20.11.2020

Markus Fallenböck wechselt zur Donau-Universität Krems

Markus Fallenböck übernimmt mit 1. Dezember 2020 die Leitung Finanzen und Personal an der Donau-Universität Krems. Er bleibt weiterhin Miteigentümer von Own360.
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Markus Fallenböck: Wahlkampf als Gladiatorenspiele? Es geht auch anders!
(c) Own360: Markus Fallenböck

Markus Fallenböck übernimmt mit 1. Dezember 2020 die Leitung Finanzen und Personal an der Donau-Universität Krems. Zuletzt war er seit Jänner 2019 als geschäftsführender Gesellschafter beim Fintech Own360, dessen Miteigentümer er auch weiterhin bleibt.

Digitalisierung als Schwerpunkt

Zu Fallenböcks Verantwortungsbereich gehören ab 1. 12. die Dienstleistungseinrichtungen Controlling, Einkauf, Finanzbuchhaltung und Personal der Donau-Universität Krems mit insgesamt rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Auch Personalsuche und -entwicklung werden einen Schwerpunkt seiner Arbeit bilden.Dazu zählt auch die weitere Entwicklung spezifischer Karrieremöglichkeiten für das wissenschaftliche und allgemeine Universitätspersonal. Ein weiterer Schwerpunkt im Bereich Finanzen und Personal ist die stärkere Digitalisierung im Sinne der Leitstrategie zu digitalen Transformationsprozessen der Donau-Universität Krems.

Über Markus Fallenböck

Fallenböck beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der rechtlichen und wirtschaftlichen Umsetzung der digitalen Transformation. Der gebürtige Grazer des Jahrganges 1973 hat an der Universität Graz und der Yale Law School Rechtswissenschaften studiert.

Nach Stationen als Assistent an der Universität Graz und bei McKinsey war er ab 2001 Vorstand beim E-Business Forschungsunternehmen evolaris. Seit 2006 war Markus Fallenböck im Medienbereich tätig, wo die digitale Neugestaltung im Leser- und Anzeigenmarkt im Mittelpunkt seiner Tätigkeit stand. Zunächst fungierte er als Prokurist und Vertriebschef der Styria Multi Media (Magazin-Holding der Styria Media Group), von 2011-2014 als Geschäftsführer von Iventa Personalanzeigen, der größten Personalanzeigen-Agentur Österreichs.

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Von 2014 bis 2018 verantwortete er als Geschäftsführer der VGN Medien Holding GmbH die Bereiche Einzelverkauf, Abo und Großverkauf aller Magazine und E-Paper Angebote sowie alle CRM-Aktivitäten der VGN sowie auch die Ressorts IT und Medienproduktion.

Markus Fallenböck ist Autor bzw. Herausgeber von fünf Büchern und über 50 wissenschaftlichen Aufsätzen zum Thema IT- und Technologierecht. Er ist regelmäßiger Vortragender zu diesen Themen an Universitäten und Fachhochschulen. Zuletzt war er wie eingangs erwähnt als geschäftsführender Gesellschafter bei Own360 tätig.

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Bild: KI-generiert / Google Gemini

Die europäischen NATO-Länder werden ihre Verteidigungsausgaben in den kommenden zehn Jahren massiv erhöhen. Neben den direkten Verteidigungsausgaben, die auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen sollen, sind weitere 1,5 Prozent des BIP für sicherheitsrelevante Investitionen vorgesehen: etwa für die Anpassung der Verkehrsinfrastruktur, für den Bevölkerungsschutz oder für Cyber- und Netzwerksicherheit. Europaweit entspricht das jährlich rund 320 Mrd. Euro.

Auch für Österreich als Nicht-NATO-Staat hat das Folgen. Legt man das 1,5-Prozent-Ziel als Referenzmaßstab zugrunde, ergibt sich ein potenzieller jährlicher Investitionsbedarf von rund 7,5 Mrd. Euro. Das geht aus der Studie „Verteidigungsrelevante Infrastruktur als Rückgrat souveräner Sicherheitsvorsorge“ von EY und der deutschen DekaBank hervor.

Jeder Euro löst 2,45 Euro aus

Die Investitionen stoßen laut Studie in den europäischen NATO-Ländern eine Produktion von insgesamt 822 Mrd. Euro pro Jahr an, 17 Mrd. Euro davon entfallen auf Österreich. Jeder investierte Euro führt demnach zu einem gesamtwirtschaftlichen Impuls von etwa 2,45 Euro. Profitieren dürften vor allem Bauunternehmen, Informations- und Kommunikationsunternehmen, Logistikfirmen sowie die Elektronik- und Elektrotechnikbranche.

Dazu kommen die Beschäftigungseffekte: Sofern die Infrastrukturinvestitionen wie vorgesehen zu ohnehin geplanten Projekten erfolgen, entstehen europaweit 4,4 Millionen Arbeitsplätze. Knapp 1,8 Millionen davon direkt in der Infrastrukturindustrie, ähnlich viele bei Zulieferern. In Österreich wären es rund 75.000 Jobs.

„Investitionen in Infrastruktur, von Mobilität über Energie bis zu Häfen, Flughäfen, Schutzräumen und Cyber-Sicherheit, bilden das Rückgrat militärischer Fähigkeiten“, sagt Axel Preiss, Partner bei EY Österreich und Defence Leader Europe. Die Effekte gingen über den Rüstungssektor hinaus: Solche Investitionen könnten die Konjunktur stärker ankurbeln als Rüstungsinvestitionen im engeren Sinn und bieten zugleich die Chance auf eine Modernisierung von Logistik, Verkehr und Energie.

Investitionsstau und knappe Kassen

Der Bedarf trifft allerdings auf strukturelle Engpässe. In Österreich wie in ganz Europa besteht bereits heute ein hoher Investitionsstau, die zugesagten Mittel müssten zusätzlich und möglichst kurzfristig aufgebracht werden.

Für Matthias Danne, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der DekaBank, führt daran kein Weg vorbei: „Der Staat wird die hohen Kosten der militärischen Infrastrukturinvestitionen nicht allein schultern können, ohne privates Kapital ist eine ausreichende Resilienz nicht erreichbar.“ Er verweist auf ÖPP-Modelle, die bei deutschen Behörden unbeliebt, international aber etabliert seien. Besonders bei Dual-Use-fähiger Infrastruktur in den Bereichen Energie, Netze, Logistik und Kommunikation ermögliche privates Kapital eine zügigere Skalierung. Auch in Österreich werde verstärkt diskutiert, wie sich privates Kapital für öffentliche Zukunftsprojekte mobilisieren lässt, ergänzt Preiss.

Als weitere Hürden nennt der EY-Partner lange Vorlaufzeiten, komplexe Genehmigungsverfahren und begrenzte kurzfristige Skalierbarkeit. Nötig seien daher beschleunigte Genehmigungen, eine koordinierte zivil-militärische Planung und eine stärkere europäische Abstimmung bei grenzüberschreitender Infrastruktur.

Was das für die heimische Szene bedeutet

Für Österreichs Technologieunternehmen trifft der erwartete Investitionsschub auf ein Feld, das sich gerade erst öffnet. Reine DefenseTech-Startups gibt es hierzulande kaum, die meisten agieren im Dual-Use-Bereich, also mit Produkten, die sich zivil wie militärisch einsetzen lassen. Genau dort setzt auch die Studie an, wenn sie Dual-Use-fähige Infrastruktur in Energie, Netzen, Logistik und Kommunikation als bevorzugtes Feld für privates Kapital nennt. Bewegung kommt zusätzlich von politischer Seite: Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer hat angekündigt, gesetzliche Hürden für die heimische Rüstungs- und DefenseTech-Branche abzubauen, unter der Bedingung, dass die Neutralität gewahrt bleibt.

Erste Finanzierungsrunden zeigen, dass das Thema auch bei Investor:innen ankommt. Das 2025 gegründete Grazer Startup GuardAero, dessen Systeme Drohnenbedrohungen an Militärfahrzeugen autonom erkennen und neutralisieren, holte sich zuletzt ein Seed-Investment im niedrigen Millionenbereich von Angels United und der Beteiligungsgesellschaft von Bernhard Klemen. Zuvor hatte das Team die „Austrian Defence Innovation Garage 2025“ gewonnen und kooperiert bei Entwicklungstests mit dem Bundesheer. Ob die von EY skizzierten Milliarden tatsächlich auch bei heimischen Startups landen, wird weniger von den Zusagen abhängen als von Genehmigungsverfahren, Vergabepraxis und der Frage, wie schnell Österreich seinen eigenen regulatorischen Rahmen nachschärft.

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Markus Fallenböck wechselt zur Donau-Universität Krems

  • Markus Fallenböck übernimmt mit 1. Dezember 2020 die Leitung Finanzen und Personal an der Donau-Universität Krems.
  • Zuletzt war er seit Jänner 2019 als geschäftsführender Gesellschafter beim Fintech Own360, dessen Miteigentümer er auch weiterhin bleibt.
  • Zu Fallenböcks Verantwortungsbereich gehören ab 1. 12. die Dienstleistungseinrichtungen Controlling, Einkauf, Finanzbuchhaltung und Personal der Donau-Universität Krems mit insgesamt rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
  • Auch Personalsuche und -entwicklung werden einen Schwerpunkt seiner Arbeit bilden.Dazu zählt auch die weitere Entwicklung spezifischer Karrieremöglichkeiten für das wissenschaftliche und allgemeine Universitätspersonal.
  • Ein weiterer Schwerpunkt im Bereich Finanzen und Personal ist die stärkere Digitalisierung im Sinne der Leitstrategie zu digitalen Transformationsprozessen der Donau-Universität Krems.
  • Fallenböck beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der rechtlichen und wirtschaftlichen Umsetzung der digitalen Transformation.

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