03.03.2026
IN EIGENER SACHE

Martin Pacher ist neuer Chefredakteur von brutkasten

In eigener Sache. Österreichs Leitmedium für Innovation und Startups stellt die Chefredaktion neu auf: Martin Pacher übernimmt die Leitung von Dominik Meisinger, der sich selbstständig macht.
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v.l. Martin Pacher (Chefredakteur) und Dejan Jovicevic (Gründer und Geschäftsführer) | (c) brutkasten

Der bisherige stellvertretende Chefredakteur Martin Pacher übernimmt ab sofort die redaktionelle Leitung von brutkasten. Er folgt als Chefredakteur auf Dominik Meisinger, der die Redaktion seit 2022 geleitet hat und nun einen neuen beruflichen Weg an der Schnittstelle zwischen Journalismus, Produktentwicklung und künstlicher Intelligenz einschlägt. Er wird in seiner neuen Rolle auch für brutkasten tätig sein und ein journalistisches Premium-Produkt für Innovations-Leader entwickeln.

Nachfolge aus den eigenen Reihen

Mit Martin Pacher rückt nun ein langjähriges Teammitglied an die journalistische Spitze von brutkasten. Der 36-Jährige ist seit November 2018 fixer Bestandteil der Redaktion. Unter anderem verantwortete er den Aufbau des Media-Verticals brutkasten-Earth rund um den ClimateTech-Bereich. Zuletzt war er als stellvertretender Chefredakteur für die Weiterentwicklung multimedialer Formate zuständig. Zudem berichtete er vor Ort von zahlreichen nationalen und internationalen Startup- und Innovationsevents, wie etwa dem Web Summit in Lissabon, der Slush in Helsinki, der VivaTech in Paris, dem Europäischen Forum Alpbach in Tirol oder dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

„Ich freue mich sehr über das Vertrauen und auf diese neue Aufgabe“, so Pacher. „Brutkasten lebt von Präsenz in der Community, in Gesprächen und auf den relevanten Bühnen im In- und Ausland. Genau dort wollen wir weiter zulegen: mit neuen Formaten, noch mehr Community-Nähe und einem Journalismus, der Wirkung für den heimischen Wirtschaftsstandort entfaltet.”

„Dass Martin diese Rolle übernimmt, freut mich enorm. Er bringt für die kommenden Aufgaben exakt die richtigen Eigenschaften mit, die wir strategisch suchen“, sagt Dejan Jovicevic, Gründer und Geschäftsführer von brutkasten. „Er ist seit Jahren tief in der Community verankert und präsent bei nationalen und internationalen Events, im direkten Austausch mit Gründer:innen, Investor:innen und Entscheidungsträger:innen. Eben diese Nähe und Glaubwürdigkeit braucht es mehr denn je.“

Dominik Meisinger in neuer Rolle

„Dominik Meisinger hat brutkasten in den letzten Jahren maßgeblich geprägt, insbesondere seit unserem Neustart 2023. Er hat Strukturen geschaffen, Prozesse professionalisiert und dabei journalistische Qualität und Effizienz gleichermaßen gesteigert. Dafür sind wir ihm sehr dankbar“, sagt Jovicevic. „Ich wünsche Dominik das Allerbeste für seine Zukunft. Der Markt gewinnt damit einen Vollprofi. Dass er uns in seiner neuen Rolle an einem strategisch zentralen Vorhaben unterstützen wird, freut mich umso mehr.”

Zum Wechsel sagt Meisinger: “Ich freue mich sehr, dass mit Martin Pacher jemand die Leitung der Redaktion übernimmt, mit dem ich über mehrere Jahre sehr intensiv zusammengearbeitet habe, insbesondere seit er im Vorjahr stellvertretender Chefredakteur geworden ist. Ich bin überzeugt davon, dass er die bestmögliche Person dafür ist. Ebenso freue ich mich, dass ich brutkasten in meiner neuen Rolle eng verbunden bleibe.“

Umzug ins weXelerate und Nähe zur Community

Die Neubesetzung erfolgt in einer Phase des Aufbruchs: brutkasten hat mit Anfang März seinen Sitz vom Stubenring ins Wiener weXelerate verlegt. Mit Martin Pachers Ernennung zum Chefredakteur und den neuen Räumlichkeiten in dem pulsierenden Innovationshub, in dem jährlich über 100 Events stattfinden, geht brutkasten nun in die Offensive.

Der strategische Schwerpunkt liegt dabei klar auf persönlichem Kontakt, Community-Pflege, exklusiven Zugängen und Inhalten, die Menschen und Entscheidungsträger:innen im Innovations-Ökosystem in ganz Österreich verbinden. Ein zentrales Anliegen ist es zudem, komplexe wirtschafts- und innovationspolitische Themen für die brutkasten-Community fundiert einzuordnen. 

Brutkasten positioniert sich klar im Zeitalter großer technologischer Fortschritte rund um Künstliche Intelligenz: „Wir glauben nicht an weniger Journalismus durch KI – wir glauben an besseren Journalismus. Technologie wird uns Effizienzgewinne bringen. Diese nutzen wir, um noch mehr in das zu investieren, was KI nicht ersetzen kann: persönlichen Kontakt, Community-Pflege, exklusive Zugänge und Formate, die Menschen verbinden“, so Jovicevic.

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Erste Räume wurden in der Fabriksgasse bereits finalisiert. (c) Bern.Dorf Life

Dorf trifft Fabrik. Das fasst die Vision von Bern.Dorf zusammen, ein Startup-Hub, der gerade in Mödling entsteht. Gemeinsam mit Claudia Descovich und Gerda Ehrlich-Ratzinger von der Berndorf Immobilien AG setzt Chris Müller als Projektentwickler von CMb.industries ein neues Projekt für einen innovativen Standort in Österreich um. In der Fabriksgasse in Mödling sollen ehemalige Industriehallen und Werkstätten Visionäre und Entrepreneure anziehen.

Auf einem Areal von 18.000 m² gibt es 7400 m² Hallen sowie Werkstätten-Fläche und 5.200 m² Bürofläche. Die Räume kann man tageweise, wochenweise oder permanent nutzen. Der Standort soll vor allem durch seine Nähe zu Wien und durch seine Werkstätten punkten.

Deckenkräne und Industriehallen

In dem Alt-Trakt der Anlage, der jetzt neu gestaltet wird, hatte zuletzt die Firma Aichelin ihre Werkstätten, die für Industrieofenbau bekannt ist. Nachdem sie ihre Produktion verlagert hatten, stellte sich Müller gemeinsam mit der Berndorf Immobilien AG die Frage, wie man die Produktionshallen am besten nutzen könnte. „Man kann diese Orte mit neuer Entrepreneur- und Startup-Energie füllen. Man hat die Möglichkeiten etwas zu bauen, zu schrauben und etwas zu produzieren“, hebt Müller den Standort hervor. Durch die Deckenhöhen, die Industriehallen und die Werkstätten könnten Produkte nicht nur entworfen, sondern auch hier gebaut werden. Müller sieht hier den größten Unterschied zu anderen Hubs oder Working-Spaces.

In Ofen.Tor wurden die großen Industrieöfen einst gefertigt. Heute kann hier Büro- und praktische Arbeit verknüpft werden. (c) Bern.Dorf

Von Wärme.Schmiede bis Blech.Insel

Die Namensgebung der Hallen und Räume im Bern.Dorf lehnt sich immer an die jeweilige Historie des Raums an. „Einer meiner Lieblingsräume ist „Good Lack“, der ehemalige Lackierraum in der Fabrik. Man kann diesen Raum nach wie vor als Lackierraum verwenden, also man kann auch direkt was schaffen“, fasst Müller seine Gedanken zur Namengebung der Räume zusammen.

Der Name ist Programm

Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit der Berndorf Immobilien AG, der das Grundstück gehört. Durch den Namen Berndorf und dem ehemaligen Fabriksgebäude wurde die Idee geschaffen, einen hybriden Ort mit Fabrik und Dorf zu gestalten.

„Es gibt einen Dorfbrunnen, es wird einen Dorfwirt geben. Sogar eine kleine Kirche und Sportmöglichkeiten werden vorhanden sein. Also all das, was man von einem Dorf kennt, soll sich widerspiegeln, das ist die Entwicklungsidee“, so Müller.

Wie auch in einem Dorf, steht für Müller der Zusammenhalt der einzelnen Mieter im Vordergrund. „Dieser Ort soll wie eine Fabrik funktionieren und diese Fabrik soll wie ein Ort funktionieren“, hebt er die Idee der Zusammenarbeit hervor.

Die Vision von Bern.Dorf (c) Bern.Dorf

Jüngstes Projekt von Chris Müller

Chris Müller wurde in der Szene vor allem durch sein Projekt der Linzer Tabakfabrik bekannt, zuletzt berichtete brutkasten auch über sein Projekt des Startup-Hubs in einem ehemaligen Gefängnis in Steyr. Als Founder und CEO von CMb.industries entwickelt, managt und investiert Müller regelmäßig in Orte, Räume, Stadtteile und Immobilien, um innovative Begegnungszonen zu schaffen.

Gerade wird der Neubau in der Fabriksgasse errichtet, der nach Angaben von Müller noch in diesem Jahr fertig werden soll. Im Sommer wird der Innenhof gestaltet. Erste Mieter sind bereits eingezogen, bei Interesse kann man sich hier melden.

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