17.08.2023

Mark Zuckerberg empfiehlt dieses Produkt eines Wiener Scaleups

Dieses Wiener Scaleup will in die USA - und Mark Zuckerberg hilft dabei: Womit der Meta-Guru bei der Expansion einer Wiener Marke helfen könnte.
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"Zuck" hält offensichtlich viel von Wiener Qualität (c) woom & Anthony Quintano via Wikimedia Commons

“woom balance bikes are the way to go.” Diese Worte ließ Meta-Gründer Mark Zuckerberg unter einem Post auf seiner neuen Plattform Threads – und sorgte damit bei einem Wiener Scaleup vermutlich für Jubel. Von derartigen Werbemaßnahmen träumen viele Unternehmen, für den Kinder- und Jugendfahrradhersteller woom wurde dies – ungefragt – zur Realität. Gerade jetzt, wo sich das Scaleup unter Leitung des ehemaligen Co-CEO Mathias Ihlenfeld auf die Expansion in den US-Bike-Markt fokussiert, werden Threads-Kommentare wie diese gern gesehen.

Zuck wirbt in der Kommentarsektion

Das Wiener Scaleup woom stellt Fahrräder für Kinder und Jugendliche her. Der ehemalige Co-CEO und woom USA-Gründer Mathias Ihlenfeld hat sich mit 1. Juni dieses Jahres gänzlich auf die Expansion in den nordamerikanischen Markt fokussiert und leitet das US-Team. Bis Juni waren woom Bikes, die sich durch kind- und jugendgerechte Ergonomie auszeichnen, in den USA nur online erhältlich.

Auch der Aufbau des Händlernetzes steht am US-Expansionsplan des von Paul Fattinger geleiteten Wiener Scaleups, wie der brutkasten berichtete: “Wir haben über unser Geschäft in Europa gelernt, dass unsere Kunden ein Fahrrad auch gerne offline kaufen.”

Dass gerade der einflussreiche Meta-CEO Mark Zuckerberg ungefragte Empfehlungen für woom auf der Plattform Threads aussprach, könnte für das Wiener Scaleup angesichts ihres US-Expansionsvorhabens positive Effekte haben.

Leaders21.com Co-Founder Florian Gschwandtner macht auf Instagram darauf aufmerksam
(c) @florian.gschwandtner Instagram

“Das beste Kinderfahrrad auf dem Markt”

Seit seiner Gründung im Jahr 2013 befindet sich woom im Wachstumskurs und expandiert seit Juni dieses Jahrs auch mit Offline-Point-of-Sales in die USA. Weitere Zielmärkte sind Frankreich, Dänemark, Schweden und die Niederlande. Aktuell ist das Wiener Scaleup mit seiner Marke in 30 Ländern vertreten.

Derzeit verfügt woom über 250 Mitarbeiter:innen, wobei 170 davon in Österreich arbeiten. Anfang nächsten Jahres soll der Firmensitz von Klosterneuburg nach Wien verlegt werden – mit einer eigenen Innovationsabteilung. “Unser Anspruch ist es nach wie vor, das beste Kinderfahrrad auf dem Markt zu haben”, erzählt woom-CEO Fattinger dem brutkasten diesen Juni.

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Rund zwei Millionen Pakete versendete Niceshops 2025 aus dem Logistikzentrum im südoststeirischen Saaz. Diese gingen in 80 Länder bei einer Exportquote von 88 Prozent. Es war das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr des E-Commerce-Scaleups, wie brutkasten berichtete. An dessen Ende standen 169 Millionen Euro Umsatz und ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von acht Millionen Euro zu Buche. Und das, obwohl man sich erst 2024 auch mit Hilfe eines Stellenabbaus (brutkasten berichtete) aus einer Krise gekämpft hatte.

Ausbau direkt am steirischen Heimatstandort

Mit dem starken Aufschwung sei man auch bei den Lagerkapazitäten an die Grenzen gekommen, heißt es nun vom Unternehmen, das etwa 30 spezialisierte Onlineshops betreibt: „Zuletzt mussten zusätzliche externe Flächen angemietet werden.“ Deswegen soll nun erweitert werden – und zwar direkt am Heimatstandort Saaz, der rund eine Dreiviertelstunde von der steirischen Hauptstadt Graz entfernt ist.

Dort kaufte man nun ein 23.000 m² großes Grundstück zu, wie das Unternehmen verkündet. „Die Erweiterung schafft die Grundlage, Logistikprozesse wieder zentral zu bündeln, Transportwege zu verkürzen und die gesamte Wertschöpfung in der Region zu halten“, heißt es dazu in einer Aussendung.

Schrittweise Automatisierung in kommenden Jahren

Die Ausbaupläne von Niceshops betreffen aber nicht nur die Logistik. Dieses Jahr sollen insgesamt 50 neue Arbeitsplätze geschaffen werden – aktuell beschäftigt man etwa 400 Mitarbeiter:innen an den Standorten Saaz, Graz und Wien. Gleichzeitig will man in den kommenden Jahren schrittweise Automatisierungs- und Robotiklösungen einführen. „Ziel ist nicht die Vollautomatisierung des Lagers, sondern der gezielte Einsatz in speziellen Segmenten, um die Mitarbeiter:innen bei standardisierten Prozessen zu entlasten und die Effizienz weiter zu steigern“, heißt es dazu vom Unternehmen.

Künftig liege der Fokus auf dem weiteren Ausbau der E-Commerce-Plattform sowie der Skalierung von Logistik- und Technologiedienstleistungen für Partnerunternehmen. Zudem setze man weiterhin auf Nachhaltigkeit, etwa mit 100
Prozent Ökostrom, „nahezu“ plastikfreiem Versand und einer im Branchenvergleich sehr niedrigen Retourenquote von rund drei Prozent.

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