04.04.2024
PERSONALIE

Maximilian Nutz wird Geschäftsführer der B&C Innovation Investments

Gemeinsam mit Julia Reilinger bildet er nun das BCII-Führungsteam.
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Maximilian Nutz (c) Georg Wilke

Maximilian Nutz ist seit Anfang 2023 als Investment Manager bei B&C Innovation Investments (BCII) tätig. Mit 1. April rückte er in die Geschäftsführung der BCII. Gemeinsam mit Julia Reilinger bildet er nun das Führungsteam.

Wirtschaftsrecht und Maschinenbau

Nutz ist Wirtschaftsjurist und Maschinenbau-Absolvent der TU Wien, seinen Master in Wirtschaftsrecht erlange er an der WU Wirtschaftsuniversität Wien. Der gebürtige Niederösterreicher startete als Associate in der Rechtsanwaltskanzlei Schönherr mit Spezialisierung auf Corporate M&A, Startup-Venture Capital sowie Technologie und Digitalisierung. Folglich war er bei McKinsey & Company tätig, bevor er im Februar 2023 zur B&C Gruppe in die B&C Innovation Investments wechselte.

„Die neue Funktion als Geschäftsführer der BCII bedeutet unternehmerische Mitverantwortung. Diese Aufgabe nehme ich sehr gerne an. Die aktuellen Herausforderungen sind vielfältig, wobei das Hauptaugenmerk darauf liegt, die Entwicklung der Technologieunternehmen wertsteigernd zu begleiten und somit innovative Technologien für die heimische Industrie zugänglich zu machen“, so Nutz über seine neue Rolle.

BCII investiert in Tech-Scaleups

Über die B&C Innovation Investments investiert die B&C Gruppe in wachstumsorientierte Tech-Unternehmen – kurz Scaleups – mit Relevanz für den Industrie- und Wirtschaftsstandort Österreich. Die BCII hält aktuell zehn Direktbeteiligungen mit einem getätigten Investitionsvolumen von rund 100 Millionen Euro.

Thomas Zimpfer, Geschäftsführer der B&C-Gruppe, äußert sich positiv über den Managementzuwachs: „Maximilian Nutz zeichnet sich durch fundierte wirtschaftsrechtliche Kompetenz, technisches Know-how, Kenntnis des Venture Capital-Marktes und außerordentliches Engagement aus. Mit ihm und Julia Reilinger in der Geschäftsführung ist die B&C Innovation Investments bestens für die weitere Entwicklung aufgestellt.“

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Das Tumbleweed-Team © Tumbleweed

Vier Monate nachdem Tumbleweed mit „Oasis Alpha“ Österreichs ersten kommerziellen Satelliten an Bord einer SpaceX-Rakete ins All geschickt hat, vermeldet das Wiener Jungunternehmen frisches Kapital. In einer 6,9 Millionen Euro schweren Seed-Runde investieren Lead-Investor PactVC, Vanagon Ventures, Prototype Capital, EWOR sowie internationale Business Angels.

Rund 300.000 Euro aus eigenen Reihen

Auffällig ist das finanzielle Engagement der eigenen Belegschaft: Mehr als ein Drittel der 25 Mitarbeitenden steuerte insgesamt rund 300.000 Euro aus eigener Tasche bei. Der Impuls dazu kam aus dem Team selbst. „Als Founder ist das natürlich mehr, als ich mir je erträumt hätte“, sagt Co-Gründer und CEO Julian Rothenbuchner gegenüber brutkasten.

Auf Investorenseite ging die Beteiligung von EWOR auf eine persönliche Empfehlung zurück, wie Rothenbuchner erzählt: Ein befreundeter Investor war unmittelbar eingestiegen und vermittelte den Kontakt zu EWOR-CEO Daniel Dippold. „Tumbleweed hat Österreichs ersten kommerziellen Satelliten schneller in den Orbit gebracht, als die Zertifizierung eines einzigen Experiments normalerweise dauert. Julian hat genau das geliefert, was er uns beim ersten Treffen angekündigt hat — nur schneller“, so Dippold. „Jetzt kann jedes Labor und jeder Hersteller den Weltraum nutzen, ohne selbst zu einem Raumfahrtunternehmen zu werden.“

Von Mars-Plänen zur orbitalen Forschungsplattform

Einer der Tumbleweed-„Pods“ © Tumbleweed

Das ursprünglich mit dem Konzept eines windgetriebenen Marsrovers gestartete Unternehmen konzentriert sich heute auf standardisierte Experimente in der Mikrogravitation. Weil Zertifizierungen für die Internationale Raumstation ISS laut Tumbleweed oft Jahre beanspruchen, entwickelte das Startup vorzertifizierte Nutzlastbehälter („Pods“), die ab 15.000 Euro buchbar sind.

F&E-Teams aus Pharma, Biotech und Materialwissenschaften sollen so Strom- und Datenanbindung im Orbit, ohne eine eigene Satelliteninfrastruktur aufbauen zu müssen, erhalten. Dass dieses Setup im Markt greift, zeigte das Team im Sommer: Die Hardware für Oasis Alpha entstand in unter neun Monaten und flog mit vier zahlenden Kund:innen.

Drei Missionen für 2027 und Kapsel-Rückkehr ab 2028

Vorbereitungen für Oasis Alpha © Tumbleweed

Mit dem frischen Kapital will das 25-köpfige Team mit Standorten in Wien und den Niederlanden drei orbitale Missionen im Jahr 2027 für mehr als zehn Kund:innen finanzieren. Für die Raketenstarts verhandelt Tumbleweed weltweit, setzt künftig jedoch verstärkt auf europäische Partner:innen, heißt es von Seiten des Unternehmens.

„Diese Finanzierung erlaubt es uns, das zu skalieren, was wir mit unserer ersten Mission Oasis Alpha bewiesen haben: dass Mikrogravitation eine breit verfügbare industrielle Ressource sein kann. Wir freuen uns sehr darauf, diese Möglichkeit nun noch mehr Kunden zu eröffnen und letztendlich eine Zukunft zu bauen, in der Mikrogravitation genutzt wird für zehnmal bessere Krebstherapien, zehnmal bessere Halbleiter und eine zehnmal schnellere Pharmaentwicklung“, erklärt Rothenbuchner.

Parallel treibt das Startup die Folgeplattform „Oasis Beta“ voran. Die Vorbereitungen laufen, erste Kundengelder liegen laut CEO Rothenbuchner bereits auf dem Konto. Ab 2028 sollen Experimente zudem physisch zur Erde zurückgebracht werden. Dafür entwickelt das Team seit mehreren Monaten eine Kapsel, die sich im Orbit vom Satelliten trennen und mit einem Fallschirm landen soll.

So soll der Oasis Beta Satellit aussehen © Tumbleweed
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