04.08.2021

Marktstart: N26-Gründer investiert in Health-Startup von Ex-Mitarbeitern

Exakt Health digitalisiert die Physiotherapie nach typischen Sportverletzungen.
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Lucia Payo (CTO) und Philip Billaudelle (CEO) haben Exact Health gegründet © Exact Health
Lucia Payo (CTO) und Philip Billaudelle (CEO) haben Exakt Health gegründet © Exact Health

Die deutsche Neobank N26 hat bereits einen Ruf als Kaderschmiede für neue Startup-Founder. Und es passiert auch nicht selten, dass die beiden österreichischen Gründer des FinTechs auch gleich in die Neugründungen investieren. So nun auch bei Exakt Health. Das Jungunternehmen bietet eine Physiotherapie-App, die eine individuelle, digitale Behandlung nach Sportverletzungen ermöglicht. Zum Start sammelt das Startup 500.000 Dollar bei Investoren ein und bringt nun die App für iOs und Android auf den Markt. Das Geld kommt unter anderem von N26-Co-Founder Maximilian Tayenthal, Kelly Ford, ehemals CMO bei N26 und einigen anderen Business Angels.

Einer der ersten N26-Mitarbeiter

Gegründet wurde Exakt Health Anfang 2021 von den ehemaligen N26-Mitarbeitern Philip Billaudelle und Lucia Payo. Billaudelle war einer der ersten Mitarbeiter bei N26, wo er unter anderem für die Banklizenz zuständig war und später das Data-Science-Team aufbaute und leitete. Er und Payo, die bis Jänner Android-Developerin bei N26 war, haben das Fintech verlassen, um ihr eigenes Startup zu gründen.

„Die Mission von Exakt Health ist es, jedem, jederzeit und von überall hochwertige und individuelle Physiotherapie zugänglich zu machen“, sagt Maryke Louw, leitende Physiotherapeutin von Exakt Health. „Physiotherapie sollte kein Luxusgut sein. Wir ermöglichen Nutzern den direkten Zugriff auf Informationen und Tools für ihre Erholung, genau dann, wenn sie diese benötigen.“

In der App erhalten Nutzer einen individuellen Therapieplan, der sich zunächst auf typische Laufverletzungen konzentriert – etwa eine Achillessehnenverletzung. Vor zwei Jahren hatte sich Co-Founder Billaudelle selbst beim Laufen verletzt und im Rahmen seiner Rehabilitation Maryke Louw kennengelernt, die damals eine Online-Physiotherapie-Praxis betrieb und Billaudelle so auf die Idee zu Exakt Health brachte.

Zertfizierung als Medizinprodukt

Eine Zertifizierung als Medizinprodukt ermöglicht es Exakt Health, seine App als Software-as-a-Medical Device in der gesamten EU und UK anzubieten. Die App ist bereits für iOS und Android verfügbar und das Startup will sie nun im Rahmen einer klinischen Studie weiter verbessern.

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© Phil Lihotzky - (vorne v.r.n.l.): Niklas Lorber CTO, Moritz Hiebl CEO Hinten v.r.n.l.: Wolfgang Bartelme Designer, Gunther Marktl Ideengeber.

Das im vergangenen Jahr gegründete EdTech-Startup Digidoo digitalisiert Kompetenzen, Lernfortschritte und Leistungen von Schüler:innen und ermöglicht es Lehrer:innen, daraus transparente und rechtssichere Notenempfehlungen abzuleiten (brutkasten berichtete). Mittlerweile nutzen über 10.000 Lehrer:innen im DACH-Raum die Plattform, die Leistungen von mehr als 150.000 Schüler:innen werden so dokumentiert, heißt es zum Schulstart vom Startup. Laut Digidoo sparen Lehrer:innen dadurch Zeit, die sie vor der Klasse nutzen können.

„Wir sehen, wie dringend Lehrpersonen gerade in Zeiten des Lehrermangels nach digitalen Werkzeugen suchen, die sie im Schulalltag tatsächlich entlasten“, sagt Digidoo-Geschäftsführer Moritz Hiebl.

„Unser Ziel ist, dass die Dokumentation so schnell und unkompliziert wie möglich gelingt“

Die Anwendungen seien seit dem Launch intuitiver und einfacher geworden. Mit einer Notiz-Funktion können allgemeine Beobachtungen und Lernfortschritte während des Unterrichts unkompliziert erfasst werden. „Unser Ziel ist, dass die Dokumentation so schnell und unkompliziert wie möglich gelingt. Mit dem neuen Tool bleibt mehr Zeit für das, worum es eigentlich geht: das Unterrichten“, erklärt Hiebl.

Fokus auf individuelle Förderung

Noch in diesem Schuljahr soll es möglich sein, über die Plattform zu dokumentieren, welches Kind in welchem Bereich mit welcher konkreten Maßnahme gefördert wurde. Besonders in Bezug auf Nachhilfe ist diese Dokumentation laut Digidoo wichtig. Durch diese neue Erfassung wird es einfacher, Leistungen und Kompetenzen der Schüler:innen im Schulalltag festzustellen. Damit möchte das EdTech-Startup einen Schwerpunkt auf die individuelle Förderung setzen.

Die Weiterentwicklung der Plattform erfolgt in Abstimmung mit Lehrer:innen. „Wir hören sehr genau hin, was Lehrpersonen im Schulalltag brauchen, und entwickeln Digidoo laufend weiter“, sagt Hiebl. 

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