25.02.2025
INTERVIEW

Maschmeyer zu Deutschland-Wahl: „Viele Politiker wissen nicht, wie ein Laptop eingeschaltet wird“

Interview. Die Bundestagswahl in Deutschland ist geschlagen. Wie geht es jetzt weiter und was bedeuten die Ergebnisse - etwa für Startups oder auch Deutschland als KI-Standort? brutkasten hat beim Investor Carsten Maschmeyer nachgefragt.
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Carsten Maschmeyer im brutkasten-Studio
Carsten Maschmeyer im brutkasten-Studio | Foto: brutkasten

Deutschland ist für Österreich nicht nur der mit Abstand wichtigste Handelspartner. Das Land ist auch für viele österreichische Startups und andere Wachstumsunternehmen ein zentraler Markt bei der Expansion ins Ausland. Am vergangenen Sonntag fanden in Deutschland vorgezogene Bundestagswahlen statt, nachdem Ende des Vorjahres die „Ampel-Koalition“ bestehend aus SPD, Grünen und FDP gescheitert war.

Die Wahlen brachten den erwarteten Sieg der CDU/CSU mit Spitzenkandidat Friedrich Merz, der nun die Aufgabe hat, eine neue Regierung zu bilden. Als wahrscheinlichster Koalitionspartner gilt die bisherige Kanzlerpartei SPD.

Was die Wahlergebnisse bedeuten – etwa auch für Startups und den KI-Standort Deutschland – hat brutkasten bei Carsten Maschmeyer nachgefragt. Nicht zuletzt aufgrund seiner Rolle in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ ist der 65-jährige Milliardär einer der bekanntesten Investoren Deutschlands.

Mit seinem in Berlin angesiedelten Venture-Capital-Fonds seed + speed hat Maschmeyer bisher über 70 Investments in frühphasige Startups getätigt. In Later-Stage-Startups investiert er über seine Münchner Firma Alstin Capital, mit dieser hat er bisher rund 30 Investments vorgenommen. Dazu kommt noch die auf den US-Markt spezialisierte Investmentfirma Maschmeyer Group Ventures (MGV), die in rund 50 Startups investiert ist.

In Österreich ist Maschmeyer an mehreren Startups beteiligt, darunter etwa Prewave und TeamEcho. Im Sommer 2025 war er bei brutkasten für einen Studiotalk zu Gast.

Maschmeyer äußert sich in den sozialen Medien immer wieder zu politischen Fragen. In den Bundestagswahlkampf brachte er sich auch aktiv ein, indem er jeweils 200.000 Euro an CDU und FDP spendete.


brutkasten: Wie bewertest du das Ergebnis der Bundestagswahl in Deutschland?

Carsten Maschmeyer: Die einzige echte Überraschung gegenüber den vorherigen Umfragen war die Linke, die im September und Oktober bei zwei bis zweieinhalb Prozent stand. Als Startup-Investor sehe ich, dass sie insbesondere bei jungen Leuten auf Social Media, vor allem auf TikTok, eine hervorragende Kampagne hingelegt haben. Davon könnten sich andere Parteien durchaus eine Scheibe abschneiden.

Für die FDP und Wagenknecht war es in den letzten Wochen immer knapp – am Ende sind beide gescheitert. Ich bin froh, dass die Union mit Friedrich Merz jetzt den Regierungsauftrag hat, weil ich ihm eine hohe wirtschaftliche Kompetenz zutraue. Deutschland muss wieder wachsen, wir hatten zwei Jahre Rezession. Ich möchte nicht alles der Ampel-Regierung anlasten, denn auch in den letzten Jahren der Merkel-Regierung lief viel schief.

Allerdings hat der bisherige Wirtschaftsminister Robert Habeck die letzten Nägel in den „Wirtschaftssarg“ geschlagen. Deutschland war einmal die Lokomotive Europas: Wir haben tolle Ingenieure, Programmierer, Wissenschaftler, Forscher, fleißige Handwerker und Pflegekräfte.

Doch man hat sie mit Bürokratie überladen und mit hohen Energiekosten belastet. Ich hoffe, dass jetzt wieder Wirtschaft Vorfahrt hat, wir Wachstum bekommen und sich die möglichen Koalitionsparteien beim Thema Migration auf einen gemeinsamen Nenner verständigen.

Du hast im Wahlkampf für CDU und FDP gespendet. Die FDP hat nun den Einzug in den Bundestag verpasst. Gerade in der deutschen Startup-Szene gibt es viele, die trotz der durchwachsenen Regierungsbeteiligung der Meinung sind, dass die FDP am ehesten für eine startup-freundliche Politik steht. Was bedeutet das Ausscheiden der Partei deiner Meinung nach?

So sehr ich die Startup-Szene schätze und liebe: Sie bildet gemessen an der Gesamtbevölkerung nur eine kleine Zielgruppe. Die FDP hat in der Ampelregierung viel für Startups getan, beispielsweise durch die steuerliche Begünstigung von Mitarbeiterbeteiligungen.

Im Wahlkampf hat die FDP entschlossen vertreten, Bürokratie abzubauen, damit Gründer sich aufs Erfinden, Aufbauen und Handeln konzentrieren können, anstatt sich mit Formalitäten und Vorschriften herumzuschlagen. Das ist aber nicht gelungen.

Ich hätte es begrüßt, wenn wir im Bundestag eine liberale Stimme hätten, aber die FDP hat es nicht geschafft. Jetzt bleibt abzuwarten, ob es nach den vielen Rücktritten noch ein Comeback gibt oder ob es das für die Liberalen war.

CDU-Chef Friedrich Merz wird nun eine Regierung bilden. Du hast ihn bzw. die CDU im Wahlkampf unterstützt. Welche drei Maßnahmen sind jetzt aus deiner Sicht am dringendsten?

Ein Risiko sehe ich darin, dass Friedrich Merz zwar ein Wirtschaftsmann ist, aber bisher noch keine Regierungsverantwortung hatte. Kann er sein Wissen aus der Wirtschaft tatsächlich in der Politik umsetzen, oder läuft dort alles anders?

Die drei wichtigsten Maßnahmen sind für mich erstens die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen durch eine Senkung der Unternehmenssteuern auf ein Niveau, das unseren Nachbarländern entspricht. Wir liegen bei rund 30 Prozent, während europäische Länder durchschnittlich etwa 25 Prozent haben. Österreich liegt sogar bei 23 Prozent. Ich fordere kein Niedrigsteuerland, aber faire Bedingungen für unsere Unternehmen.

Zweitens der Abbau bürokratischer Hindernisse. Wer mehrere Standorte hat, investiert dort, wo weniger Bürokratie und Steuern anfallen.

Drittens sind es Initiativen für Digitalisierung. Ich bin überzeugt, dass Innovation die Zukunft ist. Dafür würde ich sogar die Schuldengrenze aufweichen, allerdings nur, wenn das Geld in Bildung, Infrastruktur und ähnliche Zukunftsprojekte fließt, von denen auch nachfolgende Generationen profitieren.

Die AfD hat sich zwar nicht ganz so stark entwickelt wie manche Umfragen nahelegten, sich aber dennoch verdoppelt. Was ist deiner Meinung nach der Hauptgrund?

Man kann den Wählerwillen eines Fünftels der Menschen nicht einfach ignorieren oder totschweigen. Natürlich gibt es ganz klare Rechtsradikale in der Partei – das ist katastrophal. Deren Parteiprogramm sieht den Euro-Austritt oder eine deutlich engere Anbindung an Russland vor, was sehr kritisch zu betrachten ist.

Trotzdem halte ich viele AfD-Wähler für Unzufriedenheitswähler. Sie haben nach 16 Jahren Merkel und der Ampel kein Vertrauen mehr in die etablierten Parteien. Die Migrationspolitik von Merkel war falsch: Migration muss gemanagt und kontrolliert werden. Wer wirklich asylberechtigt ist, soll bleiben, alle anderen aber nicht. Wer sich hier nicht an Regeln hält, muss wieder gehen.

Die hohen Energiekosten sind ein weiteres Problem. Merkel hat uns zu abhängig von Russland gemacht und nach Fukushima haben wir sichere Atomkraftwerke abgeschaltet, während wir jetzt teuren, aus unsichereren Kraftwerken importierten Strom kaufen.

Kommen wir zum Thema künstliche Intelligenz. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat hier einen Schwerpunkt gesetzt und Frankreich hat mit Mistral auch ein Startup, das ganz vorne dabei ist. Deutschland scheint im Vergleich ein wenig hinterher zu hinken. Woher kommt das und was müsste geschehen, damit Deutschland ebenfalls eine führende  Rolle einnehmen kann?

Macron hat früh Geld in die Hand genommen und jüngst ein 100-Milliarden-Paket geschnürt. In den USA hat Trump kurz nach Amtsantritt ein 500-Milliarden-Programm für KI aufgelegt. Dort wird eher dereguliert, während wir in Europa gleich anfangen, KI zu regulieren, bevor wir eigene starke und nützliche KI-Anwendungen entwickeln.

Der Staat müsste die Schuldengrenze lockern, um gezielt in Zukunftstechnologien zu investieren. Gleichzeitig müssten alle Abgeordneten, Lehrer und generell Führungskräfte digitale Nachhilfe bekommen. Viele Politiker wissen nicht, wie ein Laptop eingeschaltet wird, geschweige denn, was ChatGPT oder KI-Tools leisten können. Das Gleiche sahen wir während Corona in den Schulen, wo Lehrer oft keine Ausstattung hatten.

Zudem erhalten Startups vom Staat so gut wie keine Aufträge, obwohl er der größte Auftraggeber ist. Wir bräuchten also einen großen Digitalisierungsschub, in dem sich Politiker und Lehrkräfte weiterbilden und die Bürokratie abgebaut wird, statt ständig neue Regulierungen zu schaffen.

Würdest du dir wünschen, dass die künftige Bundesregierung in Deutschland auch Unternehmer:innen und Investor:innen stärker einbindet, wie es gerade in den USA geschieht – auch wenn das im konkreten Fall durchaus kontrovers ist?

In den USA erleben wir gerade die Entwicklung, dass Trump und die Tech-Giganten, die ihn zuvor noch kritisiert hatten, sich plötzlich irgendwie arrangiert haben. Elon Musk ist der vielleicht größte Oligarch der Welt und hat massiven Einfluss. Das Ziel solcher Allianzen ist oft die Schwächung Europas, indem es zersplittert wird und weniger geschlossen auftritt. Eine EU mit starker Wirtschaft wäre auf Augenhöhe.

Grundsätzlich finde ich es gut, wenn Praktiker helfen, Dinge schneller und einfacher zu machen. Allerdings braucht es dafür ethische und moralisch saubere Rahmenbedingungen. Musk erhält zum Beispiel rund 20 Milliarden durch Staatsaufträge. Eine Ethikkommission müsste sicherstellen, dass da keine Interessenkonflikte entstehen. Gerne also mehr Input von Praktikern, aber kontrolliert und ohne Eigeninteressen.

Du bist an mehreren österreichischen Unternehmen beteiligt. Dort hat sich die Regierungsbildung sehr lange hingezogen, und zeitweise sah es so aus, als würde eine FPÖ-geführte Regierung entstehen. Das zerschlug sich, und nun steht eine Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS kurz vor der Angelobung. Was bedeutet das für dich als deutscher Investor mit Blick von außen?

Es beruhigt. Die Mitte ist stark. Ich weiß nicht, ob es Taktik war, dass man die FPÖ einmal an den Verhandlungstisch holte und sie dann kläglich scheitern ließ. Vielleicht wäre das auch in Deutschland eine Option, damit jeder sieht, dass die AfD gar nicht regieren kann. Viele sind einfach Unzufriedenheitswähler, abgesehen von den wirklich rechtsradikalen Elementen.

Eine neue Regierung sollte sich lieber ausführlich einigen und durchaus streiten, bevor sie startet, dann aber geschlossen auftreten. In einem Unternehmensvorstand würde eine 4:1-Abstimmung zwar etwas entscheiden, doch man kann sich danach nicht hinstellen und sagen: „Ich war immer dagegen.“ Damit wäre das Unternehmen chancenlos im Wettbewerb.

Ich freue mich, dass in Österreich die Mitte regiert. Das Gleiche gilt für unsere „Kleiko“ in Deutschland, also eine kleine Koalition der Mitte. Wenn sie sich bewährt, bleibt die Mitte eine ernstzunehmende Regierungsoption. Wenn nicht, werden bei der nächsten Wahl die Ränder weiter gestärkt.


Aus dem Archiv: Carsten Maschmeyer im brutkasten-Talk (Juli 2024)

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(c) Sasun Bughdaryan via Unsplash

In der Gründungsphase steht das operative Geschäft an erster Stelle: Produkte werden entwickelt, Marketingkampagnen gestartet und erste Kund:innen akquiriert. Rechtliche Rahmenbedingungen und eine nachhaltige Absicherung rücken dabei mitunter in den Hintergrund. Dabei können nicht nur unbedachte Versäumnisse, sondern sogar unverschuldete Konflikte junge Unternehmen rasch in finanzielle Schieflagen bringen.

“Ich mache ja nichts falsch”

„Ein häufiger Satz von Gründerinnen und Gründern lautet: Was soll schon passieren? Ich mache ja nichts falsch“, sagt Rechtsschutz-Experte Gerd Plank von der ERGO Versicherung. Doch im Unternehmensalltag geraten Firmen keineswegs nur durch eigenes Fehlverhalten in juristische Auseinandersetzungen. Plank verdeutlicht das an einem Praxisbeispiel aus dem Strafrechtsschutz: „Auch wenn ein Geschäftspartner etwas falsch macht, etwa bei der Verrechnung, kann ein Unternehmen ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten.“ In Österreich gebe es jährlich rund 540.000 Ermittlungsverfahren bei den Staatsanwaltschaften, denen lediglich 28.000 Verurteilungen gegenüberstehen. „Das bedeutet, dass 95 Prozent der Verfahren eingestellt werden oder mit einem Freispruch enden – die immensen Anwalts- und Verteidigungskosten von oft 10.000 bis 20.000 Euro muss man ohne Rechtsschutzversicherung dennoch selbst tragen“, so Plank.

Rechtsschutz-Experte Gerd Plank | (c) ERGO Versicherung

Auch bei zivilrechtlichen Auseinandersetzungen würden Gründer:innen das finanzielle Risiko unterschätzen. „Schon wenn man einen vermeintlich kleinen Streitwert von 500 Euro einklagt, liegen die Gesamtkosten in der ersten Instanz bereits bei rund 1.600 Euro. Kommen weitere Verhandlungen hinzu, ist man rasch bei 6.000 Euro“, führt Plank aus. Da ein Großteil der Gerichtsverfahren mit einem Vergleich enden würden, blieben beide Parteien häufig auf ihren eigenen Anwaltskosten sitzen. „In Österreich liegt der häufigste bestrittene Wert bei 10.000 Euro. Die Gesamtkosten bei diesem Streitwert erreichen schnell 20.000 Euro“, so der Experte. Ohne Absicherung verzichten Startups daher oft auf berechtigte Forderungen, um Prozesskosten zu vermeiden – was im Einzelfall existenzbedrohende finanzielle Auswirkungen haben kann.

Die 6 häufigsten Rechtsfallen

Um solche Szenarien zu verhindern, sollten Gründer:innen die typischen Stolpersteine der ersten Monate kennen. Gerd Plank fasst im Gespräch mit brutkasten die sechs häufigsten Rechtsfallen zusammen – und zeigt auf, wie sich Startups mit dem passenden Rechtsschutz davor schützen können.

1. Mündliche Vereinbarungen und undokumentierte Vertragsänderungen

In der Startphase regiert oft das Prinzip Vertrauen. Verträge werden mündlich geschlossen oder vereinbarte Leistungen nachträglich per Handschlag abgeändert. „Einer der wichtigsten Punkte, bei denen es später zu Streitigkeiten kommt, sind undokumentierte Änderungen an Verträgen“, warnt Plank. Kommt es zu Uneinigkeiten über den Leistungsumfang oder Zahlungen, stehe Aussage gegen Aussage. Der Kunde bestreite etwa Zusatzleistungen, und das Startup bleibe auf den Kosten sitzen.

Wie der Rechtsschutz hilft: Der D.A.S. Firmen-Rechtsschutz der ERGO Versicherung unterstützt Gründer:innen durch juristische Erstberatung und Vorab-Vertragsprüfungen zu günstigen Konditionen. Zudem bietet ERGO für Jungunternehmer:innen einen besonderen Vorteil: Den Entfall der üblichen Wartefristen. „Kommt ein Unternehmen nach Abschluss eines größeren Auftrags zu uns, besteht im Premium-Rechtsschutz für Streitigkeiten aus dem Vertrag sofort Versicherungsschutz“, hebt Plank hervor.

2. Offene Rechnungen nicht konsequent eintreiben

Zahlen Kunden ihre Rechnungen nicht, zögern junge Firmen oft, rechtliche Schritte einzuleiten – aus Sorge um die Kundenbeziehung oder aus Angst vor hohen Prozesskosten. Dies führt rasch zu massiven Liquiditätsengpässen. „Laut KSV1870-Statistik kommen 30 bis 40 Prozent der Insolvenzen in Österreich dadurch zustande, dass Kund:innen Rechnungen nicht bezahlen und die Unternehmer nicht die finanziellen Mittel haben, um ihre Forderungen gerichtlich durchzusetzen“, erläutert Plank.

Wie der Rechtsschutz hilft: Das Forderungsmanagement der ERGO Versicherung übernimmt den Inkassoprozess. „Durch unser Know-how erreichen wir eine Eintreibungsquote von rund 80 Prozent“, führt der Experte aus. Ein Netzwerk aus 600 spezialisierten Partneranwält:innen vertritt Betroffene an allen 115 Bezirksgerichten in Österreich und in weiteren Instanzen. „Außergerichtliche Lösungswege dauern im Schnitt ein halbes Jahr, während ein Gerichtsprozess im Schnitt bis zu dreieinhalb Jahre in Anspruch nehmen kann“, betont Plank.

3. Fehler bei der Mitarbeiterbeschäftigung

Bei der Einstellung des ersten Personals passieren häufig Fehler. Ein Klassiker ist die fehlerhafte Einstufung von Arbeitskräften. „Der typische Fall ist, dass eine Person als freier Dienstnehmer oder Selbstständiger bezeichnet wird, obwohl die tatsächlichen Arbeitsbedingungen für ein Angestelltenverhältnis sprechen“, so Plank. Stellt die Sozialversicherung bei einer Nachprüfung eine Scheinselbstständigkeit oder Fehler bei Kollektivvertragsgehältern fest, drohen Nachzahlungen im fünfstelligen Bereich.

Wie der Rechtsschutz hilft: Gründer:innen werden präventiv bei Dienstverträgen beraten, im Streitfall übernimmt der Firmen-Rechtsschutz im Rahmen des vereinbarten Versicherungsschutzes die Vertretungs- und Prozesskosten. „Mit fachkundiger juristischer Beratung lassen sich Kollektivvertragsentlohnungen, Arbeitszeiten und Sonderzahlungen von Anfang an korrekt regeln“, erklärt Plank.

4. Vernachlässigter Schutz von Marken, Software und IP

Viele Startups bringen innovative Produkte, Softwarelösungen oder Marken auf den Markt, ohne ihr geistiges Eigentum ausreichend abzusichern oder finanziell verteidigen zu können. „Wenn etwa ein Vertragspartner Daten weitergibt oder Ideen kopiert, werden Prozesse nach dem Immaterialgüterrecht extrem teuer“, gibt Plank zu bedenken. Ohne Rechtsbeistand fehlen jungen Firmen meist die Mittel, sich gegen finanzstarke Nachahmer zur Wehr zu setzen.

Wie der Rechtsschutz hilft: Der Premium-Rechtsschutz deckt komplexe Auseinandersetzungen im Immaterialgüterrecht ab. „Diese Streitigkeiten abzusichern ist entscheidend, da Rechtsstreitigkeiten um das geistige Eigentum hohe Streitwerte aufweisen“, betont der ERGO-Experte. ERGO stellt spezialisierte Partneranwält:innen bereit und übernimmt im Rahmen des vereinbarten Versicherungsschutzes die anfallenden Kosten.

5. Mangelhafte AGB und unzulässige Klauseln

Insbesondere im E-Commerce und beim Vertrieb an Endverbraucher greifen Gründer:innen häufig auf fehlerhafte oder ungeprüfte Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) zurück. Werden Informationspflichten, Rücktrittsrechte oder Gewährleistungsbestimmungen missachtet, hat das teure Konsequenzen. „Wenn AGB unzulässige Klauseln enthalten, können sich Kunden darauf berufen und Zahlungen verweigern“, erklärt Plank.

Wie der Rechtsschutz hilft: Der D.A.S. Firmen-Rechtsschutz von ERGO bietet Unternehmern die Möglichkeit, Vertragswerke und AGB von spezialisierten Anwält:innen zu günstigen Konditionen prüfen zu lassen. „Es ist essenziell, sich von Anwält:innen im Vorfeld beraten zu lassen, ob die erstellten Klauseln rechtlich gültig sind, bevor man Angebote am Markt platziert“, rät Plank.

6. Überschreitung der Gewerbeberechtigung

In der Praxis bieten Startups nicht selten Leistungen an, die über den Umfang ihres eingetragenen Gewerbescheins hinausgehen. „Man muss wirklich darauf achten, dass man nur innerhalb jener Gewerbeberechtigungen arbeitet, die tatsächlich eingetragen sind“, mahnt Plank. Wird die Gewerbeberechtigung überschritten, drohen Verwaltungsstrafverfahren, die im schlimmsten Fall mit einem Gewerbeentzugsverfahren einhergehen.

Wie der Rechtsschutz hilft: Der Rechtsschutz für Gewerbeentzugsverfahren schützt Unternehmer vor den finanziellen Folgen von Verwaltungsstrafverfahren. „Auch bei drohendem Gewerbeentzug bieten wir die entsprechende rechtliche Absicherung und Vertretung“, führt Plank aus.


Aktionsangebot: ERGO Blue Weeks 

Aktuell bietet die ERGO Versicherung im Rahmen der „Blue Weeks“-Aktion besondere Konditionen für den D.A.S. Firmen-Rechtsschutz. Bei einem Vertragsabschluss bis 31. Jänner 2027 sparen Unternehmen bis zu fünf Monatsprämien.

Zusätzlich profitieren Jungunternehmer:innen im ersten Geschäftsjahr von einem Bonus – bis zu 20 Prozent auf die Prämienhöhe. Nähere Informationen erhalten Sie bei einer persönlichen Beratung mit den Rechtsschutzexperten der ERGO Versicherung.

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