20.01.2025
PARTNERSCHAFT

Matr: Wiener Matratzen-Startup kooperiert erneut mit Greiner

Das Wiener Startup Matr ging eine Partnerschaft mit dem Schaumstoffproduzenten Neveon ein. Gemeinsam statten sie nun das Boutiquehotel Stadthalle in Wien mit ihrer kreislauffähigen All-in-One-Matratzenlösung aus.
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v.l.n.r: Michaela Reitterer, Inhaberin Boutiquehotel Stadthalle; Erwin Gossenreiter, Geschäftsführer Neveon Austria; Verena Judmayer, CEO Matr; Michaela Stephen, Co-CEO Matr © Circularful GmbH

Matr bietet Hotels nachhaltige Matratzen, die am Ende ihrer Lebensdauer vollständig aufbereitet, wiederverwendet oder recycelt werden können. Damit wollen die Gründerinnen Verena Judmayer und Michaela Stephen einen Beitrag zu mehr Umweltbewusstsein in der Hotellerie leisten.

Diese Partnerschaft ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen Matr und der Greiner Gruppe, zu der Neveon gehört. Bereits im Oktober vergangenen Jahres erhielt Matr ein sechsstelliges Investment von Greiner Innoventures, der Innovationsschmiede von Greiner. Zuvor investierte Greiner bereits 2022 in das Unternehmen (brutkasten berichtete).

Neveon-Schaumstoff verspricht 70 Prozent weniger Emissionen

Die im Boutiquehotel Stadthalle eingesetzten Matratzenkerne werden vom österreichischen Schaumstoffspezialisten Neveon gefertigt. Sie bestehen aus dem sogenannten „foam.hybrid eNdura“-Schaumstoff, der einen niedrigen CO2-Fußabdruck und minimalen Materialeinsatz verspricht. Insgesamt soll so rund 70 Prozent weniger Emissionen bei der Produktion verursacht werden. Die All-in-One-Matratzenlösung von Matr etabliert einen „neuen Standard für nachhaltigen Gästekomfort in der Hotelbranche“, heißt es in der offiziellen Mitteilung.

Erwin Gossenreiter, Neveon-Geschäftsführer sagt zu der Partnerschaft: „Unser ‚foam.hybrid eNdura‘-Schaumstoff ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie wir Funktionalität und Nachhaltigkeit auf sinnvolle Weise vereinen. Wir sind stolz darauf, mit unserem Produkt Teil dieser Partnerschaft zu sein“.

Matr hilft Hotels dabei „zukunftsfähig zu werden“

Das 2022 gegründete Unternehmen Matr entwickelt Matratzen nach den Kriterien des EU-Ecodesigns und Circular Designs. Matr verspricht, seine Produkte am Ende ihres Lebenszyklus zurückzunehmen und vollständig zu recyceln. Für Verena Judmayer, CEO von Matr, ist die Partnerschaft ein wichtiger Schritt „um zu zeigen, wie eine Matratze Hotels dabei unterstützen kann, den Übergang zur Kreislaufwirtschaft zu schaffen und zukunftsfähig zu werden – auch in Hinblick auf kommende EU-Vorgaben wie den Circular Action Plan der EU“.

Das Matratzen-Startup beliefert bereits renommierte Hotels wie das Boutique-Hotel Altstadt Vienna, das Hotel Beethoven Wien und die Sportlers Lodge in Sölden. Mit der neuen Partnerschaft kommt nun auch das Boutiquehotel Stadthalle in Wien hinzu. „Die Zusammenarbeit mit Matr und Neveon ermöglicht uns […] Komfort mit Verantwortung zu verbinden“, sagt Michaela Reitterer, Inhaberin des Boutiquehotels Stadthalle.

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Wiener Fintech fiskaly expandiert nach Tschechien

Das Wiener Fintech fiskaly erschließt mit Tschechien seinen neunten europäischen Markt. Anlass ist die Wiedereinführung der elektronischen Registrierkassenpflicht ab 2027. Eine entsprechende Softwarelösung kann bereits getestet werden.
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Gründer von Fiskaly: Patrick Gaubatz, Johannes Ferner, Simon Tragatschnig (v. l.) | (c) Fiskaly

Das Wiener Fintech fiskaly expandiert nach Tschechien. Mit seiner neuen Softwarelösung Sign CZ will das Unternehmen Händler und Kassensystemanbieter bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Vorgaben unterstützen. Ab 1. Jänner 2027 führt Tschechien die verpflichtende elektronische Umsatzerfassung, kurz EET 2.0, wieder ein. Diese betrifft insbesondere Unternehmen im Handel, in der Gastronomie und im Dienstleistungssektor.

Software kann bereits getestet werden

Mit Sign CZ bietet fiskaly eine cloudbasierte Schnittstelle, über die Kassensysteme Umsätze elektronisch an die tschechische Finanzverwaltung übermitteln können. Die Lösung kommt ohne zusätzliche Hardware aus und soll Unternehmen die Einhaltung der neuen gesetzlichen Vorgaben erleichtern. Die Softwarelösung kann bereits vor der Einführung der neuen Registrierkassenpflicht integriert und getestet werden. Diese tritt am 1. Jänner 2027 in Kraft.

Für kleinere Unternehmen bietet die tschechische Finanzverwaltung ab Dezember zudem eine kostenlose Webanwendung namens Moje eet an. Diese ist allerdings auf Betriebe mit maximal zwei Erfassungseinheiten beschränkt. Fiskaly richtet sich mit seiner Lösung hingegen insbesondere an Kassensystemanbieter und Unternehmen, die die elektronische Umsatzerfassung in bestehende Systeme integrieren wollen.

Tschechien führt Registrierkassenpflicht erneut ein

Mit EET 2.0 führt Tschechien die elektronische Registrierkassenpflicht wieder ein. Die ursprüngliche Regelung wurde zunächst während der Corona-Pandemie ausgesetzt und Anfang 2023 schließlich abgeschafft. Die neue Version soll einfacher und weniger bürokratisch sein. So entfällt etwa die Pflicht, gedruckte Kassenbelege auszustellen.

Erfasst werden künftig grundsätzlich Zahlungen vor Ort, unabhängig davon, ob Kunden bar, mit Karte oder per QR-Code bezahlen. Reine Online-Zahlungen sind von der Regelung ausgenommen.

Mit der Wiedereinführung will die tschechische Regierung Steuerhinterziehung und Schattenwirtschaft eindämmen sowie für fairere Wettbewerbsbedingungen sorgen. Das Finanzministerium rechnet durch die Maßnahme mit zusätzlichen Staatseinnahmen von rund 560 Millionen Euro jährlich.

Fiskaly mittlerweile in neun europäischen Märkten aktiv

Mit dem Markteintritt in Tschechien setzt fiskaly seine europäische Expansion fort. Zu den bisherigen Expansionsschritten zählen unter anderem der Markteintritt in Spanien 2023 sowie die Übernahme des schwedischen Anbieters InfraSec im Dezember 2025. „Wir begrüßen Tschechiens Schritt hin zu einer modernen, digitalen Umsatzerfassung und einem faireren steuerlichen Umfeld“, sagt Johannes Ferner, Co-Founder und Co-CEO von fiskaly.

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