden“, betont Pröll abschließend.


Hintergrund: Digitale Dekade der EU

Mit der Digitalen Dekade hat sich die Europäische Union ambitionierte Ziele bis 2030 gesetzt. Dazu zählt unter anderem der Ausbau digitaler Kompetenzen, moderne digitale Infrastrukturen, leistungsfähige digitale Verwaltungsservices, digitale Identitäten sowie die Stärkung der digitalen Transformation von Unternehmen. Der Länderbericht bewertet jährlich die Fortschritte der Mitgliedstaaten anhand definierter Ziele und Indikatoren.

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