26.01.2021

A1 Innovations-Chef Mario Mayerthaler wird CEO bei Invenium

Mario Mayerthaler ist seit November 2020 CEO des steirischen Startups Invenium und wird diese Funktion parallel zu seiner Tätigkeit als A1 Innovations-Chef ausüben.
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Der promovierte Jurist hat in Graz studiert und lebt jetzt mit seiner Familie in Wien | (c) Markus Jöbstel

Vor rund zwei Wochen sorgte das TU Graz-Spinoff Invenium, das sich auf die Analyse von Bewegungsströmen mit Hilfe von anonymisierten Mobilfunkdaten spezialisiert hat, mit einem Teilexit für mediales Aufsehen. Der Mobilfunkanbieter A1, der bereits seit 2017 investiert war, stockte seine Anteile auf 51 Prozent auf – der brutkasten berichtete.

Mayerthaler neuer CEO bei Invenium

Wie der Mobilfunkanbieter heute, Dienstag, in einer Aussendung bekannt gab, stellte sich das Management-Team von Invenium bereits vor der Bekanntgabe des Teilexits neu auf. Demnach übernahm A1 Innovations-Chef Mario Mayerthaler seit November 2020 die CEO-Funktion.

Die neue CEO-Rolle wird er parallel zu seiner Funktion als Head of Innovation der A1 Telekom Austria Group ausführen. Als solcher verantwortet er u.a. den A1 Startup Campus sowie das Intrapreneurship-Programm des Konzerns.

Erstes Statements zur neuen Funktion

Ein einem ersten Statement äußert sich Mayerthaler zu seiner neuen CEO-Funktion bei Invenium wie folgt: „Ich kenne das Invenium-Team schon sehr lange. Direkt nach der Unternehmensgründung 2017 haben wir sie auf unseren A1 Start Up Campus geholt. Unsere Kooperation ist ein gutes Beispiel für den erfolgreichen Ausbau eines umfangreichen digitalen Ökosystems gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft“.

Dem fügt A1 Telekom Austria Group COO Alejandro Plater hinzu: „Mit seiner jahrelangen Expertise im Bereich Innovation wird der neue Invenium CEO Mario Mayerthaler mit seinem Team das Unternehmen bestmöglich in die Zukunft führen und den Wachstumskurs auch international beschleunigen. Das schon bestehende Produkt ‚A1 Mobility Insights‘ hat sich bereits bei der Corona-Krisenbewältigung als hilfreich erwiesen und bietet für viele Branchen wertvolle datenschutzkonforme Einblicke in das Verhalten ihrer Zielgruppen.“

Invenium bietet Analysen von Bewegungsströmen für Verkehr, Smart City, Tourismus, Retail und weitere Bereiche an, wobei die Besonderheit die 100 Prozent digitale Analyse ist.



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REEDuce-Gründerin Birgit van Duyvenbode (Mitte) bei der Eröffnung der neuen Schilf-Lärmschutzwand | (c) Strabag

An der A1 Westautobahn bei Völlerndorf nahe St. Pölten geht eine neue Lärmschutzanlage in Betrieb. Statt auf herkömmliche Materialien wie Beton oder Aluminium setzt diese auf Schilf, Thermoholz und Lehm. Dahinter steckt das Wiener Startup REEDuce rund um Gründerin und CEO Birgit van Duyvenbode. Gemeinsam mit der Asfinag und dem Baukonzern Strabag wurde die Technologie nun auf einem rund einen Kilometer langen Autobahnabschnitt umgesetzt.

REEDuce-Geschäftsführerin Birgit van Duyvenbode, Infrastrukturminister Peter Hanke und ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl bei der Präsentation der neuen Schilf-Lärmschutzwand an der A1.

4.000 Schilfbündel für einen Kilometer Lärmschutz

Die Anlage entstand im Zuge der Sanierung der A1 zwischen St. Pölten und Völlerndorf. Auf einer Fläche von rund 2.690 Quadratmetern wurden Lärmschutzelemente mit einem Rahmen aus thermisch behandeltem Holz, einer Lehmfüllung und beidseitiger Schilfabdeckung verbaut.

Das verwendete Schilf stammt aus dem Raum Neusiedler See. Für den rund einen Kilometer langen Abschnitt wurden insgesamt 4.000 Schilfbündel benötigt. Das entspricht etwa 1,5 Prozent der gesamten österreichischen Schilfernte. Die Nutzung des Rohstoffs soll gleichzeitig zur Pflege des Ökosystems am Neusiedler See beitragen.

Anders als konventionelle Lärmschutzwände soll die Konstruktion nach Angaben von REEDuce vollständig kreislauffähig sein. Zugleich soll sie dieselben technischen Anforderungen hinsichtlich Lärmschutz und Haltbarkeit erfüllen, wie herkömmliche Systeme.

„Mit dem ersten Autobahn-Kilometer unserer Lärmschutzwand aus Schilf, Thermoholz und Lehm erreichen wir einen wichtigen Meilenstein“, sagt Gründerin van Duyvenbode. Die Technologie zeige, dass Lärmschutz und Umweltschutz gemeinsam funktionieren können.

Von der Idee des Vaters zum Startup

Der Ursprung der Idee reicht bis ins Jahr 2008 zurück. Damals entwickelte das Sägewerk von van Duyvenbodes Vater im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts eine ökologische Lärmschutzwand, die an der A22 bei Langenzersdorf errichtet wurde. Die Gründerin griff die Idee später auf und entwickelte die Technologie unter dem Namen REEDuce weiter.

Bereits Anfang 2022 berichtete brutkasten über das Startup. 2023 wurde REEDuce bei der #glaubandich Challenge zum „Startup des Jahres“ gekürt. Im selben Jahr folgte ein erstes Pilotprojekt mit der Asfinag: An der S33 bei Herzogenburg wurde eine 16 Meter lange Testwand errichtet, um die Technologie unter realen Bedingungen zu erproben.

Mit der neuen Anlage an der A1 kommt die weiterentwickelte Technologie nun in deutlich größerem Umfang zum Einsatz. Für die Asfinag ist das Projekt zugleich eine Möglichkeit, weitere Erfahrungen mit der Bauweise aus regionalen Naturmaterialien zu sammeln.

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