17.08.2022

Max Mobility: Heimisches E-Scooter Startup investiert Millionenbetrag in Ausbau der Flotte

Die MAX Mobility GmbH mit Sitz in Fürstenfeld rund Gründer und Geschäftsführer Maximilian Fischl investiert einen siebenstelligen Betrag in den Ausbau seiner E-Scooter Flotte. Zudem plant das Startup die Expansion in den DACH-Raum.
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Max Mobility
Der Service wird unter anderem in Velden am Wörthersee angeboten | (c) Nicole Vogt

Bereits 2019 ging das Startup Max Mobility – zuvor Max Motion – mit seinem E-Scooter-Verleihsystem in Österreich an den Start. Derzeit wird der Service an fünf Standorten in Österreich angeboten. Dazu zählen die Städte Wels, Klagenfurt, Villach, Fürstenfeld und die Markgemeinde Velden in Kärnten. Wie Gründer und Geschäftsführer Maximilian Fischl erläutert, verfügt das Startup aktuell über 800 E-Scooter, wobei davon rund 500 aktiv sind.

Max Mobility GmbH investiert in den Ausbau

Künftig soll die Flotte weiter ausgebaut werden, wie das Startup am Mittwoch bekannt gab. Dafür möchte das Unternehmen einen siebenstelligen Betrag in die Erschließung neuer Märkte im Inland investieren. Laut Fischl stammt das Geld einerseits aus Umsätzen der Max Mobility GmbH, anderseits aus Umsätzen von anderen Unternehmen des Seriengründers.

Der 24-jährige Steirer ist unter anderem in der Immobilienwirtschaft tätig und hat zudem die Maxx Care GmbH gegründet, die Corona-Tests anbietet. „Wir haben mit 200 Personen Gurgeltests hergestellt und diese erfolgreich in Supermärkten in ganz Kärnten angeboten“, so Fischl gegenüber dem brutkasten. Seine anderen Unternehmen beschreibt Fischl als „Grundstein“ für die Max Mobility GmbH.

(c) Max Mobility GmbH

Fischl stammt aus einer Unternehmerfamilie rund um den steirischen Unternehmer und ehemaligen FPÖ/BZÖ-Nationalratsabgeordneten Harald Fischl. Maximilian Fischl war selbst Obmann des Rings Freiheitlicher Jugend in Hartberg-Fürstenfeld, legte seine politischen Funktionen aber 2020 vollständig zurück. „Ich bin politisch vollständig neutral und möchte mich auf die Arbeit als Unternehmer konzentrieren“, so Fischl.

Expansion in den DACH-Raum

Für 2023 plant das Startup zudem die Expansion ins Ausland. Der erste Internationalisierungsschritt soll im DACH-Raum erfolgen. Weitere Details wollte der Gründer allerdings noch nicht bekannt geben. Die Aufnahme von VC-Kapital für die Finanzierung ist „primär nicht geplant“, wie Fischl weiters ausführt.

In einem nächsten Schritt soll nun die Expansion am Heimatmarkt in Österreich anlaufen. Derzeit sind kleinere Städte in Kärnten in Planung. „Unser Geschäftsmodell entwickelt sich immer mehr zu einem Geschäftsmodell für ländliche Regionen. Mittlerweile fragen Gemeinden bei uns aktiv an“, so Fischl. Aber auch größere Städte in Tirol, Vorarlberg und Oberösterreich wolle das Startup künftig bedienen.

Wie der Gründer abschließend erläutert, steht der E-Scooter Service im Winter nicht zur Verfügung. Die dreimonatige Winterpause wolle man dazu nutzen, um die Scooter zu warten und einen effizienten und sicheren Betrieb zu ermöglichen.


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Beyond Gravity Austria, verdoppelt seine Produktionsfläche in Berndorf (Niederösterreich). © Beyond Gravity, Martin Steiger

Der globale Space-Sektor verzeichnet starkes Wachstum und die heimische Industrie profitiert. Der Weltraumzulieferer Beyond Gravity Austria, reagiert auf die steigende internationale Nachfrage mit einem Kapazitätsausbau am Standort Berndorf (Bezirk Baden). Der Österreichische Arm des internationalen Unternehmen mit Sitz in Zürich ist bereits am Ariane-6-Programm beteiligt, das Amazon-Internetsatelliten ins All bringt.

Verdoppelte Fläche, neuer Maschinenpark

Für insgesamt 4,5 Millionen Euro wird ausgebaut.Beyond Gravity mietet eine Nachbarhalle der Berndorf AG und verdoppelt die eigene Produktionsfläche auf rund 5.000 Quadratmeter, inklusive neuem Maschinenpark. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2027 geplant. Bis dahin soll in Berndorf laut Unternehmensangaben der größte Weltraum-Reinraum Österreichs entstehen.

Fertigung von Steuermechanismen kommt nach Berndorf

Bisher lag der Fokus des Standorts auf Thermalisolation für Satelliten und Trägerraketen. Künftig wird dort auch die Serienfertigung von Steuermechanismen für elektrische Triebwerke von Telekommunikationssatelliten angesiedelt. Geschäftsführer Wolfgang Pawlinetz erklärt: „Wir haben im vergangenen Jahr einen bedeutenden Auftrag erhalten, um Steuermechanismen für elektrische Triebwerke von Telekommunikationssatelliten zu bauen.“

Kleinere Serien sollen weiterhin im 2024 eröffneten Wiener Reinraum gefertigt werden. Entwicklung und Design verbleiben am Hauptsitz in Wien-Meidling.

50 neue Jobs, 20 Prozent Wachstum

Aktuell beschäftigt Beyond Gravity Austria in Berndorf rund 30 Personen. Mit dem Ausbau sollen in den nächsten drei Jahren 50 neue Industriearbeitsplätze entstehen. „Wir wachsen in den nächsten drei Jahren um mehr als 20 Prozent“, so Pawlinetz und Co-Geschäftsführer Kurt Kober. Insgesamt beschäftigt Beyond Gravity Austria rund 250 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von rund 57 Millionen Euro.

Weltraumminister Peter Hanke unterstreicht die strategische Bedeutung: „Die Raumfahrtindustrie zählt zu den am stärksten wachsenden heimischen Wirtschaftssektoren.“ Hanke erhöhte zuletzt den österreichischen ESA-Beitrag von 260 auf 340 Millionen Euro.

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