21.07.2022

McDonald’s antwortet auf vegane Burger King Kampagne & erntet Shitstorm

Nach der Eröffnung der ersten rein veganen Burger King Filiale in Österreich meldete sich nun McDonald's via Social Media indirekt zu Wort.
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(c) Adobestock / VTT Studio

Ist Fleisch noch normal? Diese Frage wird aktuell in Österreich heiß diskutiert. Auslöser dafür ist eine provakante Werbekampagne von Burger King, die österreichweit seit 12. Juli läuft und in den sozialen Medien teilweise für hitzige Diskussionen sorgte.

Die Fast-Food-Kette möchte damit verstärkt auf sein pflanzliches Sortiment und die erste rein vegane Burger King Filiale in Österreich aufmerksam machen, die am Dienstag am Wiener Westbahnhof eröffnete. Mit Erfolg: Bereits kurz nach der Eröffnung bildeten sich lange Schlangen vor der Filiale – unter anderem aufgrund einer gratis Burger-Aktion. Zudem berichteten auch internationale Medien über Österreichs ersten rein veganen Burger King. Auch die Tierschutzorganisation PETA fand lobende Worte und sprach von einem „wichtigen Impuls mit Strahlkraft“.

McDonald’s antwortet via Social Media

Drei Tage nach der Eröffnung der veganen Burger King Filiale hat sich nun Burger Kings größter Mitbewerber McDonald’s via Social Media indirekt zu Wort gemeldet – ohne die Konkurrenz namentlich zu nennen. In einem Blog-Posting auf Facebook schreibt die Fast-Food-Kette: „Ob mit Fleisch oder ohne. Hauptsache gschmackig. Fürs uns ist beides normal, egal ob McPlant oder Hamburger Royal TS“. Auf dem Sujets sind zwei Burger abgebildet, einer mit einem Rindfleisch-Patty und einer mit einem pflanzlichen Patty von Beyond Meat.

Bereits kurz nach Veröffentlichung erntete das Posting einen Shitstorm. So schreibt eine User:in beispielswiese: „Ich finde Tierleid schon lange nicht mehr normal. Schade drum. Das klingt sehr nach einer Trotzreaktion“. Ein anderer User kritisiert hingegen, dass im McDonald’s Sortiment rein pflanzliche Produkte fehlen würden.

Ein Blick auf die Zutatenliste des McPlants zeigt, dass dieser Ei und Milchprodukte enthält und somit nicht vegan, sondern nur vegetarisch ist. Dies trifft in erster Linie auf die Saucen zu, die im McPlant verwendet werden. Wann McDonalds in Österreich einen rein veganen Burger auf den Markt bringen wird, steht noch in den Sternen. In einschlägigen Foren und Facebook-Gruppen für Veganer:innen wird dies schon länger gefordert.

Burger-King Kooperation mit V-Label

Damit Konsument:innen sicher gehen können, dass sie rein pflanzliche Produkte konsumieren, empfiehlt sich nicht nur ein Blick auf die kleingedruckte Zutatenliste. Orientierung und Sicherheit liefert beispielsweise das international anerkannte V-Label der europäischen Vegetarier Union, das bereits seit mehreren Jahren vegane und vegetarische Produkte kennzeichnet.

Laut Burger King sind erste Speisen und Produkte im neuen veganen Burger King Restaurant am Westbahnhof bereits mit dem V-Label ausgezeichnet. Zudem versichert die Kette: „Am Standort Westbahnhof wurden alle tierischen Produkte aussortiert sowie alle Geräte und Oberflächen gründlich und nach strengen Vorgaben gereinigt, um jegliche theoretische Kontamination mit tierischen Zutaten auszuschließen“.


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Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger
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In einigen US-amerikanischen und chinesischen Städten gehören Robotaxis bekanntlich längst zum Stadtbild. In Österreich verläuft die Verbreitung des autonomen Fahrens, wie so viele andere Dinge, langsamer. Bereits seit 2017 etwa arbeitet die Initiative SURAAA im Kärntner Pörtschach mit autonomen Kleinbussen (brutkasten berichtete). 2019 starteten die Wiener Linien einen mehrjährigen Testbetrieb autonomer Kleinbusse in der Seestadt Aspern (brutkasten berichtete), beendeten das Projekt aber nach der Testphase. Zu einem größeren Rollout kam es bislang nicht.

100 autonome Busse in zwei Jahren

Doch das soll sich jetzt ändern. Bei einem Termin am Westbahnhof, über den mehrere Medien berichteten, legten unter anderem Infrastrukturminister Peter Hanke, ÖBB-Chef Andreas Matthä und Kerem Erman vom türkischen Mobilitäts-Unternehmen Otokar einen Rollout-Plan dar, der erstmals über Testphasen bzw. stark eingegrenzte Projekte hinausgeht.

Demnach sollen bereits in zwei Jahren bis zu 100 autonom fahrende Busse von Otokar für ÖBB Postbus etwa im Vorarlberger Rheintal oder im oberösterreichischen Zentralraum unterwegs sein. In der spanischen Hauptstadt Madrid befinden sich die „e-Centro“-Busse des türkischen Anbieters, die Platz für bis zu 32 Fahrgäste bieten, bereits im regulären Einsatz.

Gesetze müssen erst angepasst werden

Begleitend soll die heimische Gesetzeslage ab September schrittweise angepasst werden, damit in zwei Jahren dann auch Fahrten ohne die aktuell noch obligatorischen Sicherheitsfahrer:innen (Anm. d. Red.: die das Konzept ad absurdum führen) rechtlich möglich sind. Dabei räumt Minister Hanke, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, ein: „Es wird dauern, bis die Bevölkerung diesen Fahrzeugen vertraut. Aber wir wollen zum Regelbetrieb, und nicht nur mit einem Bus, sondern mit einer Flotte.“

Vom ersten Test in Alpbach in den Rollout

Doch nun wird – wie sollte es anders sein – zuerst einmal getestet. Und der erste Test erfolgt in ländlicher, aber durchaus prominenter Umgebung: beim Europäischen Forum Alpbach. Dort wird der Testbetrieb in kleinem Ausmaß auf einer definierten Strecke stattfinden. Unter Bedingungen, die den später geplanten Einsatzbedingungen deutlich näher kommen, findet dann der nächste Testlauf statt. Nach dem Forum Alpbach zieht der Bus weiter in den Industriepark „Campus Wolfurt“ im Bezirk Bregenz in Vorarlberg. Dort wird er dann Campus und S-Bahn verbinden.

Die langfristige Vision ist auch bereits skizziert. Verläuft der oben beschriebene Rollout in den kommenden zwei Jahren nach Plan, soll eine flächendeckende Ausbreitung folgen. Letztlich will man Öffi-unterversorgte ländliche Regionen, wo, wie Hanke es ausdrückt, „keine U-Bahn mehr hinkommt, wo der Bus nicht mehr so groß sein muss“ in ganz Österreich abdecken.

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