13.06.2015

Markt für Online-Kunst boomt: 5 Millionen für Startup Junique

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© Junique: Marc Pohl, Lea Lange und Sebastian Hasebrink

Junique ist ein Online-Shop für Kunst. Ziel des jungen Startups mit Sitz in Berlin ist es, visuell anziehende, aber gleichzeitig leistbare Kunst zu bieten. Dabei möchte man keinen „Einheitsbrei“ bieten, sondern es wird auf junge Künstler gesetzt, von denen ausgewählte Werke verkauft werden.  Die Motive werden im Online-Shop nicht nur als Posterdruck oder auf Leinwand verkauft, sondern auch auf Shirts, Wohnaccessoires oder iPhone-Cases.

Dass der Markt für Online-Kunst boomt, ist kein Geheimnis. Davon profitiert auch der Designshop, der eigenen Angaben nach um bis zu 60 Prozent wächst – eine Entwicklung, von der viele andere Anbieter nur träumen können. 5 Millionen Euro hat es nun von seinen Investoren für das weitere Wachstum bekommen. Mit von der Partie ist der Hightech Gründerfonds, Vorwerk Ventures, Redalpine und CEWE.

Junique versendet seine Waren bereits in 14 europäische Länder, mit dem Geld soll nun die Spracheinstellungen neben Deutsch und Englisch auf Französisch erweitert werden. 40 Prozent des Umsatzes kommen längst nicht mehr aus Deutschland.

„So positionieren wir uns für Kunden aus Frankreich, Belgien und Teilen der Schweiz als Destination für bezahlbare Kunst“, so Geschäftsführerin und Mitgründerin Lea Lange. „Wir sind überzeugt, dass unser Geschäftsmodell europaweit funktioniert.“ Dafür wurden auch mehr Mitarbeiter eingestellt: Das gesamte Team soll 2015 auf mindestens 55 Mitarbeiter wachsen.

Junique hat – um die Marke aufzubauen – vor allem auf Social Media gesetzt. Die vielen Likes und Followers auf Facebook bzw. Instagram bestätigen den Erfolg. Über 155.000 haben alleine auf Facebook ein Like gesetzt.

(junique)

© Bilder: Junique, Quelle

 

 

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Matteo Rosoli, CEO von eustella © eustella

„In den USA wird gerade die Ära der Superintelligenz ausgerufen. Europa darf dabei nicht zuschauen“, sagt Matteo Rosoli, CEO von eustella. Das Wiener Startup hat am 20. Oktober die Version 1.5 seiner Plattform für KI-Agenten veröffentlicht. Sie läuft nach eigenen Angaben auf rein europäischer Cloud-Infrastruktur.

Nachtraining statt Neuentwicklung

Eustella entwickelt kein Sprachmodell von Grund auf. Stattdessen setzt das Team auf offene Modelle, deren Gewichte frei verfügbar sind, und entwickelt sie mit eigenen Daten und Verfahren weiter. Ausgangspunkt ist laut Aussendung „das chinesische Basismodell Qwen 3.8 27B”. Die leistungsstärksten offenen Modelle stammten demnach „derzeit überwiegend aus China”. Das Nachtraining soll auch deren Voreingenommenheit reduzieren.

Ergebnisse aus eigener Messung

Wie viel das Nachtraining bringt, hat eustella selbst gemessen, mit 14 gängigen Leistungstests für KI-Modelle (Benchmarks). Laut Unternehmen schneidet v1.5 in allen 14 besser ab als das Basismodell, im Schnitt um fünf Punkte. Am deutlichsten fällt der Zuwachs beim Programmieren (LiveCodeBench, plus 17,1 Punkte), beim Befolgen komplexer Anweisungen (IFBench, plus 10,9) und in mehrstufigen Gesprächen (MultiChallenge, plus 10,8) aus.

Im Vergleich mit US-Modellen zieht eustella folgende Bilanz: v1.5 erreicht mit 27 Milliarden Parametern bei LiveCodeBench 89,1 Prozent, fast identisch mit Claude Opus 5 (89,0). GPT-5.6 Sol kommt auf 82,6. Bei GPQA Diamond, einem Test mit naturwissenschaftlichen Expertenfragen, liegt eustella mit 92,6 Prozent hinter Claude Opus 5 (93,9). Beim Verstehen langer Dokumente (AA-LCR) führt v1.5 laut eigenen Angaben mit 87,5 Prozent vor Claude Opus 5 (79,0) und GPT-5.6 Sol (84,0).

Auch gegenüber dem französischen Anbieter Mistral liegt v1.5 laut eustella in allen sieben vergleichbaren Benchmarks vorn, obwohl Mistral Medium 3.5 rund fünfmal so viele Parameter habe.

Die im Sommer verglichenen Modelle sind allerdings nicht mehr die aktuellsten ihrer Anbieter. Anthropic hat mit Fable 5.1 (seit 1. September) und Opus 5.5 (seit 22. September) zwei jüngere Modelle veröffentlicht. Auch OpenAI und Mistral haben mittlerweile neue Modelle vorgestellt.

Vom Launch zur Unternehmensplattform

Vorgestellt hat eustella seine App am 24. Juni. Beim Start im Juni waren es knapp 5.000 Nutzer:innen, jetzt mehr als 22.000. Die KI-Agenten unterstützen mehrstufige Aufgaben wie Recherchen, Präsentationen oder Reiseplanung. Ende August folgte laut eustella eine Optimierung, die das Achtfache an Nutzung zum gleichen Preis ermöglicht. Mit v1.5 kommen Team- und Enterprise-Pläne: „Orbit” kostet 20 Euro pro Nutzer:in und Monat, „Constellation” mit vierfachem Nutzungsvolumen 80 Euro. Die ersten 25 Partner:innen haben bereits API-Zugriff.

Eigene Technologie in Planung

„Wir haben diesen Sommer gezeigt, dass ein europäisches Team mit offenen Modellen und eigener Forschung an die Weltspitze heranrücken kann”, sagt Rosoli. v1.5 sei „erst der Anfang”. Weitere Forschung ist in Vorbereitung, eigene KI-Technologie will eustella Schritt für Schritt entwickeln.

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