16.12.2025
CEE-MARKT

Mavie übernimmt Mehrheit von tschechischem Gesundheitsdienstleister

Mit der Übernahme von 70 Prozent des tschechischen Gesundheitsanbieters uLekare.cz will Mavie seine Position im Bereich betrieblicher Gesundheitsservices im CEE-Raum weiter ausbauen.
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(vl.) Die Mavie-Next-Geschäftsführer Lukas Mayrl und Ondrej Gandel | (c) brutkasten / Dervisevic
(vl.) Die Mavie-Next-Geschäftsführer Lukas Mayrl und Ondrej Gandel | (c) brutkasten / Dervisevic

2020 als Corporate Startup der UNIQA gegründet will Mavie über die Grenzen Österreichs hinaus zum umfassenden Gesundheitsanbieter werden. Baute man dabei zunächst stark auf Venture Building, legt man mittlerweile den Fokus auf strategische Akquisitionen, wie Lukas Mayrl und Ondrej Gandel, die beiden Managing Directors von Mavie Next, kürzlich im brutkasten-Video-Talk erläuterten. International stehen dabei Zentral- und Osteuropa (CEE) im Fokus.

uLekare.cz: führender Anbieter für betriebliche Gesundheitsleitungen in Tschechien, der Slowakei und Ungarn

Diese Strategie untermauerte Mavie nun mit einer Teil-Übernahme in Tschechien. Konkret erwarb das Unternehmen 70 Prozent des auf betriebliche Gesundheitsleistungen spezialisierten Anbieters uLekare.cz. Mavie will damit seine Position in eben diesem Bereich im CEE-Raum stärken. Der operative Betrieb soll sich durch die Übernahme nicht ändern. Der tschechische Anbieter bleibe mit dem bestehenden Management, Team und Leistungsportfolio am Markt aktiv, heißt es von Mavie.

ULekare.cz zählt aktuell mehr als 270 Unternehmenskund:innen mit über 150.000 Mitarbeitenden und zählt damit zu den führenden Anbietern in Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Die hybride Plattform mit digitalem Schwerpunkt hat das Ziel, mentale und körperliche Gesundheitsversorgung nahtlos miteinander zu verbinden. Unternehmen verspricht man einen integrierten, niedrigschwelligen Zugang zu medizinischer Versorgung, Prävention und psychosozialer Unterstützung für ihre Mitarbeitenden.

Dazu bietet uLekare.cz präventive Gesundheitsinhalte, einen medizinischen Concierge-Service und ein Call Center. Hinzu kommen Präventionsangebote wie Health Days, Check-ups und Online-Therapie-Leistungen. Ergänzend stehen rund um die Uhr ärztliche Online-Konsultationen zur Verfügung. Eine eigene Klinik in Prag ergänzt das hybride Modell. Laut uLekare.cz können jedoch 70 Prozent der Anliegen rein digital gelöst werden.

„Ziel, diese Lösungen in der gesamten CEE-Region weiterzuentwickeln und zu skalieren“

„Die Plattform verbindet digitale Services, die weit über Telemedizin hinausgehen, mit klassischer medizinischer Betreuung und schafft so echten Mehrwert für Unternehmen und ihre Mitarbeitenden. Gemeinsam mit Mavie Work ist das Ziel, diese Lösungen in der gesamten CEE-Region weiterzuentwickeln und zu skalieren“, kommentiert Gerald Lippert, Head of Telemedicine bei Mavie. Und Martin Pospíšil, CEO von uLekare.cz, sagt: „Mit Mavie gewinnen wir einen starken strategischen Partner, mit dem wir unsere Innovationskraft ausbauen und neue Märkte erschließen können – bei gleichbleibender Qualität und Kontinuität für unsere Kund:innen.“

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ContexMesh
© ContexMesh - (vlnr): Thomas Fröis, Kathrin Fröis, Manuel Scheiderbauer.

ContextMesh wurde 2023 von Thomas Fröis, Kathrin Fröis und Manuel Scheiderbauer gegründet. Das Startup ersetzt Stahlbewehrungen im Betonbau durch Bewehrungslösungen aus Carbon-, Basalt- und AR-Glasfasern (Anm.: AR = alkaliresistent). Diese Materialien sollen eigenen Angaben zufolge über eine „exzellente Korrosionsbeständigkeit sowie außergewöhnliche Langlebigkeit“ verfügen, die es ermöglichen, bis zu 70 Prozent an Beton einzusparen und damit den CO2-Fußabdruck maßgeblich zu senken, so der Claim.

ContexMesh: Skalierung geplant

Durch diese Materialeinsparungen gemeinsam mit dem geringen Gewicht der Bewehrungen sollen zudem die Arbeit auf der Baustelle erleichtert und die Bauzeit verkürzt werden. Dafür und für seine nichtmetallischen Bewehrungslösungen gab es jetzt ein Investment in siebenstelliger Höhe.

„Das Investment markiert einen entscheidenden Meilenstein und ermöglicht den gezielten Ausbau des Standorts Vorarlberg als Technology-Hub für Advanced Materials, Forschung und Produktion, sowie Skalierung des Vertriebs im EU-Raum“, heißt es per Aussendung. Die Investoren werden nicht genannt.

Basis des Unternehmens aus der Forschung

Die konkrete technologische Basis des Unternehmens ist das Ergebnis von mehr als 14 Jahren intensiver Forschung und Entwicklung. Durch diese wissenschaftliche Fundierung und eine enge Kooperation mit Universitäten wurde Expertise in den Bereichen Material-Science, Bemessung und Planung aufgebaut.

Die hauseigenen Bewehrungslösungen von ContexMesh kommen insbesondere in der Sanierung von Beton-Infrastruktur wie Brücken und Unterführungen, in der Betonfertigteilindustrie etwa bei Fassadenplatten und Sandwichwänden sowie in Neubauprojekten zum Einsatz – darunter auch Anwendungen wie 3D-Betondruck, beispielsweise bei Bodenplatten und Kanalanlagen.

Krumbachbrücke saniert

Seit der Gründung hat das Unternehmen bereits einige Projekte realisiert. Als globales Pionierprojekt gilt für die Vorarlberger die Sanierung der 120-Meter langen Krumbachbrücke in Damüls, die als Bauwerk komplett mit nichtmetallischer Bewehrung saniert wurde.

Zentrales Alleinstellungsmerkmal von ContexMesh bildet die automatisierte Fertigungstechnologie: Diese ermöglicht es, Hochleistungsfasern in jedem beliebigen Design präzise zu verlegen. Das Ergebnis sei eine maximale Performance bei gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit.

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